29.10.2020 - 16:27 Uhr
Sigl bei VilseckOberpfalz

Zweckverband Sigl-Sigras plant Sanierung der Wasserleitung

2020 und 2021 investiert der Zweckverband Sigl-Sigras etwas mehr als eine Million Euro in seine Wasserleitungen. Der Dreh am Hahn dürfte für die Abnehmer aber auch teurer werden.

Steigende Betriebskosten, Investitionen ins Leitungsnetz und die Neueinstellung eines stellvertretenden Wasserwarts werden sich wohl im Wasserpreis niederschlagen.
von Autor CTProfil

Nach der Begrüßung durch den neuen Vorsitzenden des Zweckverbandes Wasserversorgung Sigl-Sigras, Peter Gradl, besprachen die Verbandsmitglieder den noch vom bisherigen Geschäftsführer erarbeiteten Wirtschaftsplan. Investitionen werden aber in einem deutlich geringeren Ausmaß erfolgen, da die Maßnahmen zur Sanierung der Wasserleitungen im Verbandsgebiet erst umgesetzt werden, wenn ein Förderbescheid vom Wasserwirtschaftsamt vorliegt.

Geplant ist für das kommende Jahr die Erneuerung der Wasserleitung im Bereich Sigras - Kleinalbershof - Neuernsthof, Wickenricht - Seiboldsricht und der Anbindung von Schmalnohe und Streitbühl, was eine Länge von etwa 3,7 Kilometer bedeutet. 2020 stehen Einnahmen von 216 250 Euro Ausgaben von 269 640 Euro gegenüber. Das bedeutet einen Jahresverlust von 54 340 Euro. Dagegen ist der Vermögensplan in den Einnahmen und Ausgaben mit 882 000 Euro ausgeglichen. Kreditaufnahmen und Verpflichtungsermächtigungen sind nicht vorgesehen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wird auf 100 000 Euro festgesetzt.

Die vorliegende Haushaltssatzung wurde von der Verbandsversammlung einstimmig genehmigt. Auch der Finanzplan für die Jahre 2019 bis 2023, der als Schwerpunkt in den Jahren 2020 und 2021 Investitionen in Höhe von etwas mehr als einer Million Euro beinhaltet, wurde ausnahmslos befürwortet.

Keine Fördermittel für Lagerraum

Vorsitzender Peter Gradl und Geschäftsführer Andreas Kredler informierten die Versammlung über das Nein des Wasserwirtschaftsamts Weiden zum Förderantrag für die Ertüchtigung des Pumpwerks Stopfmühle mit der Schaffung eines Lagerraums und dem Einbau sanitärer Anlagen. Auch die Erneuerung der Steuerungsanlage und der Pumpen wurde nicht als förderfähig gesehen. In der Aussprache waren die Verbandsräte einhellig der Meinung, die Sanierungen im Hochbehälter Altmannsberg und im Pumpwerk unter den momentanen Voraussetzungen ruhen zu lassen. Es sollen Alternativen geprüft werden, wie diese Maßnahmen - gegebenenfalls ohne Fördermittel - umgesetzt werden könnten.

Im Rahmen der Sanierung des Brunnens 2 soll zeitnah die Gewährleistungsabnahme durchgeführt werden. Hierfür ist eine Kamerabefahrung vorgesehen. Gegebenenfalls muss auch eine Hochdruckreinigung gemacht werden. In diesem Zuge ist der Einbau der überholten Pumpe vorgesehen.

Nach drei Jahren steht zum 1. Januar 2021 eine Anpassung der Grund- und Verbrauchsgebühren an die Kostenentwicklung bevor. Steigende Betriebskosten, die getätigten Investitionen und die Neueinstellung eines stellvertretenden Wasserwarts werden wohl zu einer Gebührenerhöhung führen. Klarheit schaffen wird die Kalkulation durch die Kommunalberatung Radlbeck aus Straubing.

Neue Fachkraft in Sicht

Die Beitrags- und Gebührenzahler sollen bereits über die anstehenden Veränderungen informiert werden, da die Anpassung im Lauf des Jahres 2021 rückwirkend zum 1. Januar erfolgen wird. Die Verbandsversammlung erklärte ihr Einverständnis zu dieser Vorgehensweise.

Peter Gradl informierte die Versammlung schließlich noch, dass Johannes Wopperer mit dem Präsenzunterricht der Ausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik begonnen hat.

Auch in der Nachbarschaft wird das Wasser teurer

Edelsfeld
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