14.09.2020 - 10:09 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Norbert Nickl neuer Ortssprecher

Jetzt sind auch die ehemalige Gemeinde Nairitz und der Ortsteil Kodlitz mit einem Ortssprecher im Gemeinderat Speichersdorf vertreten.

Norbert NIckl (links) ist Ortssprecher von Nairitz und Kodlitz, Bürgermeister Christian Porsch gratuliert.
von Arnold KochProfil

Ungewohnt nach zwei gut besuchten Bürgerversammlungen und ziemlich leer präsentierte sich die Sportarena zur dritten Bürgerversammlung in Folge für die Ortsteile Nairitz und Kodlitz. Nur zehn wahlberechtigte Ortsbürger waren gekommen, um aktuelle Informationen aus der Gemeinde aus erster Hand zu erhalten und ihren Ortssprecher zu wählen. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christian Porsch schlug die Versammlung Norbert Nickl als Ortssprecher vor. Der verheiratete 47-Jährige Oberbauleiter im Bereich Hochbau ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt in Nairitz. Die Wahlberechtigten votierten einstimmig für das neue Mitglied des Speichersdorfer Gemeinderates.

Ergänzend zu den allgemeinen Informationen erklärte das Gemeindeoberhaupt, dass die Kommune nicht nur in den zentralen Orten Speichersdorf und Kirchenlaibach für Baurecht durch Bebauungspläne sorgt, sondern auch in den kleineren Ortsteilen wie in Nairitz und Kodlitz mit dem Baurechtsinstrument Einbeziehungssatzung das Bauen ermöglicht.

Auch in Haidenaab wurde ein neuer Ortssprecher gewählt.

Speichersdorf

Bei der Vorstellung der Kläranlagensanierung wurde die große Kostenexplosion von 3 Millionen Euro nach einer Planung im Jahr 2008 und jetzt 9,1 Millionen Euro hinterfragt. Porsch erläuterte, dass erhöhte Anforderungen an die Abwasserreinigung, Klärschlammbehandlung und -entsorgung sowie massiv gestiegene Baukosten ursächlich für die Verdreifachung der Sanierungskosten seien. So müssten eine Phosphateleminierung, Anlagen zur besseren Separierung, Ausfaulung und Entwässerung des Klärschlammes gebaut werden. Da für die beiden Ortsteile vor nicht allzu langer Zeit erst Herstellungsbeiträge von den Anwesensbesitzern erhoben wurden, hinterfragte man den geplanten Verbesserungsbeitrag für die Entwässerungsanlage.

Porsch erläuterte, dass zu den 9,1 Millionen Euro Baukosten rund 1,6 Millionen Euro an Zuschüssen gewährt werden. Wie der Eigenanteil auf den geplanten Verbesserungsbeitrag und auf Gebühren verteilt wird, darüber müsse der Gemeinderat nach Kenntnis von Beispielrechnungen entscheiden. Sicher ist, dass eine reine Gebührenfinanzierung ausscheiden muss, da die Vorfinanzierung den Haushalt der Gemeinde in Form von Schuldenaufnahmen zu stark belasten und die Abwassergebühr massiv nach oben treiben würde. Ein Teilnehmer wies darauf hin, dass besonders die Eigentümer von Anwesen in den Ortsteilen stärker betroffen sein werden, da dort die Grundstücke und beitragspflichtigen Flächen großer dimensioniert sind.

Zum Thema Breitbandversorgung bestätigten die Teilnehmer, dass für beide Ortsteile bis zu 100 Mbit/s an Leitungskapazität zur Verfügung stehen. Das zweite Breitbandförderprogramm läuft 2021 auf Landkreisebene an. Hier werden 181 Kilometer an Glasfaserkabeln in allen beteiligten Gemeinden verlegt.

Porsch bestätigte, dass die Unterhaltungskosten für den kürzlich aufgestellten Defibrillator durch die Gemeinde übernommen werden.

Zum Thema Wünsche regte eine Teilnehmerin an, die Busverbindung für weiterführende Schulen morgens Richtung Weiden so vorzuverlegen, dass auch der Anschlusszug erreicht werden kann.

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