25.11.2018 - 19:37 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Varroa-Milbe vernebeln

Ein Vernebelungssystem leistet wertvolle Dienste, um die Varroamilbe zu bekämpfen. Das Verfahren wird bei der Jahreshauptversammlung des Imker- und des Lehrbienen-Fördervereins thematisiert.

Bei der Versammlung des Imkervereins und Vereins der Freunde und Förderer des Lehrbienenheims demonstrierte Bienen-Gesundheitswart Gerhard Rücker das neue Verfahren der Verneblung zur Varroabekämpfung.
von Externer BeitragProfil

Im voll besetzten Lehrbienenheim gab Vorsitzender Hermann Bronold einen umfangreichen Geschäftsbericht. Bronold betonte, dass der Verein 139 Mitglieder zählt: Ein enormer Zuwachs seit seinem Amtsantritt vor fast 40 Jahren, bei dem es 49 Imker waren. Zudem betreut heute jedes aktive Vereinsmitglied durchschnittlich acht Völker, also mehr als im Landesschnitt. Über 30 Veranstaltungen wurden im Vereinsjahr angeboten, die von rund 500 Teilnehmern besucht wurden. Ebenso wurden wieder erfolgreich Neuimkerschulungen organisiert. Im Frühjahr gab es ein Seminar für Hornissenberater im Landkreis in Schwarzenfeld, die heuer vielfach gefordert wurden – im Vergleich zu den Vorjahren waren etwa die fünffache Anzahl von Beratungen und Umsiedlungen von Hornissen zu leisten.

Ein herausragendes Event war der Beitrag zur Ausstellung „Bienen“ im Stadtmuseum in Schwandorf. Mehrere Monate waren viele Exponate des Imkermuseums als Leihgabe vor Ort. Bronold dankte besonders Mitglied Johanna Baumann für Organisation und Mitwirkung bei der Ausstellung. Unter dem Motto „Bienen und Natur erhalten und schützen“ bastelten beim Ferienprogramm wieder eine große Anzahl Kinder Insektenhotels. Und der beliebte Vereinsausflug führte nach Bärnau in den Geschichtspark sowie zu interessanten Sehenswürdigkeiten im angrenzenden Tschechien.

Im Imkerjahr waren im Frühjahr starke Völkerverluste feststellbar, die durch Nachzucht ausgeglichen werden konnten. Die Honigernte ist als mittelmäßig zu bezeichnen. Breiten Raum nahm die Diskussion um ein neues System zur Bekämpfung der Varroamilbe ein. Gesundheitswart Gerhard Rücker berichtete von seinem Einsatz eines Verneblungssystems, mit dem das Bienenvolk auch bei höheren Temperaturen schonend und erfolgreich behandelt werden könne. „Ich war erstaunt über die Wirksamkeit“, berichtete ein Imkerkollege. Bronold verwies darauf, dass beim Institut für Bienenkunde an der Landesanstalt in Veitshöchheim dazu Versuche anstanden.

Bei den weiteren Vereinsregularien konnte über positive Kassenstände berichtet werden. Vorsitzender Bronold dankte besonders Imkerin Annemarie Winklhofer für die Erstellung des neuen Zeitungsarchivs im Museum. Dort seien acht verschiedene Imkerzeitschriften, teilweise aus dem deutschsprachigem Ausland, ab dem Jahr 1893 vorrätig, ebenso Fachbücher, die erstmalig 1869 aufgelegt wurden.

Bürgermeister Manfred Rodde hob in seinem Grußwort den Beitrag der Imker für das Überleben von Insekten hervor. Zudem dankte er dem Verein für die aktive Unterstützung und Teilnahme an Veranstaltungen in der Gemeinde.

Hermann Bronold lud in seinem Ausblick zu vielen Termine im kommenden Jahr ein, unter anderem verwies er auf das anstehende 140-Jahre-Jubiläum. Mit einem interessanten Bilderrückblick von Robert Eger klang das Imkerjahr aus.

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