11.02.2020 - 12:45 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Dienstältester Bürgermeister

Schwarzhofen ist ein freundlicher Ort, der zur Verwaltungsgemeinschaft Neunburg vorm Wald gehört. Auch wenn sich in der kleinen Kommune viel verändert hat, eines ist in den vergangenen 24 Jahren gleich geblieben: Der Bürgermeister.

Bürgermeister Maximilian Beer, CSU, hat bei der Wahl am 15. März keinen Gegenkandidaten für die Bewerbung als Rathaus-Chef.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Der "junge Hüpfer", der er zu Beginn seiner Amtszeit war, ist längst ein gestandener Bürgermeister geworden. Seit mittlerweile 24 Jahren steht Maximilian Beer an der Spitze der 1420 Einwohner zählenden Marktgemeinde. Beer (53), von Beruf Regierungsdirektor in München, ist mit dem nicht mehr kandidierenden Hans Graßl aus Dieterskirchen derzeit der dienstälteste amtierende Erste Bürgermeister im Landkreis Schwandorf. Anders als Graßl tritt Beer im März noch einmal an. Einen Gegenkandidaten hat er nicht.

Früher einer der jüngsten

Als "Glücksfall für die Marktgemeinde" ist er vor einigen Jahren bezeichnet worden. Dabei hatte Maximilian Beer das Bürgermeister-Amt zunächst gar nicht auf der Lebensrechnung gehabt. Nur weil ein geeigneter Kandidat fehlte, hatte er 1996 für den CSU-Ortsverband seinen Hut in den Ring geworfen und war prompt gewählt worden. Damals war der "Max", der einst am Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach das Abitur abgelegt hatte, mit seinen knapp 30 Jahren einer der jüngsten Bürgermeister Bayerns.

Dem studierten Verwaltungsfachmann gelingt der Spagat zwischen dem hauptamtlichen Job beim Ministerium in München und dem ehrenamtlichen Bürgermeisterposten in seiner Heimatgemeinde. Im Laufe der Jahre hat es sich eingespielt, dass Beer zu Beginn der Woche für Amtstermine vor Ort ist, während er den Rest der Zeit in der Landeshauptstadt verbringt. Wenn er auf die nächsten sechs Jahre blickt, dann ist für ihn klar: "Es gilt, mit den überschaubaren Eigenmitteln der Kommune und mit dem großartigen ehrenamtlichen Engagement der Bürger, aber auch mit den Förderinstrumenten des Staates, die Kommune zukunftsfähig zu halten oder weiter zukunftsfähig zu machen."

Blick in die nahe Zukunft

In den nächsten Jahren werden den Ort mehrere Projekt extrem - auch finanziell - fordern, sagt Beer: "In diesem und nächsten Jahr wird unsere Grundschule komplett energetisch saniert und der Brandschutz auf Vordermann gebracht." Hierfür würden mindestens 1,7 Millionen Euro benötigt. In den Jahren 2021 und 2022 stehe der Anbau und die Erweiterung des gemeindlichen Kindergartens mit der Schaffung einer neuen Kinderkrippe fest. "Hierfür werden mindestens 1,5 Millionen Euro fällig werden," schätzt er. In diesem Jahr stehe die Sanierung der Bodenäckerstraße und des Krimlinger Weges an. Dort seien die Kanäle "in absolut marodem Zustand und die Wasserleitung ist in die Jahre gekommen". Im Zuge des Neubaus von Kanal, Wasserleitung und Straße werde auch eine Erdgasleitung mit verlegt.

Städtebauförderung "anzapfen"

In Denglarn, so der Bürgermeister, nimmt die Flur- und Dorferneuerung Fahrt auf. "Dies wird die nächsten zwei Wahlperioden die Gemeinde fordern." Auch im Netz der Gemeindeverbindungsstraßen bestehe Handlungsbedarf, es müsse runderneuert werden. "Als erstes wird die Gemeindeverbindungsstraße Schönau-Zangenstein auf Höhe Altenhammer erneuert werden", kündigt Beer an. Im Hauptort Schwarzhofen gelte es, die zahlreichen leerstehenden und in die Jahre gekommenen Anwesen mit Hilfe des Städtebauförderprogramms mit Leben zu erfüllen.

"Persönlich", so versichert er, "ist mir auch noch wichtig, dass das facettenreiche gesellschaftliche Leben und Vereinsleben in unserer Gemeinde mit sechs Altgemeinden und 24 Gemeindeteilen weiter gestärkt und ausgebaut wird".

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