08.07.2018 - 14:38 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Viel Geld in die Hand nehmen

In die Sanierung des Leitungsnetzes müssen in den kommenden Jahren enorme Finanzmittel fließen. Das signalisieren die Räte des „Zweckverbands zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe“. Eine Gebührenkalkulation ist in Auftrag zu geben.

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe beschäftigt zur Betreuung des Versorgungsgebietes zwei Wasserwarte. Vorsitzender Bürgermeister Hans Gradl (Mitte) stellte Jürgen Obendorfer (rechts) als Nachfolger von Ludwig Forster vor. Links im Bild Richard Setzer.

Zweckverbandsvorsitzender Bürgermeister Hans Gradl (Schwarzach) würdigte die Leistungen des ehemaligen langjährigen Wasserwarts Ludwig Forster. Er konnte krankheitsbedingt nicht anwesend sein. Der gelernte Kfz-Mechaniker und Landwirt übernahm ab 1. Februar 1992 als alleiniger Wasserwart die Betreuung des gesamten Zweckverbandsgebietes. Aufgrund der ständigen Ausweitung des Versorgungsgebiets stand ihm ab 1. April 1998 Richard Setzer als Teilzeitwasserwart zur Seite. Ein Jahr nach seinem 25-jährigen Dienstjubiläum als Wasserwart beendete Ludwig Forster im November 2017 sein Arbeitsverhältnis beim Zweckverband.

Der Sitzungsleiter stellte den beruflichen Werdegang von Nachfolger Jürgen Obendorfer vor. Der neue Wasserwart war 17 Jahre bei einer im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft ansässigen Firma für Haushaltstechnik tätig und kann auf mehr als 14 Jahre Berufserfahrung zurückgreifen. Obendorfer meldete sich bereits zur Fortbildung „Fachkraft für Wasserversorgung“ an, um die Aufgaben nicht nur mit Engagement und Begeisterung, sondern auch mit dem notwendigen Fachwissen erfüllen zu können. Nach Beginn des 1. Ausbildungsabschnitts Mitte Juni endet nach insgesamt 13 Wochen die Fortbildungsreihe im Mai 2019. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung kann Jürgen Oberndorfer den Titel „Fachkraft für Wasserversorgung“ führen. Die Teilnahme an einem einwöchigen Einführungsseminar für technisches Personal der Wasserversorgungsanlagen des Bayerischen Gemeindetages war vorausgegangen.

Zu Ehren des verstorbenen langjährigen Geschäftsstellenleiters Manfred Eckert legte die Verbandsversammlung eine Gedenkminute ein. Manfred Eckert war von Oktober 1973 bis zur Übernahme der Verwaltungsaufgaben des Zweckverbandes durch die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld im Oktober 2016 Geschäftsleiter. Äußerst zuverlässig, gewissenhaft und engagiert leitete der Verstorbene in diesen 43 Jahren die Geschicke des Zweckverbandes.

Die wasserrechtliche Bewilligung zur Entnahme von Grundwasser für die Tiefbrunnen I und II, Gemarkung Pretzabruck, läuft zum 31. Dezember 2019 aus. Für die erforderlichen Antragsunterlagen wird das Sachverständigenbüro Anders + Raum, Nachfolger des Büros Dr. Prösl in Velden, beauftragt. Die Finanzmittel in Höhe von 10000 Euro sind im Haushalt 2018/19 veranschlagt. Die Verrechnungssätze der Personalkosten/Wasserwarte für Leistungen an Private werden alljährlich nach einem bestimmten Modus überprüft. Der vorgeschlagene Betrag für das Jahr 2018 von 41 Euro wird belassen.

Erneut wurde in Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag den bayerischen Kommunen und Zweckverbänden die Teilnahme an der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung in Bayern für die Lieferjahre 2020 bis 2022 durch die Firma Kubus angeboten. Das Gremium plädierte für „Normalstrom“ mit einer bestimmten Quote an Ökostrom.

Verbandsrat Franz Herrmann (Schwarzach) erkundigte sich nach der Nitratbelastung. Bürgermeister Manfred Rodde (Schwarzenfeld) erklärte, dass das Rohwasser aus über 100 Meter tiefen Brunnen entnommen werde und aus dem zweiten Grundwasserstockwerk komme. Nitratbelastung stelle kein Problem dar. Bürgermeister Maximilian Beer (Schwarzhofen) pochte darauf die Planungen in punkto Verlauf und Qualität des Leitungsnetzes als Grundlage zur Sanierung und Erneuerung fortzusetzen. Auch der Wasserpreis muss überdacht werden, fügte Bürgermeister Georg Köppl hinzu.

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