29.01.2020 - 17:21 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Gemeinderat von Jugendstätte beeindruckt

Seit Anfang Oktober 2019 steht der Bayerischen und Landkreisjugend eine moderne Jugendstätte für Freizeiten zur Verfügung. Der Gemeinderat war beeindruckt.

Kreisjugendring-Vorsitzender Christian Porsch (Zweiter von links) führte die Mitglieder des Bauausschusses sowie weitere Gemeinderäte durch die neue Jugendstätte.
von Arnold KochProfil

Die Einladung des Kreisjugendrings Bayreuth (KJR) zur Besichtigung der Jugendstätte nahm der Bauausschuss ergänzt vom fast vollständigen Gemeinderat dankend an. KJR-Vorsitzender Christian Porsch erläuterte seinen Ratskollegen er die Finanzierung und Konzept des mit Kosten von 3,3 Millionen Euro größte Bauprojekt des KJR in den vergangenen 35 Jahren.

Seinen Worten nach ordnet sich das 30 mal 16 Meter große Gebäude mit 4000 Kubikmetern Rauminhalt in die dörfliche Struktur des Ortes direkt neben der Dorfkirche bestens ein. Es spreche einen weiten Nutzerkreis an, der Behindertengruppen und Schulklassen im Rahmen der Inklusion mit einschließe. 34 Personen finden auf 975 Quadratmetern Grundfläche Platz.

Die Aufnahmekapazität kann mit Zustellbetten auf 40 erhöht werden. Die Jugendlichen werden in Zimmern mit höchstens vier Betten mit je einer mit Dusche und Waschbecken ausgestatteten Nasszelle und getrenntem WC untergebracht. Als Selbstversorgerhaus verfügt es über eine Küche und Speiseräume. Der Landkreis Bayreuth hat mit 1,6 Millionen Euro den Löwenanteil getragen. Zuschüsse kamen vom Bayerischen Jugendring und der Oberfrankenstiftung.

Die Jugendstätte ist an allen Wochenenden und in den Ferien bereits komplett bis September ausgebucht. Der KJR will jetzt vermehrt Schulklassen zum Besuchen während der Woche einladen. Nach der Kooperation mit dem ASV Haidenaab-Göppmannsbühl sollen weitere mit dem Fichtelgebirgsverein und Institutionen folgen. Hausmeister Reinhard Schlöger betreut mit einem allgemein zugänglichen Defibrillator ausgestattete Gebäude. Derzeit wird das Außenspielgelände mit Zeltplatz geplant. Es soll bis Herbst fertiggestellt sein.

Bei einem Rundgang erläuterten Porsch und Reiner Nürnberger von der KJR-Geschäftsstelle die Räumlichkeiten und Funktionalitäten der Jugendstätte, von der die Räte tief beeindruckt waren. Im Anschluss fand die erste Bauausschusssitzung in 2020 im Konferenzraum mit der Behandlung von 10 Bauanträgen statt (Kasten).

Zum Thema Sonstiges teilte dort Bürgermeister Manfred Porsch mit, dass die Regierung von Oberfranken für die Erweiterung der Kindertagesstätte Birkenweg die Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn erhalten habe. Bei der Ausführung sind die Hinweise des Behindertenbeauftragten zu beachten. Bis 1. Juni ist mit dem Bau zu beginnen. Die Kosten betragen 1 139 700, die zuwendungsfähigen Kosten 543 721 Euro. Die Gemeinde erhält dazu 337 000 Euro Zuschuss. Das Bodenproben-Gutachten wird in Kürze beim Statiker vorliegen. Der Bezug ist im nächsten Jahr vorgesehen.

Gerd Zetlmeisel (CSU) wies auf Borkenkäferbefall eines gemeindlichen Waldgrundstückes am Gemeindeweiher hin. Zudem liegt dort Müll.

Die Frage von Norbert Veigl (CSU) zu den Eigentumsverhältnissen von an Bachufern stehenden Bäumen beantwortete der Rathauschef dahingehend, dass diese Eigentum des jeweiligen Grundstückseigentümers seien, wenn der Bach kein Anliegerbach und eigens abgemarkt sei.

