25.09.2020 - 15:28 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Altes Speichersdorfer Rathaus ist neues Schmuckstück

Das alte Rathaus ist energetisch saniert und barrierefrei. Die Musikschule des Fichtelgebirgsvereins samt Speichersdorfer Musikanten und die Feuerwehr sind eingezogen. Daher schaute der Bauausschuss vorbei.

Der Bauausschuss besichtigte das fertig sanierte alte Rathaus. Im Zuge der Arbeiten ist auch ein Außenplattformlift (vorne rechts) installiert worden, der für einen barrierefreien Zugang zum Erdgeschoss sorgt.
von Arnold KochProfil

Bei der Besichtigung des alten Rathauses erläuterte Bürgermeister Christian Porsch, dass die Sanierungsarbeiten im November 2019 abgeschlossen wurden. "Wir sind glücklich und dankbar, für das alte Rathaus und das Nachbargebäude Jugendtreff eine hohe staatliche Förderung des Freistaates erhalten zu haben." Für die durch das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) bezuschusste energetische Sanierung des Rathauses fielen fast 270 000 Euro Baukosten an. Die Gemeinde erhält für das Haus der Generationen 152 000 Euro an staatlicher KIP-Förderung.

Überdachung für Außenlift

Architekt und Ratsmitglied Franc Dierl berichtete, dass zunächst der Sandsteinsockel repariert und stabilisiert wurde. Das denkmalgeschützte Gebäude erhielt neue Fenster und Innentüren sowie eine Innendämmung. Der geforderten Barrierefreiheit des Erdgeschosses kam die Gemeinde mit einem Außenplattformlift nach. Dafür soll noch eine Überdachung als Wetterschutz angebracht werden. Eine behindertengerechte Toilette wurde eingebaut. Das Dach erhielt eine neue Eindeckung mit Isolierung. Malerarbeiten, und Bodenbeläge wurden erneuert.

Probleme gab es mit der Trockenbau- und Fliesenfirma. Für deren Gewerke wurde Ersatz gefunden. Die Erdgasheizung wurde bereits vor vier Jahren erneuert. Aus Brandschutzgründen kann das Ober- und Dachgeschoss nicht mehr öffentlich zugänglich gemacht werden. Dafür wäre eine Außenfluchttreppe erforderlich geworden.

Ebenfalls ein Gebäude besichtigte der Bauausschuss in seiner Juli-Sitzung

Speichersdorf

Im Obergeschoss hat die Feuerwehr ein Bekleidungs- und Materiallager eingerichtet. Weitere Räumlichkeiten nutzt die Gemeinde als Bauarchiv. Der Leiter der Musikschule des Fichtelgebirgsvereins, Michael Pöllath, berichtete, dass das Gebäude seit einem Jahr die Musikschule und auch die Speichersdorfer Musikanten beheimatet. "Den Lehrern, Schülern macht's trotz Corona Spaß, das Musikwissen weiterzugeben und ein Instrument zu erlernen." Vor der Pandemie wurden Blasinstrumente, Keyboard, Akkordeon, Schlagzeug, Klavier, Flöte und Geige unterrichtet. Nach fünf Wochen Pause wurde der Einzelunterricht wieder aufgenommen. Drei Musiklehrer unterrichten zu Hause.

Gelungene Sanierung

Pöllath bezeichnete den Außenplattformlift als elegante und kostensparende Lösung, so dass auch gehbehinderte Musikinteressierte unterrichtet werden können. "Wir sind glücklich, danke für die gelungene Sanierung des alten Rathauses", sagte der Leiter abschließend. Porsch lobte die Musikschule für ihre Arbeit, ohne die es die Speichersdorfer Musikanten nicht gäbe.

Im Obergeschoss hat die Feuerwehr ein Bekleidungs- und Materiallager eingerichtet.
Hintergrund:

Spiegel und Schild für mehr Verkehrssicherheit

Beim Punkt „Sonstiges“ regte Annke Gräbner (SPD) den Aufbau eines Verkehrsspiegels auf Höhe der Abzweigung in Nairitz Richtung Ramlesreuth an. Bürgermeister Christian Porsch berichtete, dass der Spiegel an der Ecke Kreuz- und Bayreuther Straße aufgebaut wird. Auch Karl-Heinz Sehnke (FWG) war für einen Verkehrsspiegel in Windischenlaibach bei der Ausfahrt der Gärtnerei Bauer. Der Straßenbaulastträger der untergeordneten Straße sei für die Finanzierung des Spiegels verantwortlich, erläuterte dazu Porsch.

Zur Anfrage von Claudia Fischer (SPD) zum Zusatzschild „Vorsicht Reiter“ für Guttenthau berichtete der Vorsitzende, dass dieses bei der Verkehrsschau genehmigt wurde. Zu ihrer Anfrage zum Stand der Erwerbsverhandlungen am Bahnhofsgelände berichtete das Gemeindeoberhaupt, dass sich die Verhandlungen weiter hinziehen. Thorsten Neugirg (FWG) wollte Näheres zum Bushäuschenstandort wissen. Laut Rathauschef führt die Gemeinde bereits Grundstücksverhandlungen. Ansonsten wird es am bestehenden Standort beleuchtet.

Karlheinz Sehnke (FWG) wies auf die schadhaften Spitzgrabensteine in der Egerer Straße hin, die repariert oder ausgetauscht werden müssten.

Das Alte Rathaus nach der Sanierung.
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