20.12.2020 - 10:49 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Wegen Corona: Feuerwehr Zangenstein braucht Notkommandanten

Bei der Feuerwehr Zangenstein ist die Amtszeit der Kommandanten abgelaufen. Eine Neuwahl lassen die verschärften Corona-Regeln nicht zu. Nun hat der Marktgemeinderat eine "Notbesetzung" berufen.

Corona hat Auswirkungen auf den Feuerwehrdienst. Wegen der geltenden Beschränkungen konnte bei der Feuerwehr Zangenstein keine Kommandantenwahl stattfinden. Nun sind Notkommandanten im Amt.
von Helga ProbstProfil

Die aktuelle Lage der Corona-Pandemie führte dazu, dass der Schwarzhofener Bürgermeister Maximilian Beer zum ersten Mal in seiner fast 25-jährigen Amtszeit zwei Notkommandanten bestellen musste. Die geplante Neuwahl bei der Feuerwehr Zangenstein ließ sich wegen der geltenden Einschränkungen nicht vor dem Ablauf der Amtszeit verwirklichen. In Absprache mit dem bisherigen Befehlshaber der Wehr, Wolfgang Graf, wurde von einer zeitnahen Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters abgesehen.

Mit Grafs Zustimmung wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, einen Notkommandanten und einen Notstellvertreter einzusetzen. Vom Ende der laufenden Amtszeit bis zur Neuwahl bestellte der Marktgemeinderat nun einstimmig den bisherigen Kommandanten Wolfgang Graf und seinen Stellvertreter Michael Fichtl zu Notkommandanten. Für sie gelten die selben Eignungsvoraussetzungen wie für gewählte Kommandanten. Die Neuwahl erfolgt, abhängig von der aktuellen Corona-Situation, zu einem späteren Zeitpunkt in einer Dienstversammlung.

In der Schwarzhofener "Banditensiedlung" ist die Straßensanierung abgeschlossen

Schwarzhofen

Schwarzhofen ist einer von wenigen Märkten mit einer Baumschutzverordnung. In der jüngsten Ratssitzung wurde diese ersatzlos aufgehoben. Droht nun der Kahlschlag in privaten Grundstücken? „Ich hoffe, dass die Bürger vernünftig sind, und klar ist, dass nicht jeder schalten und walten kann wie er will“, sagte der Bürgermeister zu der Aufhebung. Anlass zu dieser Entscheidung waren Bäume in der Oberviechtacher Straße. Dort wurden bereits eine Schwarzpappel, eine Linde und eine Esche gefällt – "nicht erhaltungswürdig", so war das Urteil des zuständigen Kreisfachberaters. Bei einem Ortstermin im Vorfeld nahm das Gremium auch andere Bäume in dieser Straße in Augenschein. Dabei wurde festgestellt, dass bei weiteren Exemplaren eine sogenannte Verkehrssicherung notwendig ist.

Simon Heiser, der zuständige Sachbearbeiter bei der Verwaltungsgemeinschaft, hat ein Angebot zur Sanierung und teilweisen Fällung eingeholt. Vorgesehen ist eine Kronen-Einkürzung an einer alten Linde mit Sicherung und die Fällung von zwei Bäumen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das Forstunternehmen ist der Ansicht, dass es sich lohnt die Linde zu sanieren. Die Kosten dafür wurden auf 3000 Euro geschätzt. Die Fällung würde genauso viel kosten. Mit drei Gegenstimmen entschied sich das Gremium für den Erhalt der Ortsbild prägenden Linde, die dann für zehn Jahre sicher sein sollte.

Die Grundschule in Schwarzhofen wird auf Vordermann gebracht

Schwarzhofen

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass bei der Regierung der Oberpfalz ein Förderantrag für die Sanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule auf Finanzausgleichsmittel eingereicht werden soll. Der gestalterische Mehraufwand für die Ausbaumaßnahme „Ortsdurchfahrt“ in Schwarzhofen werde nicht auf die beitragspflichtigen Grundstücke umgelegt. Der Marktrat habe im Zuge der Gleichbehandlung mit den bereits im Gemeindegebiet durchgeführten Maßnahmen so entschieden.

In seinem Rückblick ging Beer auf seine Wiederwahl im März und die größten Projekte in dem abgelaufenen Jahr ein, das durch Corona zu vielen Ausfällen geplanter Veranstaltungen geführt habe. Mit Geschenken dankte er den bisherigen Bürgermeister-Stellvertretern Alfred Wolfsteiner und Edmund Sukale für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Marktgemeinde.

 

 

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