Die Zukunft des Landkreises Neustadt lasse sich nur gemeinsam entwickeln. Darum haben sich laut einer Pressemitteilung 105 Akteurinnen und Akteure aus gesellschaftlichen Bereichen wie Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Politik im Gemeindezentrum getroffen. Unter dem Titel "NEW Zukunftskonferenz" war es das Ziel, die Teilnehmer davon zu überzeugen, ihre Ressourcen und Ideen in die Umsetzung von Projekten einzubringen. Bereits 2022 sei im Zuge des Modellvorhabens "Smarte.Land.Regionen" eine Digitalisierungs- und Kreisentwicklungsstrategie, auch genannt "NEW Zukunft", erarbeitet worden. Landrat Andreas Meier erklärte, dass dieser partizipatorische Ansatz bewusst gewählt wurde, um von Anfang an alle einzubeziehen und Wünsche und Bedarfe aus verschiedensten Bereichen zu ermitteln. "Ich bin begeistert über die sehr breite Beteiligung", betonte Meier.
Durch acht Beteiligungsveranstaltungen, die sowohl digital als auch in Präsenz stattfanden, wurden 36 Projektideen in den Handlungsfeldern Wirtschaft, Bildung, Mobilität, Tourismus, Gesundheit und Energie erarbeitet. Die dabei erkannten Bedarfe sollen nun mit Akteurinnen und Akteuren angegangen werden, teilte das Landratsamt weiter mit. Um Mitwirkende zu gewinnen, wurden hochpriorisierte Projekte in Form eines "Projektspeeddatings" vorgestellt.
So soll beispielsweise im Bereich Bildung eine App für Familien entwickelt werden, die mit einfachen Praxisbeispielen bei der Förderung wichtiger Kompetenzen wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Umweltbewusstsein und Sozialverhalten unterstützt. Im Hinblick auf Energie soll durch eine Effizienz- und Klimaschutzkampagne über die Schaffung von Transparenz und Sensibilisierung das Bewusstsein der Bevölkerung für nachhaltiges Handeln gestärkt werden und beim Handlungsfeld Gesundheit verbirgt sich hinter dem Titel "Gesund als pflegender Angehöriger" ein Coaching, bei dem die gesundheitlichen Ressourcen von pflegenden Angehörigen gestärkt werden sollen. Bereits bei der Vorstellung der Projektideen fand ein vielversprechender Austausch zwischen den Interessierten statt.
Mit der Strategie "NEW Zukunft" bietet sich die Möglichkeit, den Landkreis von einer Chancenregion hin zu einer smarten und innovativen Wachstumsregion zu entwickeln. Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales, verdeutlichte in einer Videobotschaft: "Der Landkreis Neustadt zeigt, wie man digitale Transformation aktiv gestaltet." Das beweise einmal mehr, dass Digitalisierung und der ländliche Raum sehr wohl vereinbar seien. Alles rund um Transformation, beispielsweise wie man diese erfolgreich meistere und was die digitale Transformation im KI-Zeitalter so mit sich bringe, präsentierten Dr. Gunther Pabst von der Bayern Innovativ GmbH sowie Professor Christian Schieder von der OTH Amberg-Weiden.













Düstere Zukunft im Landkreis NEW ohne Informationsfreiheitssatzung
Es würde sicher helfen, wenn Transparenz auch beim CSU-geführten Landratsamt und den Gemeinden ankommen würde, indem sie das Informationsfreiheitsgesetz umsetzen und ihre „Amtshandlungen“ und die Vorgänge und Entscheidungen in Land und Gemeinde auf ihren vom Bürger finanzierten Homepages auch umsetzen. Landkreis NEW hat immer noch keine Informationsfreiheitssatzung. Speziell die CSU-geführte Gemeinde Speinshart, verwaltet in Eschenbach, gibt sich vermeintlich offen für Digitalisierung und „Künstliche Intelligenz“, aber die Gemeindeseiten sind nur von der Interessenlage der Verwaltung und Politik besiedelt. Beschlüsse und Protokolle muss man im Rathaus abschreiben, kritische Umweltdaten werden nicht veröffentlicht von der detaillierten Finanzsituation oder vermeintlichen kostenkritischen Verträgen mit z.B. dem Prämonstratenser Orden gar nicht zu reden. Auch auf Bürgerversammlungen scheut man die offene Diskussion und reagiert nur auf massiven Druck mit zweifelhaften Verwaltungsmaßnahmen, wie die fehlende öffentliche Dokumentation der bürgerrechtlich verbindlichen Veranstaltungen. Daraus zeichnet sich eine düstere Zukunft in Land und Gemeinde ab.
Smart wäre, wenn man an seinen Defiziten wächst und sich nicht nur immer wieder kaum dokumentierte klein-klein Projekte zuschanzt. Wichtig wäre z.B. ein Großprojekt zur Unterstützung der Landwirte beim Wassersparen, z.B. beim Zisternenbau und Nutzung. Aber das sind Bretter, die für den Kreis der Beteiligten offenbar zu groß, fremd und vielleicht auch zu innovativ und unbequem sind. Eine Bürgerbeteiligung ist ebenso wenig in dem Bericht über die Veranstaltung erkennbar. Geht hier Zukunft ohne Bürger?
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