28.11.2019 - 12:57 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bauamt gegen Linksabbiegen

Acht Bauanträge und Infos zum geplanten Siedlungsgebiet mit Seniorenwohnanlage im Plössen standen im Mittelpunkt der Sitzung des Speichesdorfer Bauausschusses.

Von der Staatsstraße nach links ins geplante Wohnbaugebiet nördlich von Plössen abbiegen? Dagegen sperrt sich das Straßenbauamt. Die Erschließung soll daher über eine Einbahnstraße von der Bürgermeister-Kohl-Siedlung her erfolgen.
von Arnold KochProfil

Bürgermeister Manfred Porsch berichtete, dass im Zuge des Aufstellungsverfahrens zum Bebauungsplan für das Wohnbaugebiet nördlich von Plössen im Zuge der ersten öffentlichen Auslegung ein gewichtiger Einwand des Straßenbaulastträgers der Staatsstraße vorliegt. Dieser betrifft die Erschließung des Wohnbaugebietes mit Seniorenwohnanlage des Investors und Grundstückseigentümers Dieter Küfner aus Mainleus. Das Straßenbauamt ist gegen die geplante Anbindung des Baugebietes durch Linksabbiegen auf der Staatsstraße. Es schlägt entweder eine durch den Erschließungsträger zu bauende Linksabbiegerspur oder eine Lösung mittels einer Einbahnstraße vor.

Diese soll über die vorhandene Wegeanbindung der Bürgermeister-Kohl-Siedlung von Süden nach Norden mit Brücke zum geplanten Baugebiet führen. Der Investor schlägt die Einbahnregelung vor, die er auf eigene Kosten bauen muss. Der Weg ist in einer Breite von 3,5 mit angrenzendem Mehrzweckstreifen mit 2,5 Metern geplant. Die Anlieger der öffentlichen Straßenfläche werden nicht beitragsmäßig belastet.

Laut Porsch ist die Nachfrage nach den Baugrundstücken und insbesondere nach den Seniorenhäusern im östlichen Bereich sehr hoch ist. In der Diskussion stellte er fest, dass der Baustellenverkehr nicht durch die Siedlung, sondern mittels Baustellenzufahrt direkt von der Staatsstraße aus möglich sein werde. Näheres wird in der nächsten Gemeinderatssitzung entschieden.

Zur Anfrage von Franz Schmidt (FW) über den Sachstand beim Imbissstand auf dem Schützenhausgrundstück, erklärte das Gemeindeoberhaupt, dass der Betreiber aufgefordert worden sei, diesen zu beseitigen. Das Abstellen sei diesem nur vorübergehend erlaubt worden. Zudem würde nur die Genehmigung für einen Imbisswagen ohne Vorbau in Aussicht gestellt. Schmidt wies ferner auf die Oberflächenschäden des Gehsteiges im Bereich Creußener Straße zum Oberen Markt hin. Günther Bauer (UBV) bat, den Abbau der alten Werbeanlage auf der Zufahrt zum Altenheim mit dem Eigentümer zu besprechen, um die Sicherverhältnisse im Einmündungsbereich zu verbessern.

Unter "Sonstiges" teilte Porsch mit, dass der Gemeinde Informationen über den Neubau der Eisenbahnbrücke in der Ganghofer Straße vorliegen. Darüber werden der Gemeinderat und die Öffentlichkeit in der Dezembersitzung in Kenntnis gesetzt.

Hintergrund:

Für Bauherren nur positive Beschlüsse

Bürgermeister Manfred Porsch legte die Tekturplanung der Wirbenzer Firma Günthner Verwaltungs GbR) zur Errichtung eines Bürogebäudeanbaus zur Entscheidung vor. Das Unternehmen besitzt bereits für das neue Verwaltungsgebäude im Anschluss an den bestehenden Bürotrakt eine Baugenehmigung vom Juni 2019. Entgegen der bisherigen Planung soll der Verbindungsbau zum Baubestand nicht ausgeführt werden. Das Gebäude wird dadurch 4,07 Meter Richtung Süden, in der Breite 1,91 und in der Höhe einen Meter kleiner. Der Änderungsplanung stimmten die Räte geschlossen zu.

Im Westen von Selbitz plant der Eigentümer, das Anwesen auf der Flurnummer 600, Gemarkung Plössen, abzureißen. Der Ausschuss nahm davon Kenntnis. Dort möchte eine Familie aus Speichersdorf ein Einfamilienhaus mit Garage, Nebengebäude und Carport errichten. Die Zustimmung zur Abstandsflächenübernahme hat der Nachbar erteilt. Das geplante Bauvorhaben fügt sich in die Umgebung ein. Die Nachbarunterschriften liegen vor. Die Eigentümerin eines Anwesens im Löhnsweg will im Genehmigungsfreistellungsverfahren auf dem Grundstück eine Garage errichten. Auch hier gab es keine Einwände, ebenso bei einem geplanten Hackschnitzelbunker sowie der Umnutzung eines Rübenkellers in einen Heizraum auf einem Anwesen in Frankenberg (Flurnummer 3474, Gemarkung Prebitz).

Auf einer Teilfläche der Flurnummer 8 in Guttenthau möchte eine Familie ein Wohnhaus mit Doppelgarage in E+1-Bauweise mit einer Dachneigung von 22 Grad errichten. Für das an der Ortsdurchfahrt im Kurvenbereich liegende Areal gibt es keinen Bebauungsplan. Zum Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides erklärte der Ausschuss sein Einverständnis. Die geplante Bebauung füge sich in die Ortslage ein, die Erschließung mit Wasser, Kanal und Straße sei gesichert.

Das Gremium nahm von der Beseitigungsanzeige zum Abriss einer Garagenanlage in der Ringstraße in Speichersdorf Kenntnis. Dort soll eine Großraumgarage mit einem Ausmaß von 15 mal 7 Metern errichtet werden. Es gab auch hier keine Einwände.

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