04.07.2021 - 09:56 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Erste Flasche Speichersdorfer Hell

Ein Bürgermeister bekommt immer wieder mal Geschenke von Gästen im Rathaus. Auch Christian Porsch. Doch so ein Mitbringsel wie das des Speichersdorfers Steffen Waris hatte er wohl noch nicht erhalten.

Die erste Flasche der Sorte „Urwis Hell“ überreichte Bierbrauer Steffen Waris an Bürgermeister Christian Porsch (von links).
von Arnold KochProfil

Hobbybrauer Steffen Waris überraschte zur Biergarten-Saison Bürgermeister Christian Porsch mit der ersten Flasche selbst gebrauten Bieres. Die Idee dazu entstand während der Corona-Zeit und aufgrund des Umzugs seiner Familie von München zurück nach Speichersdorf.

Dieser Schritt sei erfolgt, "damit unser Sohn die Nähe der Großeltern hat und wir zurück zu den Wurzeln meiner Frau kommen", berichtet der Hobbybrauer. So verlief die Eingewöhnungsphase problemlos, und die Familie fühlt sich inzwischen in ihrer alten neuen Heimat rundum wohl. "Das haben wir in erster Linie der gesamten Familie, aber tatsächlich auch den Menschen in unserer Nachbarschaft zu verdanken. Wir sind hier sehr herzlich aufgenommen worden. Gerade in diesen schwierigen Zeiten will man dann auch etwas zurückgeben, und die Biertradition in Speichersdorf ist ja bislang recht überschaubar", erklärte Steffen Waris mit einem Augenzwinkern.

"Es ist zwar recht spannend, in der eigenen Küche zu experimentieren, aber auf Dauer keine Lösung."

Steffen Waris sucht eine passende Braustube

Damit das nicht so bleiben muss, ist der Hobbybrauer auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. "Es ist zwar recht spannend, in der eigenen Küche zu experimentieren, aber auf Dauer keine Lösung", hat der Hobbybrauer festgestellt. Dabei spielt Speichersdorf nach wie vor eine wichtige Rolle, schließlich ist das der Untertitel der Sorte "Urwis Hell".

Name aus dem Polnischen

Der Begriff "Urwis" kommt aus dem Polnischen und bedeutet frei übersetzt etwa "Lausbub". Eine Kombination aus der Herkunft der aus Oberschlesien stammenden Schwiegereltern und durchaus eine der Charaktereigenschaften des zwei Jahre alten Sohnes Fabian der Familie Waris. Da der Kleine aber als Brauhelfer noch nicht infrage kommt, hatte der Hobbybrauer Unterstützung aus der eigenen Familie. "Ja, alleine brauen ist nicht nur langweilig. Es werden bereits beim Einmaischen mehr als zwei Hände benötigt."

Ihn unterstützte dabei der Ehemann seiner Schwägerin am Brautag, und Waris setzt auf dessen weitere Unterstützung: Es soll ja nicht die letzte Flasche des Speichersdorfer Bieres gewesen sein.

Professionelle Aufmachung

Bürgermeister Christian Porsch freute sich sichtlich über die gelungene Überraschung. Eine eigene Biersorte habe Speichersdorf noch gefehlt. Das Beispiel zeige, wie schnell man in Speichersdorf heimisch werden könne und welche Möglichkeiten die Region biete. "Es ist schön zu sehen, dass immer mehr Menschen in unsere Gemeinde zurückkehren und sich bei uns engagieren. Wir arbeiten jeden Tag daran, unsere Gemeinde weiter voranzubringen, die notwendige Infrastruktur zu bieten und Wohnraum zu schaffen", versprach Porsch im Gespräch mit Patrizia und Steffen Waris.

Beim Brauen sind einige Eschenbacher bereits einen Schritt weiter

Eschenbach

Zudem dankte er für die Ehre, die Flasche Nummer 1 des neuen Speichersdorfer Bieres in Empfang nehmen zu dürfen und staunte über die professionelle Aufmachung des Gerstensaftes. Wer die Familie Waris bei der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit unterstützen kann, meldet sich einfach per E-Mail an steffen.waris[at]gmx[dot]de. Im Wesentlichen ist ein Raum mit Wasser-, Abwasser- und Stromanschluss und einem Fenster ausreichend.

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