08.04.2019 - 11:43 Uhr
SpeinshartOberpfalz

"Herzenssprache" wirken lassen

In den nächsten drei bis fünf Jahren muss die Erneuerung der Kirche greifen. Dies fordert Zentralpräses Thomas Schmid bei der Marianischen Männer-Congregation. Sonst drohe "ein Absturz", warnt er.

Bezirksobermann Max Pravida begrüßt Präses Thomas Schmid und Pater Benedikt Schuster (von links) beim Einkehrtag.
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Schmid war der Referent beim Einkehr- und Besinnungstag in der Fastenzeit, zu dem sich Sodalen der Marianischen Männer-Congregation (MMC) der Bezirke Armesberg und Fahrenberg sowie weitere Gäste aus dem Südbereich im Kloster Speinshart trafen. Bezirksobmann Max Pravida begrüßte dazu außerdem Bezirkspräses Pater Benedikt Schuster sowie Präfekt Peter Krikorka.

Der Zentralpäses führte ausgehend von seinem neuen Auftrag “Neuevangelisierung und pastorale Erneuerung” im Bistum zum Thema des Einkehrtags hin. Dieses lautete “ansprechender Gott und hörende Kirche”. Zu seiner Forderung nach einer Erneuerung der Kirche wies er darauf hin, dass man diese aber nicht “neu machen” könne, da sie auf Gott gegründet sei.

Nicht mit institutionellen Änderungen und nicht mit Machtspielen, sondern durch eine heilende und zugewandte Kirche werde sich etwas ändern. Die innere Erneuerung müsse aber immer bei jedem Einzelnen beginnen, machte Schmid deutlich. Sie werde möglich durch das hinhörende Herz auf den uns ansprechenden und gegenwärtigen Gott in der Eucharistiefeier und in der eucharistischen Anbetung.

Der Referent verdeutlichte diesen “ansprechenden Gott” am Kreuzzeichen: "Mit 'im Namen des Vaters' bekunden wir, daß Gott - der 'Ich bin da' - immer am Anfang steht und dass wir an ihn glauben." Er spreche alle Herzen an. Um diese “Herzenssprache” in sich wirken zu lassen sei wieder mehr Stille und Schweigen wichtig.

In den Worten “und des Sohnes” gebe sich Gott ein wirkliches “Gesicht”, nämlich in seinem Sohn Jesus Christus. Daher spreche Gott durch den Mund Jesu direkt mit den Gläubigen im Evangelium. Durch den Glauben an ihn werde auch in ihnen Gottes Wort wiederum Fleisch. "Mit den Worten 'und des heiligen Geistes' bitten wir, dassGott in uns und in der ganzen Kirche wirke und wir uns von Gott inspirieren lassen. Zugleich bekennen wir den dreifaltigen Gott", merkte Schmid an.

Die Identifikation mit dem katholischen Glauben werde besonders deutlich, "wenn wir die Seligpreisungen Jesu aus der Bergpredigt in uns wirken lassen", erklärte der Zentralpräses. Gerade die Ideale der Bergpredigt würden im Wirken von Papst Franziskus immer wieder in den Vordergrund gestellt. Der Einkehrtag wurde fortgeführt mit der Einladung zum Bußsakrament, die rege angenommen wurde. Der erfüllte Tag endete mit der Messe in der Klosterkirche.

MMC-Einkehrtag in Speinshart.
Zentralpräses Thomas Schmidt und Präfekt Peter Krikorka (von links) bei den Fürbitten.
Sodalen mit Präses Thomas Schmid beim Einkehrtag.
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