26.02.2019 - 15:55 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Nur wenige Bürstenlängen vorne

Die Formel 1 startet am 17. März in die neue Saison. Spannende Autorennen gab aber schon am Samstag im Speichersdorfer Slotcarcafé zu sehen – wenn auch 24 Nummern kleiner.

Zusammen mit Vorjahressiegerin Janina Potzel (links) und Doris Herrmann zeichnet Rennleiter Xavier Tan mit Benedikt Bartl, Johannes Dötsch und Manfred Rubenbauer (von rechts) die schnellsten Fahrer bei den Erwachsenen aus.
von Hubert Lukas Kontakt Profil

Von der Rennstrecke drang auch kein dröhnendes Motorengeräusch, sondern ein elektrisches Surren und das Kratzen der Schleiferbürsten: Die Carrera-Profi-Liga 2019 machte Station in Olaf Herrmanns Slotcarcafé. 8 Kinder und Jugendliche sowie 28 Erwachsene waren angetreten, um in den beiden Altersklassen die Qualifikanten für das Finale am 18. Mai in der Carrera-World in Zirndorf bei Nürnberg zu ermitteln.

An insgesamt 14 Orten, 13 in Deutschland und eine in Österreich, erhalten die jeweils drei Erstplatzierten in jeder der beiden Altersgruppen die Chance, um den Titel "Carrera-Profi-Liga"-Champion mitzufahren.

Drei Mal 15 Runden auf der 28,4 Meter langen Strecke im Café von Herrmann galt es für die 10- bis 17-Jährigen zu absolvieren. Die Älteren mussten ihren "Boliden", ein BMW M1 Procar "Regazzoni No. 28" im Maßstab 1:24, möglichst schnell und geschickt um die Kurven jagen. Das Geschehen auf der Rennbahn moderierte Xavier Tan, Rennleiter bei Carrera.

Nach 45 Runden fiel die Zielfahne bei Eric Bischof nach 411,591 Sekunden. Der Bayreuther setzte sich bei den Jugendlichen damit vor den Kemnather Matthias Dötsch (414,533) und den Matti Bischof (418,260), ebenfalls Bayreuth. Bei den Erwachsenen zeigte die digitale Stoppuhr bei Olaf Herrmann nach 60 Runden insgesamt 544,551 Sekunden an. Er trat jedoch von seinem ersten Platz zurück, "weil ich als Veranstalter sowieso zum Finale eingeladen werde", erklärt der 51-Jährige. Mit zwei Begleitpersonen werde er im Mai jedoch nur Zuschauer sein. Von seinem Schritt profitierte Johannes Dötsch. Der Kemnather war mit einer Endzeit von 545,580 etwas über eine Sekunde langsamer. Auf Rang zwei schob sich Manfred Rubenbauer (546,334) aus Hirschau, gefolgt vom Pegnitzer Benedikt Bartl (546,742).

Zum zweiten Mal nach 2018 ermittelt die Carrera-Profi-Liga ihre Champions. Das habe es schon früher gegeben, jedoch als eine Art Deutsche Meisterschaft, erklärt Herrmann. beim neuen Wettbewerb sei jetzt auch eine Station in Österreich mit dabei. Speichersdorf sei der 4. der 14 Termine gewesen. Zum zweiten Mal hatte sich der 51-Jährige erfolgreich um die Austragung beworben. Der Vorteil des vor vier Jahren im Obergeschoss des Schützenheimes eingerichteten Cafés, sei die Öffentlichkeit. Im Gegensatz zum "Flying Skulls Slotcar Club Speichersdorf" sei bei vielen anderen Vereinen die Rennbahn "auf engem Raum auf dem Dachboden oder in einem Keller aufgebaut". Daher habe ihn Carrera mit "Kusshand" genommen. Wie die restlichen zwölf Mitglieder sei er stolz, dass die Profi-Liga mit in Speichersdorf ausgetragen wird, "das ist schon ein Höhepunkt".

Wer von Hannes König, Tom Endres und Matti Bischof macht wohl in dieser Runde das Rennen? Nicht nur Oliver Endres, Johannes Dötsch und Maximilian Neumann (von rechts) fiebern mit den jugendlichen Fahrern.
Rennleiter Xavier Tan (rechts) und Vorjahressiegerin Janina Potzel gratulieren Matti und Eric Bischof sowie Matthias Dötsch (von links) zu ihrem Erfolg in der Jugendklasse.
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