Die Stützmauer am Ufer der Schwarzach beginnt zu bröckeln. Das haben Kontrolleure des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach festgestellt. „Es besteht dringender Handlungsbedarf“, erklärte Abteilungsleiter Björn Letz am Dienstag bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Maximilian Beer.
Bevor die Bauarbeiter mit der Verdichtung der Böschung beginnen können, müssen an dieser Stelle 17 Eichen gefällt werden. „Die Maßnahme ist mit der Naturschutzbehörde abgesprochen“, erklärt Sachgebietsleiter Eduard Gleich.
Präsentation am 2. Mai
Wenn der Hang gesichert ist, kann an dieser Stelle mit dem Ausbau der Straße begonnen werden. Er erfolge bereits im Vorgriff auf die Gesamtsanierung der Staatsstraße 2040 von Schwarzhofen nach Neunburg vorm Wald, so Bauoberrat Björn Letz. Er bittet Bürgermeister Maximilian Beer aber um „etwas Geduld, denn momentan sind wir noch mit dem Grunderwerb beschäftigt“. Am 2. Mai will der Abteilungsleiter den aktuellen Stand der Ausbaupläne im Marktrat vorstellen.
Für die Bevölkerung scheint damit die unendliche Geschichte doch noch ein gutes Ende zu finden. „Seit 25 Jahren bemühen wir uns um den Ausbau der Straße nach Neunburg und den Anschluss an die überregionalen Verbindungen“, gibt Maximilian Beer zu verstehen. Die bestehende Trasse sei viel zu schmal und zu kurvenreich, habe nicht einmal einen Mittelstreifen und sei einer Staatsstraße nicht würdig, so der Bürgermeister. Er hofft, „dass der Hangrutsch den Ausbau beschleunigen wird“. Das jetzt auszubauende 140 Meter lange Teilstück bekomme bereits eine Breite von 6,50 Meter und werde auf die Gesamtmaßnahme ausgerichtet, so Bauoberrat Björn Letz.
Drei Voraussetzungen
Während der Vollsperrung ist eine Umleitung über die Kreisstraße SAD 40 und die Staatsstraße 2151 eingerichtet und ausgeschildert. „Bitte nicht den Schleichweg über Schwarzeneck nehmen“, appelliert Bürgermeister Beer an die Autofahrer und kommt damit einem Wunsch der dortigen Bewohner nach.
Björn Letz ist seit vergangenem Jahr als Abteilungsleiter für den Straßenbau im Landkreis Schwandorf zuständig und sieht bei der Staatsstraße 2040 dringenden Handlungsbedarf. Deshalb treibe seine Behörde die Planungen des Abschnitts zwischen Schwarzhofen und Neunburg vorm Wald mit Hochdruck voran. Letz betont, dass der 2,5 Kilometer lange Abschnitt im Fokus des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach stehe und ein bestandsorientierter Ausbau mit Fahrbahnverbreiterung und Entschärfung der Kurvenradien vorgesehen sei. Der Verlauf des erforderlichen Grunderwerbs, die naturschutzfachliche Beurteilung und die Verfügbarkeit der erforderlichen Haushaltsmittel bestimmten nun den zeitlichen Verlauf für eine Realisierung, so Letz.
Staatsstraßenausbau
- „Der dringende Handlungsbedarf ist für jeden Verkehrsteilnehmer ersichtlich“, sagt Bürgermeister Maximilian Beer. Er verdeutlicht, dass der Zustand der Staatstraße 2040 nicht einmal den Richtlinien einer Gemeindeverbindungsstraße entspreche und für den heutigen Verkehr viel zu schmal sei. Beer sichert dem Staatlichem Bauamt „jede mögliche Unterstützung“ zu, „damit der Ausbau möglichst zeitnah beginnen kann“.
- Die Staatsstraße 2040 ist als Verbindung zwischen den beiden Oberzentren Nabburg und Neunburg vorm Wald von regionaler Bedeutung.
„Bitte nicht den Schleichweg über Schwarzeneck nehmen“.
"Ich bitte um etwas Geduld, denn momentan sind wir noch mit dem Grunderwerb beschäftigt.“























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