Die Führung von Kreisjugendring-Vorsitzendem Christian Porsch (Vierter von links) ging auch in den Speiseraum.
Hintergrund:

Zehn Bauvorhaben und genauso oft ein Ja

Eine Familie aus Lauf/Pegnitz plant den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Carport in der Creußener Straße. Der Bebauungsplan sah dort ein Mehrfamilienwohnhauses vor. Nach einer Grundstücksteilung wird nun eine Seite bebaut. Entsprechend der Planung sind Befreiungen bezüglich Dachform (Zelt- statt Satteldach), -neigung (22 statt 36 bis 42 Grad), -überstand (75 statt 50 Zentimeter) und -farbe (Grau statt Rot), liegende statt stehende Fensterformate, Oberkante Fußboden (40 statt 15 Zentimeter), Dachform Garage (statt Sattel- Flachdach) sowie der Baugrenzen notwendig. Dem stimmte das Gremium zu. Zusätzlich legte es fest, dass der Antragsteller die Kosten der Zufahrt und für das Absenken des Gehweges trägt.

Von der Genehmigungsfreistellung für den Neubau von drei Einfamilienwohnhäusern durch eine Wohnbau- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus Schwabach auf zwei Grundstücken im Hopfengarten nahmen die Räte Kenntnis. Laut Manfred Porsch lag für ein Grundstück bereits eine rechtskräftige Baugenehmigung zur Errichtung von zwei Mehrfamilienwohnhäusern mit acht Wohneinheiten vor. Sie sollten als Eigentumswohnungen verkauft werden. Eine Bürgerinitiative der umliegenden Grundstückseigentümer habe den Eigentümer zur Umplanung gedrängt.

Ein Ehepaar aus Speichersdorf möchte im Weiler Hundsmühle ein Einfamilienwohnhaus mit Carport, Außensauna, Naturteich und Pflanzenkläranlage bauen. Porsch erläuterte, dass das Vorhaben im Geltungsbereich der erlassenen Einbeziehungssatzung „Hundsmühle“ liege. Der Bauvoranfrage sei 2017 bereits zugestimmt worden. Auflage ist jetzt, dass das Carportgebäude mindestens 2,5 Meter von der straßenseitigen Grundstücksgrenze abgerückt werden muss, um die Sichtverhältnisse beim Einfahren in die Gemeindeverbindungsstraße zu verbessern.

Der Eigentümer eines Wohnhauses Am Bach in Göppmannsbühl möchte dieses mit einem teilweise unterkellerten Wintergarten mit Windfang im Süden erweitern. Ein Paar aus Selbitz plant im Ort ein Wohnhaus mit Doppelgarage in E+1-Bauweise mit Zeltdach. Das Vorhaben ist durch seine Lage im Geltungsbereich der Einbeziehungssatzung Selbitz zulässig, die Erschließung gesichert. Der Eigentümer des ehemaligen Bäckereigebäudes in Zeulenreuth will die ehemaligen Geschäftsräume in Wohnfläche umwandeln. Allen drei Maßnahmen stimmte das Gremium einstimmig zu.

In einem Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage möchte einmal eine Familie aus Haag im Baugebiet Hopfengarten leben. Dem Bauvorhaben und der notwendigen Befreiung von den Bebauungsvorschriften für ein Walmdach stimmte der Ausschuss zu.

Ein Anwesen in der Friedhofsstraße soll drei Dachgauben erhalten. Die Bauvorschriften sind eingehalten, die Nachbarunterschriften liegen vor. Das Vorhaben unterliegt der Genehmigungsfreistellung.

In der Industriestraße darf einmal ein sechs auf achteinhalb Meter großer Pavillon mit Flachdach in Containerbauweise stehen. Darin soll ein Motorradservice mit Reifen- und Zubehörangebot Platz finden. Der Ausschuss stimmte zu.

Im Genehmigungsfreistellungsverfahren wollen zwei Antragsteller aus der Kreuzstraße das aufgelassene Gaststättengebäude in der Goethestraße zu einem Wohngebäude umbauen und eine neue Garage errichten. Davon nahm das Gremium Kenntnis.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.