19.11.2019 - 17:10 Uhr
Oberpfalz

Seifenblasenglück

Sie zaubern uns ein Lächeln auf die Lippen, helfen wunderbar beim Entschleunigen und lassen uns wieder mehr im Augenblick verweilen. Pusten Sie mal wieder Seifenblasen, meint die OWZ-Glücksexpertin.

Immer öfter werden Seifenblasen als therapeutisches Mittel gegen Burnout, Stress und Depressionen eingesetzt.
von Autor EWAProfil

Philosophen betrachteten sie oft als Symbole für die Kurzlebigkeit des Schönen, Maler stellten mit ihnen immer wieder die Vergänglichkeit des Lebens dar - und doch spiegelt sich in ihnen immer wieder das Glück. Die Rede ist von Seifenblasen. Kinder und Erwachsene lieben sie gleichermaßen, immer und überall auf der Welt werden sie gleich gern gepustet. Und das inzwischen schon seit rund fünf Jahrtausenden. Da nämlich fanden die Sumerer heraus, wie man Seife siedet. Und ganz nebenbei erfanden sie dabei die Seifenblasen. Auch schon die alten Ägypter und alten Römer ließen die bunten Kugeln aus Seifenlauge in die Lüfte steigen.

Ganz offiziell "erfunden" wurden die Seifenblasen dann 1948 - von einem Schwaben. In einer Zeit, als im Nachkriegsdeutschland noch viel Hunger und Not herrschte, wollte der Chemiker Dr. Rolf Hein eigentlich ein Waschmittel herstellen, das er bei den Bauern gegen etwas zu essen tauschen konnte. Die Flüssigkeit schäumte allerdings viel zu stark, also füllte es der Chemiker kurzerhand in bunte Fläschchen, versah diese mit einem Deckel, an dem unten ein Pustering angebracht war, und brachte das Ganze als Spielzeug für Kinder unter die Leute. Auch heute noch kennen fast alle von uns auch noch die blauen Flaschen mit dem gelben Bären.

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal Seifenblasen gepustet? Das sollten Sie ruhig öfter tun, denn diese sind tatsächlich wahre Happymacher. Sie zaubern uns ganz schnell ein Lächeln auf die Lippen, helfen wunderbar beim Entschleunigen und lassen uns wieder mehr im Augenblick verweilen. Nicht umsonst werden die farbigen Kugeln aus Seifenlauge auch immer öfter als therapeutisches Mittel gegen Burnout, Stress und Depressionen eingesetzt. Inzwischen nutzt man die Blasen auch bei der Betreuung von Demenzkranken und zur Förderung sensorischer, motorischer und kognitiver Fähigkeiten. Seifenblasen machen also nicht nur glücklich, sondern auch noch gesund.

Wenn das kein guter Grund ist, mal wieder nach Herzenslust zu pusten. Denken Sie daran, wenn Sie später den Einkaufszettel schreiben. Setzen Sie doch am besten gleich noch ein Fläschchen Seifenblasenglück auf die Liste. Das gibt es nicht nur in Spielzeugläden, sondern oftmals sogar im Supermarkt. Natürlich können Sie die Seifenlauge auch selbst herstellen, das funktioniert ganz einfach: Einfach lauwarmes Wasser in einen Topf gießen, unter Rühren Spülmittel beifügen, nach einigen Minuten noch einige Tropfen Pflanzenöl dazugeben, fertig. Losgehen kann der Pustespaß. Dabei können Sie nebenbei auch noch etwas über das Glück lernen: Wenn nämlich eine Blase platzt, müssen Sie nicht traurig sein. Dann pusten Sie einfach eine neue.

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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