Speichersdorf
10.11.2022 - 10:53 Uhr

Junge Musik-Preisträger begeistern bei Konzert in Speichersdorf

Die Crème de la Crème des musikalischen Nachwuchses Oberfrankens stand auf der Bühne der Sportarena. In Speichersdorf bewiesen neun Nachwuchskünstler, warum sie bei "Jugend musiziert" zu Preisträgern erster Klasse gekürt worden waren.

Zum krönenden Abschluss des Landes- und Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" durften die Preisträger als Solisten mit dem Hofer Symphonieorchester unter Leitung von Michael Falk vor heimischem Publikum auftreten. Olivia Wild vom Jean-Paul-Gymnasium in Hof, seit 1994 Kooperationspartner der Hofer Symphoniker ist, führte durch das Programm.

Zum Auftakt ließen Theresa Härtl-Müller (16, Hof) und Lilly Rödel (15, Zedtwitz) auf Blockflöten sowie Isolda Schlotter (16, Hof) mit dem Cello barocke Musik und André Weiß (18, Selbitz) auf dem Cembalo den ersten Satz Allegro des Brandenburgischen Konzerts Nr. 4, G-Dur, BMV 1049, erklingen.

Die 14-jährige Sina Martens aus Bamberg begeisterte mit dem Violinkonzert e-Moll, op. 64, von Felix Mendelsohn Bartholdy. Der jüngste Star des Abends war der elfjährige Luka Storozhenko aus Hof. Auf dem Violoncello trug er "Der Schwan" aus dem "Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saëns (1835 bis 1921) vor. Dem Gitarrenduo Oskar Bense (15, Hof) und Jule Wiertelorz (14, Hof) lauschte beim Stück "Ein Gnom namens Gnibbom", Concertino Nr. 2, sogar dessen Komponist Dietmar Ungerank.

Drei Mal Hofer Symphoniker

Von Camille Saint-Saëns stammte auch der 3. Satz aus dem Violinkonzert Nr. 3. h-Moll, op. 63, den Jonas Appelfeller (14, Memmelsdorf) auf der Violine präsentierte. Für den orchestralen Rahmen zu Beginn, nach der Pause und am Ende sorgten die Hofer Symphoniker selbst. Die Ouvertüre der Oper "Ruslan und Ludmilla" von Michail Glinka (1804 bis 1857) eröffnete den Abend. Mit der Navarraise aus der Oper "Le Cid" von Jules Massenet (1842-1912) war aus der französischen Gattung der Grand Opéra Ballettmusik zu hören, für die einige typisch spanische Tänze als Vorlage verwendet wurden. Noch einmal auf die iberische Halbinsel ging es am Ende mit dem Stück "Espania" des französischen Komponisten Emmanuel Chabrier.

Arbeit und Disziplin

"Es war ein Genuss für die Ohren - unheimlich toll, was da heute Abend geboten wurde", war Bezirkstagspräsident Henry Schramm bei der Preisverleihung begeistert. Er zeigte sich angetan von den hervorragenden Beiträgen der Preisträger. Einmal mehr habe sich gezeigt, dass Oberfranken mit Preisträgern auf Landes- und Bundesebene über ein beeindruckendes Potenzial für Musikkarrieren verfüge und dass man besonders auf dem Land Spitzenmusik erleben könne. Es sei bewundernswert, was die jungen Menschen leisten, was an Arbeit und Disziplin investiert und wie Anspannung überwunden werde. Als eine Aufgabe des Bezirks sah Schramm, den musikalischen Nachwuchs zu unterstützen, jungen Menschen eine Bühne zu bieten und sie so auf ihrem Weg zu großen Karrieren zu begleiten.

In der internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau in Lichtenberg finden im dreijährigen Turnus Meisterkurse für junge 170 Musiker aus 25 Ländern statt. Zudem wird das Oberfränkische Jugendsymphonieorchester vom Bezirk finanziert. Die Förderung mit 5 Millionen Euro sei gut angelegtes Geld, betonte Schramm.

Ausdrücklicher Dank galt den Hofer Symphonikern um den in der Jugendarbeit erfahrenen Dirigenten Michael Falk und Intendantin Cora Bethke. Durch die bewährte Partnerschaft habe Musik in Oberfranken internationale Qualität erreicht. Schramm schloss in seinen Dank auch alle Bezirksmitarbeiter ein, die mit ihrer Arbeit Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein würdevolles Leben bereiten. "Musik fordert die jungen Menschen, bestärkt sie in ihrem Tun und fördert die Persönlichkeitsentwicklung und Bildung", so Speichersdorfs Bürgermeister Christian Porsch. Musik schaffe Begeisterung, Selbstverwirklichung und Selbstbestätigung. Er dankte dem Bezirk, dass nach 2010 mit dem Preisträgerkonzert Speichersdorf zum zweiten Mal zum Zentrum klassischer Musik werden durfte. Die Preisträger würden so Vorbilder auch für Nachwuchskünstler in der FGV-Musikschule werden.

Hintergrund:

60. Wettbewerb "Jugend musiziert"

Der Regionalwettbewerb 2023 für die Region Bayreuth/Kulmbach:

  • findet am 4./5.Februar 2023 in der Städtischen Musikschule Bayreuth statt
  • ausgeschrieben für folgende Kategorien: Solowertung: Klavier, Harfe, Gesang, Drum Set (Pop) und Gitarre (Pop); Ensemblewertung: Kammermusik für Streichinstrumente, für Blasinstrumente, für gemischte Instrumente, Akkordeon-Kammermusik, besondere Besetzungen (Neue Musik) und JuMu open (auf Landesebene)
  • Anmeldeschluss ist Montag, 15. November, 18 Uh
  • Anmeldeformular unter www.jugend-musiziert.org/ausschreibung.html
 
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