30.01.2019 - 11:42 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Ja zu allen Bauvorhaben

Der Bauboom in der Gemeinde Speichersdorf geht weiter. Für acht Bauanträge, davon vier Wohnhausneubauten, gab es grünes Licht.

von Arnold KochProfil

Der Bau- und Umweltausschuss genehmigte einstimmig eine Nutzungsänderung, die ein Speichersdorfer für die leerstehende Ladeneinheit in der Goethestraße beantragt hatte. Sie soll in eine Einliegerwohnung umgebaut werden. Bürgermeister Manfred Porsch erklärte, dass das Einverständnis der Nachbarn vorliege. Der notwendige Stellplatz könne auf dem Grundstück angelegt werden.

Ein Ehepaar aus dem Gemeindeteil Windischenlaibach plant, ein Wohnhaus in der Buchenstraße auf der Nordseite anzubauen. Das Vorhaben benötigt zur Genehmigungsfähigkeit Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes. Anstatt des vorgeschriebenen Satteldaches soll ein Flachdach errichtet werden. Zudem überschreitet der Anbau die festgesetzten Baugrenzen. Porsch erinnerte, dass sich der Bauausschuss bereits im Juli 2018 mit einer entsprechenden Bauvoranfrage befasst und zugestimmt hatte. Das Landratsamt habe einen positiven Bescheid erteilt, die Nachbarunterschriften lägen vor. Das Staatliche Bauamt als Eigentümer der angrenzenden Staatsstraße machte zur Auflage, dass das für den Geh- und Radweg auf dem Grundstück erforderliche Sichtdreieck von jeglicher Bebauung und Bewuchs bis zu einer Tiefe von zwei Metern und einer maximalen Höhe von 80 Zentimetern freizuhalten ist. Unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben stimmten die Räte zu.

Die Firma AGE Klein-Jena aus Mitterteich möchte auf dem Grundstück mit der Flurnummer 189/1, Gemarkung Wirbenz, einen Sozialcontainer für die Beschäftigten der auf diesem Grundstück betriebenen Biogasanlage aufstellen. Auch dazu gab es keine Gegenstimmen.

Auf dem Grundstück mit der Flurnummer 321, Gemarkung Kirchenlaibach, plant eine Familie aus Zeulenreuth ein unterkellertes Einfamilienwohnhaus mit Garage. Laut Porsch liegt für den Baubereich kein Bebauungsplan, jedoch eine rechtskräftige Einbeziehungssatzung vor. Das Grundstück liege damit innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortes. Die Nachbarn hätten schriftlich ihr Einverständnis erteilt. Der Bauausschuss hatte ebenfalls keine Einwände.

Eine in der Lainbachstraße in Speichersdorf wohnende Familie möchte in der Bürgermeister-Kohl-Siedlung in Plössen ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage errichten. Das Vorhaben liegt im Bereich des Bebauungsplanes "Allgemeines Wohngebiet Lerchenbühl". Es weicht mit dem geplanten Walm- statt Satteldach und hinsichtlich der überbaubaren Fläche von den Vorschriften ab. Davon erteilte das Gremium die Befreiung. Gleiches gilt für ein Einfamilienwohnhaus ohne Kellergeschoss im Hopfengarten. Auf dem am Fußweg liegenden Grundstück plant eine Speichersdorfer Familie statt des vorgeschriebenen Satteldachs ein Walmdach mit 23 Grad Neigung.

Der Eigentümer des Grundstücks mit der Flurnummer 1116, Gemarkung Haidenaab, hat vor, den Weiler in Lettenhof um ein Einfamilienwohnhaus zu erweitern. Ausbauen möchte ein Bewohner aus der Kemnather Straße das Dachgeschoss des Gebäudes auf der Flurnummer 49/1, Gemarkung Speichersdorf. Entstehen sollen dabei Dachgauben auf der Nord- und Südseite und ein 3 mal 6,5 Meter großer Balkon auf der Westseite. Porsch ergänzte, dass die Nachbarn zugestimmt haben und kein Bebauungsplan vorliegt. Gegen beide Projekte gab es keine Einwendungen.

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