23.05.2019 - 19:41 Uhr
Schwend/BirglandOberpfalz

Elsässer Bürgermeisterinnen im Birgland

Es ist ein Beispiel für ein Miteinander in Europa: Bürgermeisterinnen aus dem Elsass besuchen die Gemeinde Birgland, um Erfahrungen auszutauschen und Anregungen zu bekommen.

Das ist Europa: Flagge zeigen für Frankreich und die EU vor dem Birgland-Wappen. Bürgermeisterin Brigitte Bachmann (Zweite von rechts) empfängt die Gäste aus dem Elsass im Rathaus in Schwend.
von Norbert WeisProfil

Es ist ein Beispiel für ein freundliches Miteinander innerhalb Europas: Bürgermeisterinnen aus Kommunen im Elsass besuchten die Gemeinde Birgland, um Erfahrungen auszutauschen und Anregungen zu bekommen. Von Dienstag bis Donnerstag waren die Bürgermeisterinnen Suzanne Lotz (Goxwiller), Esther Sittler (Herbsheim), Nicole Zehner (Neubois) und die Bürgermeister-Stellvertreterin Marie-Laure Pfeil (Batzendorf) in Bayern unterwegs, um sich über verschiedene Projekte zu informieren.

Europa mit Leben füllen

Am Mittwochnachmittag machten sie Station in der Gemeinde Birgland. Michael Stumpf, seit Jahren engagiert für enge Kontakte zwischen dem Elsass und Bayern, begleitete die Politikerinnen. Er war früher beim Amt für Ländliche Entwicklung und hat sich als Heimatforscher einen Namen gemacht. Brigitte Bachmann, die Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, lud die Gäste in der Pension Anni in Schwend zu einem Oberpfälzer Mittagessen ein. Beim anschließenden Informationsaustausch im Rathaus war der sanfte Tourismus der Schwerpunkt. Bachmann sieht angesichts der anstehenden Wahlen den Europagedanken im Aufwind: Es gebe in allen Altersstufen ein größeres Interesse daran, wie es weitergehen soll. Sie hofft auf eine gute Wahlbeteiligung. Einig war sie sich mit ihren Kolleginnen, dass es stark auf die Bürgermeister ankomme, den Europagedanken von der untersten Ebene her mit Leben zu erfüllen. Die elsässischen Bürgermeisterinnen stehen an der Spitze von Kommunen mit zwischen 700 und knapp 1000 Einwohnern. Die französischen Gemeinden sind sehr klein, etwa so, wie in Bayern vor der Gebietsreform. Deshalb seien sie auf Zusammenarbeit angewiesen.

Tourismusregion Birgland

Die Gemeinde Birgland sei eine Tourismusregion, sagte Bachmann. Zu Zeiten des geteilten Deutschland waren es vor allem Berliner, die die Transitstrecke für Urlaub in bergiger Landschaft nutzten. Dies habe sich gewandelt. Wellnessangebote hätten sich zu einem Schwerpunkt entwickelt. Dies habe in der Gastronomie zu einem Umdenken geführt. Der Birglandexpress sei wichtig, weil dadurch vor allem viele Gäste aus dem fränkischen Raum kommen. Großen Zuspruch bei der Bevölkerung fänden die Kirchweihfeste. Natürlich durfte auch ein Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde nicht fehlen. Danach ging es weiter zur Burgruine nach Lichtenegg und zur Firma E-Charge Barth in Schwend mit der E-Mobilität als Schwerpunkt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.