15.09.2021 - 18:35 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Meinung: KI-Zentrum Speinshart - ja warum denn nicht

Irgendwie unwirklich – das Kloster Speinshart soll bei einer der führenden Technologie eine wichtige Rolle spielen – und zwar weltweit. Aber wieso, soll so etwas nicht in die Nordoberpfalz passen, fragt sich Wolfgang Würth.

Seit Jahrhunderten gelten Bayerns Klöster als Orte des Denkens. In Speinshart soll das so bleiben, und das Prämonstratenserkloster beim Thema "Künstliche Intelligenz" (KI) in Bayern eine zentrale Rolle übernehmen.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
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Künstliche Intelligenz - an dem Begriff kommt man schon lange nicht mehr vorbei, wenn es um die ganz großen Trends der Zukunft geht. Künstliche Intelligenz aber mit dem Örtchen Speinshart und dem Kloster zu verbinden - darauf kam bisher niemand.

Und auch nachdem bei der Sitzung des KI-Rats im Kloster am Mittwoch das Potenzial in den höchsten Tönen gelobt wurde - irgendwie fällt es immer noch schwer daran zu glauben, dass Wissenschaftler aus der ganzen Welt künftig in den Nordwesten der Oberpfalz reisen - um sich über die Technik der Zukunft auszutauschen, sich zu vernetzen, neue Anstöße für künftige Forschung zu holen. Dafür unterschätzen wir Oberpfälzer uns selbst und unsere Region einfach viel zu gerne.

Damit die Menschen in der Region mitziehen und Feuer für das Projekt fangen, wäre es nun wichtig, dass bald schnell Nägel mit Köpfen gemacht, die Pläne mit Leben gefüllt werden. Bayerns Staatsregierung sollte der Empfehlung des KI-Rats deshalb schnell folgen. Schließlich hat Ministerpräsident Söder den Rat genau aus diesem Grund ins Leben gerufen: Bayern fit zu machen für dieses Zukunftsthema.

Der KI-Rat um Professor Sami Haddadin hat am Mittwoch klar gemacht, dass das Kloster Speinshart auf diesem Weg einen wichtige Rolle spielen kann und sollte. Dass darf man den Experten dann auch glauben - als Ministerpräsident genau wie als ewig skeptischer Oberpfälzer.

So sieht das Konzept für Speinshart aus

Speinshart

 

 

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