28.07.2020 - 12:47 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Kaum noch freie Plätze in den Kindergärten in Speichersdorf

Die Betreuungsplätze in den Kindertagesstätten der Gemeinde Speichersdorf sind schon wieder fast vollständig belegt. Die Verlängerung der Containerlösung ist weiter eine Option.

Die Container am Kindergarten Birkenweg sind aufgestellt und beherbergen ab Herbst eine weitere Gruppe, bis der bereits beschlossene Anbau bis nächstes Jahr fertiggestellt ist.
von Arnold KochProfil

Der Bedarf in der Kindertagesbetreuung wächst weiter. Diese erfreuliche Tatsache verdeutlichte Bürgermeister Christian Porsch in der Gemeinderatssitzung mit der Bekanntgabe der Belegungszahlen der kommunalen Betreuungseinrichtungen. "Die dritte Kindergartengruppe im Kindergarten Sankt Franziskus ist schon voll belegt. Die Zahl der angemeldeten Kinder in der Kinderkrippengruppe ist mit 12, die der zweiten und dritten Kindergartengruppe mit 28 Kindern ausgereizt. Nur in der ersten Gruppe ist bei 27 Kindern ein Platz frei." Porsch berichtete, dass mit der Pfarrei als Träger vereinbart worden sei, dass der Kindergarten um eine weitere Notgruppe in den vorhandenen Containern erweitert werden könne.

Kapazität ausgereizt

Auch die Kapazität des Kindergartens Santa Maria ist mit 12 Anmeldungen in der Krippen- und 28 Plätzen in der Kindergartengruppe ausgereizt. Im Kindergarten Birkenweg, der mit einer Containerlösung verstärkt wurde, ist die Belegungszahl mit jeweils zwei Mal zwölf Kindern in der Krippe sowie 26 und 27 Kindern bei 28 Plätzen im Kindergarten auch schon fast voll besetzt.

Im Kindergarten Breslauer Straße ist die Krippe mit 12 Anmeldungen voll, im Kindergarten ist von 28 Plätzen nur noch einer frei. Fakt ist, dass 62 Vorschulkinder im kommenden Kindergartenjahr in den kommunalen Einrichtungen betreut werden. Davon fallen 20 Mädchen und Buben in den Kann-Zeitraum zur Einschulung vom 1. Juli bis 30. September. Eine Prognose ist schwierig, ob eine Einschulung dann stattfindet; es entscheidet hier der Elternwille.

Ausreichend Schüler

Das Gemeindeoberhaupt gab auch einen zahlenmäßigen Überblick über Klassen und -stärken in der Grund- und Mittelschule. Ab September besuchen jeweils 17 neue Abc-Schützen die beiden ersten Klassen. In der zweiten Jahrgangsstufe werden in zwei Klassen 27 und 28 Schüler, in der dritten jeweils 20 Kinder unterrichtet. Gleiches gilt auch für jeweils 22 Kinder in der vierten Klasse. In der Mittelstufe von den Klassen 5 bis neun ist ein durchgängiger Klassenlauf durch ausreichend Schülerzahlen gewährleistet. In der fünften Klasse sind es 19, in der sechsten 15, in der siebten 13, in der achten 15 und in der neunten 14 Schüler.

Vorhersagen zu künftigen oder vorzeitigen Schulübertritten seien auch wegen der Unsicherheit bei den Eltern im Hinblick auf den regionalen Schulbetrieb und die Wirtschaftslage in und nach Corona nicht möglich.

Der Platznot im Kindergarten St. Franziskus begegnet die Gemeinde mit einem Erweiterungsbau.

Speichersdorf

Laut Porsch nutzt die Gemeinde das staatliche Angebot für ein Sonderbudget zur Aufrüstung mit digitalen Endgeräten an Grund- und Mittelschulen. Hier werden - wie bereits mit der vorhandenen Hardware - neue Leihgeräte für das Lernen zu Hause beschafft. Nachdem die Gemeinde bereits Laptops für die Mittelschule beschafft hat, werden jetzt Tablets für die Grundschule gekauft. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 12 907 Euro, die vom Staat getragen werden. Die Gemeinde übernimmt hierbei nur die Wartungskosten in Höhe von 600 Euro pro Jahr. Die Geräte gehen ins Gemeindeeigentum über.

Die Container am Kindergarten Birkenweg (links) sind aufgestellt und beherbergen ab Herbst eine weitere Gruppe, bis der bereits beschlossene Anbau bis nächstes Jahr fertiggestellt ist.
Hintergrund:

Personenstandsurkunden jetzt auch per Internet

Zum Thema „Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung“ ergänzte Gemeindeoberhaupt Christian Porsch, dass die Serverumstellung reibungslos binnen drei Tagen bewältigt worden sei. Künftig könnten auch Personenstandsurkunden per Internet beantragt werden. Hierfür erhielt die Gemeinde einen Zuschuss von 4712 Euro bei Gesamtkosten von 5236 Euro. Die Erweiterung des EDV-Systems mit dem Gemeinderatsinfosystem soll dann im Herbst erfolgen.

Information:

Markterkundung für Breitbandausbau

Zum Breitbandausbau teilte Rathauschef Christian Porsch mit, dass die Umsetzung des landkreisweiten Projektes zur Beseitigung der sogenannten „Weißen Flecken“ (Aufrüstung der Bereiche mit einer Bandbreite von unter 30 Mbit auf mindestens 50 Mbit) im Zuge der Bundesförderung für 2020/2021 zugesagt wurde. Geplant ist auch, in das Förderprogramm für Gewerbetreibende (Glasfasernetz mit bis zu 1 GigaBit) und Privatnutzer (bis zu 200 Mbit) einzusteigen. Mit Unterstützung der Breitbandberatung Bayern wird derzeit hierzu eine Markterkundung mit angegliederter Bedarfsanalyse vorbereitet. Das Ergebnis wird im Herbst dem Gemeinderat vorgestellt.

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