10.07.2020 - 10:45 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Innensanierung des Speinsharter Gemeindezentrums wird teurer

Sanierungsmaßnahmen haben ihre Tücken. Da wird aus einer "mittleren Baustelle" schnell ein Großprojekt, sagt Bürgermeister Albert Nickl mit Blick auf die Innensanierung des Speinsharter Gemeindezentrum.

Noch auf der Baustelle entscheidet sich der Speinsharter Gemeinderat für den Bau eines Glas-Windfanges vor dem Haupteingang des Gemeindezentrums.
von Robert DotzauerProfil

40 Jahre Nutzung zehren an der Bausubstanz des Speinsharter Kulturtempels. Nach der mustergültigen Außensanierung einschließlich Wärmedämmung nutzten Bürgermeister und Rat die Gunst der Stunde, bei noch bestehenden hohen Fördermöglichkeiten den Innenbereich des Gemeindezentrums zeitgemäß zu ertüchtigen. Bei einem Ortstermin des Gemeinderates erläuterten Bürgermeister Albert Nickl und Architekt Wolfgang Schultes den Stand der Baumaßnahme. Bürgermeister und Planer berichteten vom Abschluss der Rohbauarbeiten und verwiesen auf die weit fortgeschrittene Sanitär- und Elektro-Installation. Der Baufortschritt ermögliche auch den Beginn der Innenputzarbeiten, erklärt Wolfgang Schultes.

Weniger erfreulich waren für das Gremium Kostensteigerungen. Auf zunächst 1,079 Millionen Euro veranschlagt, informierte der Bürgermeister über Teuerungen bei verschiedenen Gewerken und durch nicht eingeplante Zusatzleistungen. Kostensteigernd nannte Nickl vor allem die Erneuerung der Deckenverkleidung. Unter den Sichtbrettern verdeckt befinde sich eine Mineralwoll-Folie in Auflösung. Eine neue Deckenverkleidung und der Einbau einer Fluchttreppe im Saal seien ebenso kostenträchtig wie eine bessere Bühnen- und Technikausstattung.

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Eine längere Diskussion entwickelte sich zur Frage eines größeren Foyers. Durch die Verlegung der Küche verkleinert sich der Vorraum des Gemeindezentrums. Der Bürgermeister plädierte deshalb für den Anbau eines Windfanges, um besonders bei Großveranstaltungen mehr Bewegungsfläche im Eingangsbereich zu erreichen. Lösungsmöglichkeiten zeigte Architekt Wolfgang Schultes mit den Varianten „Wintergarten“, Satteldach- und Flachdach-Vorbau auf. „Wir liefern euch alles“, zeigte sich Schultes offen für alle Lösungen. In der Diskussion tendierte das Gremium für einen Windfang aus Glas. Viligran und elegant sollte er sein, hieß es aus den Reihen des Gemeinderates und auch Nickl bewertete die Wintergarten-Variante als optimale Lösung. Einstimmig billigte das Gremium noch vor Ort den Glasanbau.

Die Begeisterung trübte allerdings ein Blick auf die Kostenentwicklung. Der Bürgermeister kam auf Kostensteigerungen von insgesamt 140.000 Euro. Die neue Gesamtkostenschätzung beträgt 1,22 Millionen Euro. Zu rechnen ist mit einer staatlichen Förderung von 800.000 Euro. Albert Nickl beeilte sich, mit Blick auf den Zuschuss dem Amt für Ländliche Entwicklung zu danken. Ohne die großzügige Förderung aus Mitteln der Dorferneuerung wäre das Projekt nicht zu stemmen, so der Gemeindechef. Gleichzeitig äußerte er die leise Hoffnung auf eine Förderfähigkeit der Mehrkosten.

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