19.11.2020 - 13:05 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Aus dem Gemeinderat Speinshart: Generalsanierung des Gemeindezentrums macht große Fortschritte

Es tut sich einiges auf den beiden Baustellen im Klosterdorf: Die Innensanierung des Gemeindezentrums schreitet ebenso planmäßig voran wie der Ausbau der Scheunen hinter dem "Haus der Dorfkultur".

Die großzügige Förderung aus Dorferneuerungsmitteln nutzend, investiert das Klosterdorf über eine Million Euro in die Innensanierung des Gemeindezentrums. Bereits vor einigen Jahren sanierte die Gemeinde mit Hilfe des staatlichen Energiesparprogrammes die Fassade.
von Robert DotzauerProfil

Im Rahmen einer Zwischenbilanz zur Innensanierung des Gemeindezentrums berichtete Bürgermeister Albert Nickl in der Sitzung des Gemeinderats von einer zeit- und planungsgerechten Fortsetzung der Arbeiten. So informierte er über den weitgehenden Abschluss der Fliesenarbeiten sowie über die Montage der WC-Trennwände

Außerdem verwies Nickl auf die derzeit laufende Erneuerung der Holzdecke im großen Saal und den Einbau neuer Türen im Saal-Foyer. In Kürze werden das Geländer und die Treppe im Saal montiert, kündigte er an.

Die neue Granit-Treppe im Treppenhaus sei bereits verlegt. Den Einbau aller Innentüren kündigte der Sitzungsleiter für Dezember 2020 an.

Albert Nickl gab zudem die nichtöffentliche Vergabe weiterer Bauaufträge bekannt: für die Kücheneinrichtungen zum Preis von 46.728 Euro an die Firma Möbel-Bauer Pressath und für die Errichtung des Windfanges mit Kosten von knapp 40.000 Euro an die Firma Bauelemente Arnold in Altenstadt/WN.

Mehr aus dem Gemeinderat Speinshart

Tremmersdorf bei Speinshart

Coronabedingt sei der Einbau der Lüftungsanlage für die Küche etwas verschoben worden, teilte der Gemeindechef mit. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten rechnet er bis Ende des Jahres. Kleinere Restarbeiten werden sich bis zum Ende des ersten Quartals 2021 hinziehen.

Gute Ausbaufortschritte macht ein weiteres Projekt: Mit der Auftragsvergabe für die gemeindeeigenen Scheunen im rückwärtigen Bereich des "Hauses der Dorfkultur" nähert sich die ebenfalls mit erheblichen Mitteln der Dorferneuerung eingeleitete Sanierung dem Ende zu.

Albert Nickl gab die Vergabe der Schreinerarbeiten zum Preis von 6061 Euro an die Firma Mayer in Kastl bei Amberg bekannt. Die Firma Kalkbrenner aus Sulzbach-Rosenberg erhielt für 29.000 Euro den Auftrag für die Metallbauarbeiten.

In Kürze folge die Ausschreibung der Elektroarbeiten, sagte der Bürgermeister. Zum Großteil abgeschlossen seien die Verputzarbeiten.

Erfreuliches verkündete der Bürgermeister schließlich zum privaten Bauboom in der Kommune. Die Räte erteilten das sogenannte gemeindliche Einvernehmen für drei Wohnaus-Neubauten in Zettlitz und im Baugebiet "Maifurt" in Tremmersdorf.

Wegen der Abweichung von Bebauungsplänen sind allerdings Genehmigungsverfahren durch die Baubehörde notwendig. Zustimmung fand ebenso der Antrag auf einen Wohnhausausbau mit Errichtung von Gauben im Ortsteil Höfen.

Eine Generalüberholung erfährt auch der große Saal des kommunalen Veranstaltungszentrums.
Hintergrund:

"Betonstraße" erhält neue Bankette

Albert Nickl berichtete ferner über Reparatur- und Pflegemaßnahmen an Gemeindestraßen, Flurwegen sowie Straßenentwässerungs- und Flurgräben. Beispielhaft verwies er auf die Instandsetzung der Straßenbankette der „Betonstraße“ mit einem Kostenaufwand von circa 3500 Euro.

Auch Grabensäuberungen entlang von Gemeinde- und Flurwegen seien erfolgt: zum Teil durch das Bauhofpersonal, aber auch durch Fachfirmen. Lob gab es für Landwirte für die Bereitschaft zur Lagerung von Sedimentmaterial in den angrenzenden Feldern.

