93 junge Musiker, Dirigent Till Fabian Weser und Sopranistin Aleksandra Gawrych verwandelten am Ostersonntag die Sportarena in Speichersdorf in einen Konzertsaal. Zum Jugendsymphonieorchester Oberfranken auf Zeit hatten sie sich zusammengefunden. Eine Woche hatte das Projektorchester in Pottenstein geprobt. Bis zu neun Stunden täglich.
Das Ergebnis ihres intensiven Probens präsentierten die Künstler im Alter zwischen 14 und 25 bei ihrer kleinen Orchestertournee mit drei Aufführungen. Von Naila führte sie nach Speichersdorf und endete am Ostermontag in Bamberg. Am Ende der zweieinhalbstündigen Aufführung in der Sportarena stellte Bürgermeister Christian Porsch fest: „Gewaltig, was wir gehört haben.“ Rund 300 Besucher hatten sich vom Leistungsniveau begeistern lassen, das mit einem minutenlangen, stehenden Applaus belohnt wurde.
„So ein großes Orchester haben wir in Speichersdorf noch nicht gehabt“, betonte Christian Porsch in seiner Begrüßung. Das Orchester, dessen Träger der Bezirk Oberfranken ist, hat seine Heimat in der internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau in Lichtenberg.
Drei große Werke standen auf dem Programm des anspruchsvollen Klangkörpers. Verzaubert wurden die Zuhörer zu Beginn mit Auszügen aus dem Vorspiel und Liebestod von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ mit Sopranistin Aleksandra Gawrych. Leichtfüßig folgte das Konzert für Oboe und Orchester in C-Dur, KV 314, von Wolfgang Amadeus Mozart. Solistin Antonia Greifenstein, sie wird vom Verein „Junge Klassik fördern – Förderverein zur Unterstützung musikalischer Jugendlicher“ aus Nürnberg unterstützt, begeisterte mit der Oboe.
Nach der Pause zeigten die Nachwuchskünstler ihre hohe Qualität bei der Scheherazade op. 35 mit vier zusammenhängenden Sätzen von Nikolai Rimski-Korsakow. Im Vordergrund stand Elisabeth Schöneck mit der Violine.



















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