Speinshart
15.09.2024 - 16:08 Uhr

In Speinshart feiern Jung und Alt: So schön ist die Kirwa im Klosterdorf

"Mei liawa, in Speinshart is Kirwa" und "Wer houd des schöinste Dorf? "Wir in Speinshart hom's." "Und wer houd as schöinste Klousder?" Mir hom's." Charakteristische Töne und Gesänge kommen zum Kirchweihauftakt am Freitagabend zum Klingen.

Es war ein Klangrausch einer aktiven Brauchtumspflege mit einer zufriedenen Dorfgemeinschaft. Ein akustischer Spiegel der Heimatliebe, wie es Abt em. Hermann Josef beim Kirwa-Auftakt zwischen Klosterkirche und Wieskapelle formulierte. Glocken-, Klarinetten- und Quetschnklang, Kirwa-Gschra und kulinarische Leckerbissen, Fassbier und Cocktails, eine fröhliche Gesellschaft mit vielen jungen Menschen in Tracht, Kirwabaum-Aufstellen und Austanzen: Die Speinsharter Kirwa zeigte sich schon am Freitagabend als wilde Sause zwischen Brauchtum, Gaudi und gemütlichem Beisammensein.

Es ist vor allem die Katholische Landjugend, die strahlende Lebenslust verbreitet. Der angekündigten Schlechtwetterfront zum Trotz wagten sich Kirwaburschen und jung gebliebene Mannsbilder an das nicht ungefährliche Aufstellen des 25 Meter langen Kirwa-Baums. Mit viel Muskelkraft, vielen Schwalben und umsichtigen Kommandos von Georg Müller bedurfte. Ein langwieriges Prozedere, denn die Sicherheit hatte Vorrang. Mit frisch gebundenem Kirwakranz grüßte das mächtige Kirwa-Zeichen dann ins Speinsharter Land hinaus.

Bei zunehmenden Regenschauern war Improvisation angesagt. Kurzerhand verlegten die Organisatoren um Vorsitzenden Jonas Rupprecht das Austanzen ins überfüllte Festzelt. Dort begannen für acht mutige Tanzpaare in Lederhosen und Dirndln temperamentvolle Tanz- und Gesangsrunden. Im Mittelpunkt stand ein Bandltanz um den Bänderbaum. Ein imposantes Bild, das Tanzen mit dem bunten Bändergeflecht in Einklang brachte. Einstudiert von Nicole Diepold wie weitere Volkstänze.

Noch vor dem Anzapfen des ersten Kirwa-Fasses durch Bürgermeister Albert Nickl sorgte das traditionelle humoristische "Derbleckn" für viel Stimmung. Antonia Reiß, Franziska Kausler, Christian und Max Rodler, die vier "Derblecker" der Landjugend, berichteten den Leuten kritisch-witzig über Dorf-Tratsch. "Nichts unter der Gürtellinie", versicherte das Quartett. Dankbare Themen waren unter anderem das neue Feuerwehrauto der "Spoinsada" Wehr, Bürgermeister "Herr Gnickl", das Kloster im Bayerischen Fernsehen und das Sommernachtsfeuer des Spoinsader Bauwongs. Der "Horrido-Express" sorgte anschließend mit fetzigem Sound für Kirwa-Stimmung.

 
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