Im Foyer führt eine neue Treppe mit gediegenen Granitstufen in das erste Stockwerk.
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Karl-Werner Schramm

VORSICHT! GEMEINDE SPEINSHART VERSTÖSST GEGEN DIE VORGABEN DER BAYERISCHEN STAATSREGIERUNG

Stellv. Bürgermeister Roland Hörl bleibt seit Ende 2019 entscheidende Antworten zu Fragen der Wasserversorgung, wie z.B. die Entwicklung der Pegelstände schuldig. Erneute unerledigte Anfragen, zuletzt vom 18.8.2020 erhärten den Vorsatz zur Intransparenz. Baugebiete dürfen nämlich nicht zu zusätzlichem, nicht nachhaltigen Wasseraufkommen bei der Nutzung von Tiefengrundwasserkörpern, wie es die Gemeinde macht, führen. Damit wird die Sicherheit der Wasserreserven und der Bürger vorsätzlich gefährdet.

Regierungsseitig heißt es:
„In der Oberpfalz sind bedingt durch den hydrogeologischen Bau und die vertikale Überlagerung einzelner Grundwasserleiter gebietsweise gut geschützte ergiebige Tiefengrundwasservorkommen (langsam regenerierende Grundwassersysteme) vorhanden. Dies betrifft im Wesentlichen die nur sehr langsam am aktuellen Wasserkreislauf teilnehmenden tieferliegenden Grundwasserstockwerke im westlichen Teil der Oberpfalz. Die Tiefengrundwässer sind überwiegend gespannt, sauerstoffarm und häufig wegen geogen erhöhter Eisen- und Mangangehalte aufbereitungsbedürftig. Isotopenhydrologische Altersuntersuchungen dieser Grundwässer zeigen hohe Anteile alter Grundwasserkomponenten. Die charakteristische natürliche Reinheit der Tiefengrundwässer ist jedoch bereichs-weise bereits durch anthropogene Einflüsse beeinträchtigt (zum Beispiel erhöhte Nitrat- und PSM-Gehalte), wobei die Verlagerung der Schadstoffe durch Tiefengrundwasserentnahmen grundsätzlich beschleunigt wird. Die komplexen hydrogeologischen Randbedingungen der Tiefengrundwasservor-kommen erfordern eine besonders ressourcenschonende Bewirtschaftung, da zum Beispiel nutzungs-bedingt eingetragene Schadstoffe aufgrund der sehr langen Grundwasserneubildung nur sehr schwer beziehungsweise in menschlichen Zeiträumen gegebenenfalls überhaupt nicht aus dem Tiefengrundwassersystem entfernt werden können.
Aufgrund der lang andauernden Regenerationsprozesse der Tiefengrundwasservorkommen, ist für die nachhaltige Bewirtschaftung grundsätzlich eine Gewinnung aus oberflächennahen Grundwasservorkommen anzustreben.“

Da die Gemeindeversorgung nur auf Tiefengrundwasservorkommen basiert, ist der derzeitige Umgang damit weder nachhaltig noch langfristig gesichert.
Also Vorsicht bei Aussagen „Wir haben eine gute Wasserqualität“ wenn konkrete Angaben zur Nachhaltigkeit verweigert werden und noch schlimmer offenbar nicht im Bewusstsein der Verantwortlichen verankert sind. Deshalb gilt es in der Gemeinde noch intensiveres Controlling durch die Bürger einzufordern, da auch der Gemeinderat leichtfertig über schwerwiegende potentielle Folgen ihres Handelns auf Kosten der Zukunft und der jungen Menschen hinweggeht.

Das gilt übrigens auch für Finanzierung der hochgelobten Förderanteile, denn ein Förderanteil von 90 % erfordert immer noch eine Eigenbeteiligung von 200000 Euro für das Gemeindezentrum. Damit erhöht sich die Pro-Kopf Belastung der Bürger auf fast 200 Euro zusätzlich, auch für jeden Senior und jedes Neugeborene. Also bitte nicht nur einzelne Zahlen vorlegen, sondern die Gesamtkostenrechnung! Am besten bevor man noch die Dreistigkeit wiederholt an den Tag legt, sich im Grunde nur für die Vergrößerung des Schuldenberges der Bürger ein Eigenlob zu erteilen.

21.11.2020