16.03.2020 - 17:40 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

UBV zieht mit der CSU gleich

Nur leichte Sitzverschiebungen verzeichneten die vier zur Gemeinderatswahl angetretenen Parteien und Wählergruppierungen bei der Gemeinderatswahl in Speichersdorf. Die UBV holt sich einen Sitz von der CSU

Im Speichersdorfer rathaus gibt es ab Mai einen neuen Chef. Und im Gemeinderat haben die Kommunalwahl ebenfalls Veränderungen zur Folge.
von Arnold KochProfil

Nur leichte Sitzverschiebungen verzeichneten die vier zur Gemeinderatswahl angetretenen Parteien und Wählergruppierungen. Die Unabhängige Bürgervertretung (UBV) holt sich einen Sitz von der CSU.

Gegenüber dem Überraschungsergebnis bei der Wahl des ersten Bürgermeisters, in der Christian Porsch (UBV) mit 50,36 Prozent deutlich die meisten Stimmen auf sich vereinigte und ganz knapp eine Stichwahl vermeiden konnte, gab es bei der Wahl des Gemeinderates leichte Verschiebungen. Mit 31,82 Prozent der abgegebenen und gültigen Stimmen erreichte die CSU mit 19 176 Stimmen eine knappe Stimmenmehrheit vor der UBV. Sie kam auf 30,76 Prozent bei einer Gesamtstimmenzahl von 18 534.

SPD und FWG behalten Mandatszahl

Die Freien Wähler erreichten 19,68 Prozent und 11 861, die SPD 17,73 Prozent bei 10 684 Stimmen. Daraus ergibt sich folgende vorläufige Sitzverteilung: CSU- und UBV-Fraktion jeweils 6, SPD- und FWG-Fraktion jeweils vier Sitze. Die SPD und FWG konnten ihre Mandatsanzahl verteidigen, die CSU musste ein Mandat an die UBV abtreten.

Die CSU sank in der Wählergunst von 36,73 auf 31,82 Prozent. Die UBV steigte sich von 25,54 auf 30,76 Prozent. Die FWG und SPD blieben im Ergebnis annähernd gleich zur Wahl 2014.

Sieben Neue

Nach dem vorliegenden vorläufigen Endergebnis ziehen für die CSU Franc Dietl (12,43 Prozent), Matthias Busch (9,87), Wolfgang Hübner (9,28), Bernhard Stahl (neu, 7,34), Melanie Herrmann (7,01) und Gerd Zetlmeisl (6,65) in das neue Gremium ein. Zum 30. April werden Norbert Veigl und Günter Vogel aus der CSU-Fraktion ausscheiden. Beide haben nicht mehr kandidiert.

Die künftige UBV-Fraktion bilden Christian Bäß (8,80), Roland Steininger (8,81), Jürgen Günthner (neu, 5,78) Rudi Kirchberger (5,68), Johannes Frank (neu, 5,52) und Ursula Hörath (neu, 4,74). Ihr gehören künftig Christian Porsch als neuer Bürgermeister und Günter Bauer nicht mehr an. Rudi Kirchberger machte von Platz 17 auf 4 den größten Sprung in der Wählergunst.

Für die FWG ziehen Thorsten Neugirg (neu, 11,80), Hans Schmid (8,20), Gernot Hammon (8,12) und Karl-Heinz Sehnke (neu, 7,29), für die SPD Rudi Heier, (16,95) Claudia Fischer (12,32), Annke Gräbner (10,84) und Jan-Michael Fischer (neu, 9,72) ein.

SPD-Bürgermeisterkandidat Markus Neubauer erhielt 941 Stimmen (8,81 Prozent). Die meisten Stimmen konnten die beiden Bürgermeisterkandidaten Christian Porsch (3 827) für die UBV und Franc Dierl (2 383) für die CSU auf sich vereinen. Es folgten Rudi Heier (1811) für die SPD und Thorsten Neugirg (1 400) für die FWG.

Die Wahlbeteiligung lag bei insgesamt 4647 Wahlberechtigten bei 69,18 Prozent, die Zahl der ungültigen Stimmabgaben bei 64. Das beste Stimmbezirksergebnis erzielte die UBV mit 39,95 Prozent im Stimmbezirk Windischenlaibach/Nairitz/Kodlitz/Frankenberg, die SPD mit 22,73 und die FWG mit 27,11 Prozent in Plössen/Ramlesreuth. Die CSU erreichte ihr besten Stimmbezirksergebnis im Briefwahlbezirk 3 mit 35,95 Prozent.

Bisher waren weiterhin Lothar Graf, Karl Braun und Heiko Adelhardt als Ortssprecher im Gremium vertreten. Bis zum 30. April sind noch Rudi Heier (SPD) und Wolfgang Hübner (CSU) die Stellvertreter des aus dem Amt scheidenden Bürgermeisters Manfred Porsch.

Auf Zusammenarbeit setzen

Aufgrund der Sitzkonstellation von jeweils vier (SPD, FWG) und sechs Sitzen (CSU, UBV) darf man auf die Wahl der neuen Stellvertreter von Christian Porsch (UBV) gespannt sein. Eine absolute Mehrheit hat keine der vier Parteien, die auf gute Zusammenarbeit in den nächsten sechs Jahren bauen werden.

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