14.12.2020 - 11:32 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Kurze (Leitungs)Wege

Speichersdorf setzt weiterhin auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. Mit Prebitz geht die Gemeinde einen gemeinsamen Weg in Sachen Abwasserbeseitigung.

Die Kläranlage in Frankenberg.
von Arnold KochProfil

Interkommunale Zusammenarbeit bedeutet immer einen Gewinn für alle Beteiligten. Diesen Weg geht Speichersdorf nun auch mit der Gemeinde Prebitz bei der Abwasserbeseitigung. Ab dem 1. Januar 2021 arbeiten beide Kommunen bei der Abwasserbeseitigung auch über Gemeindegrenzen hinweg zusammen.

Wie vom Wasserwirtschaftsamt Hof angeregt, erfolgt die Abwasserbeseitigung der beiden Prebitzer Ortsteile Klein- und Großkorbis über die neu errichtete Kläranlage im Speichersdorfer Ortsteil Frankenberg. Durch die kurzen Leitungswege und die zusätzliche Einleitungsmenge profitieren letztlich beide Seiten von der Zusammenarbeit.

Der Speichersdorfer Gemeinderat hatte im Herbst bereits grünes Licht für den Abschluss einer Zweckvereinbarung mit der Nachbargemeinde Prebitz zur künftigen gemeinsamen Abwasserentsorgung gegeben. Speichersdorf betreibt im Gemeindeteil Frankenberg eine in diesem Jahr fertiggestellte mechanisch-biologische Sammelkläranlage. Darin sollte auch das Abwasser aus den beiden Ortsteilen Klein- und Großkorbis eingeleitet und gereinigt werden. Bis zum Abschluss der Zweckvereinbarung und geregelten Abwasserentsorgung waren Bauvorhaben in den beiden Prebitzer Ortsteilen vom Kreisbau- und Wasserwirtschaftsamt zurückgestellt worden. Die Frankenberger Anlage ist für 125 Einwohnergleichwerte ausgelegt. 12 davon werden künftig für die Bewohner der beiden Prebitzer Ortsteile mit einer Abwasserhöchstmenge von 36 Kubikmetern pro Monat auf unbestimmte Vertragslaufzeit zur Verfügung gestellt. Die Schmutzfracht wird durch das Kläranlagenpersonal monatlich überprüft. Die entsprechenden Investitionskosten in Höhe von 9,6 Prozent übernimmt die Nachbarkommune. Gleiches gilt auch für die entsprechenden jährlichen Betriebs-, Unterhalts- und Verwaltungskosten. Das Satzungsrecht zur Erhebung von Herstellungsbeiträgen und Verbrauchsgebühren verbleibt bei der Gemeinde Prebitz. Als Investitionskostenerstattung wurden 55.519 Euro ermittelt.

Die Kosten für die Kläranlage in Speichersdorf waren geringer als veranschlagt

Speichersdorf

Zur Unterzeichnung der kommunalen Zweckvereinbarung trafen sich Speichersdorfs Bürgermeister Christian Porsch und sein Amtskollege Hans Freiberger im Speichersdorfer Rathaus und setzten ihre Unterschriften unter das Vertragswerk.

Christian Porsch (rechts) und Hans Freiberger bei der Vertragsunterzeichnung.
Die Kläranlage in Frankenberg.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.