28.09.2020 - 12:48 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Jugendtreff Speichersdorf wartet auf neues Nutzungskonzept

Neben dem alten Rathaus hat die Gemeinde Speichersdorf das Gebäude des Jugendtreffs energetisch sanieren lassen. Es wartet auf neue Nutzer und soziale Aufgaben.

Energetisch saniert sind der Jugendtreff und das Haus der Vereine mit neuem barrierefreien Zugang an der Gebäuderückseite. Die Gemeinde arbeitet derzeit ein Konzept aus, wie das Anwesen künftig genutzt werden kann.
von Arnold KochProfil

Der Bauausschuss besichtigte den im Zuge des Kommunalinvestitionsprogramms energetisch sanierten Jugendtreff und Haus der Vereine in der Kemnather Straße. Bürgermeister Christian Porsch berichtete, dass mittels einer Rampe auf der Rückseite ein barrierefreier Zugang sowie eine behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss geschaffen wurden. Die Heizung und die Fenster seien erneuert, die Außenwände innen gedämmt und die Räume gestrichen worden. Die Außenfassade blieb unverändert erhalten.

144 000 Euro Förderung

Die Baukosten betrugen insgesamt 167 000 Euro, für die ein Zuschuss aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) in Höhe von 144 000 Euro gewährt wurde. Laut Porsch wird für das Gebäude derzeit ein Gesamtnutzungskonzept erarbeitet. Aktuell üben die Fichtenhornbläser im Erdgeschoss, und im Obergeschoss ist die Landjugend eingezogen. Der früher von der Jugend genutzte Raum mit Küchenzeile im Erdgeschoss ist als Ausweichquartier für die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe im Gespräch. Diese ist derzeit im Untergeschoss der sanierungsbedürftigen Festhalle untergebracht. Dort fehlt vor allem ein behindertengerechtes WC. Für die Festhalle wird eine Gesamtsanierung oder Ersatzlösung ins Auge gefasst.

Platz für Obdachlose

Im Obergeschoss besteht zudem auch die Möglichkeit der Unterbringung von Obdachlosen. Das Gremium bezeichnete die Gebäudesanierung als gelungen. Bei Vorliegen eines Nutzungskonzeptes werden je nach Bedarf noch Bodenbeläge erneuert.

Eine weitere Station des Bauausschusses war das alte Rathaus

Speichersdorf
Energetisch sanierterJugendtreff und Haus der Vereine
Im ehemaligen Jugendraum könnte die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe ihr Ausweichquartier beziehen.
Hintergrund:

Zwölf Bauanträge

Der Bauausschuss behandelte zudem zwölf Bauanträge. Diesen stimmte das Gremium zu beziehungsweise erteilte benötigte Befreiungen oder nahm lediglich davon Kenntnis:

  • Der Eigentümer des Anwesens in Nairitz möchte das Zweifamilienwohnhaus seiner Eltern mit einem doppelgeschossigen Anbau an der Gebäudewestseite erweitern. Das Obergeschoss wird mit einem Übergang mit dem ersten Stockwerk des bestehenden Gebäudes verbunden.
  • Für einen Sichtschutzzaun Richtung Süden auf einem Grundstück in der Kantstraße beantragt dessen Eigentümer eine isolierte Befreiung von den Bebauungsvorschriften. Die 1,80 Meter hohe Einfriedung aus Alurahmenprofilen überschreitet die zulässige Zaunhöhe von einem Meter. Gleiches gilt für eine Einzäunung eines mit einem Wohnhaus bebauten Grundstückes im Baugebiet Hopfengarten. Der Zaun soll hier 1,5 Meter hoch werden. Das Sichtdreideck an der Grundstücksnordgrenze ist davon ausgenommen.
  • Der Eigentümer eines neu errichteten Wohnhauses in Haidenaab plant auf seinem Grundstück an der Gemeindeverbindungsstraße Richtung Wirbenz eine landwirtschaftliche, 12 mal 10 Meter große Geräte- und Lagerhalle.
  • Ein Speichersdorfer Ehepaar will auf einem nördlich des Schützenheimes angrenzenden Grundstück ein Einfamilienwohnhaus in E+1-Bauweise mit Garage errichten. Die Zufahrt erfolgt über die Parkfläche des Schützenhausgrundstückes. Die wegemäßige Erschließung wäre zwar durch eine neu zu bauende Straße auf dem angrenzenden landwirtschaftlichen Grundstück vorgesehen, doch dieses ist für eine Bebauung nicht verfügbar. Aufgrund der geänderten Situierung der Gebäude sind mehrere Befreiungen von den Bebauungsvorschriften notwendig. Die wasser- und abwassermäßige Erschließung erfolgt über vorhandene Leitungen auf dem Parkplatzgrundstück.
  • Einen Antrag auf Vorbescheid stellte ein Selbitzer Bauherrenpaar. Es möchte auf einem momentan im Außenbereich liegenden Grundstück südwestlich der Ortschaft bebauen. Mit dem Landratsamt gilt es zu klären, ob das Areal samt weiterer Umgriffsflächen durch eine Einbeziehungssatzung in den Innenbereich überführt werden kann.
  • Der Eigentümer eines Baugrundstückes im Hopfengarten möchte ein Einfamilienwohnhaus samt Doppelgarage im Genehmigungsfreistellungsverfahren errichten.
  • Der neue Eigentümer eines Anwesens oberhalb des Schlosses in Frankenberg ist im Besitz einer Baugenehmigung zu dessen Sanierung und Ausbau. Doch dieses ist derart marode, dass für die zusätzlich erforderlichen Um- und Neubauarbeiten eine Tekturgenehmigung erforderlich ist. Die denkmalgeschützte Mauer bleibt erhalten.
  • Die Raiffeisenbank lässt im Auftrag des Eigentümers des Baugrundstücks in der Creußener Straße die Bebauungsalternativen mittels einer Bauvoranfrage prüfen. Geplant ist, ein Wohngebäude bis zur Bauweise E+1+D zu errichten. Gegen die aufgezeigte Bauform samt notwendiger Befreiung von den rund 50 Jahre alten Bebauungsvorschriften gab es keine Einwände. Die bauliche Verwendung des Grundstücks wäre aus Sicht der Gemeinde sinnvoll, um die Pflege anstatt wachsendem Wildwuchs zu gewährleisten.
  • Ein Kemnather Paar plant auf dem seit 25 Jahren als Kinderspielplatz genutzten Grundstück in Haidenaab ein Wohnhaus in E+1-Bauweise mit Flachdach. Für die Dachform ist eine Ausnahme von den Bebauungsvorschriften erforderlich.
  • Ein Ehepaar aus München plant, in der Leipziger Straße ein Einfamilienwohnhaus mit Garage zu errichten.
  • Ein Feldkirchener Ehepaar möchte sich einen ebenerdigen Bungalow mit Walmdach im Baugebiet Hopfengarten bauen lassen.
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