12.09.2021 - 14:46 Uhr
StadlernOberpfalz

Kostendeckende Kalkulation angemahnt

Gemeindliche Einrichtungen sind für die Kommune kostenneutral zu kalkulieren. In Stadlern werden diese Gebühren nach Fertigstellung der Abwasseranlage neu berechnet. Infos gibt es auch zu den Arbeiten an der Burgruine Reichenstein.

Seit vier Jahren ist das Holzgerüst an der Burgruine Reichenstein der Witterung ausgesetzt. Die Arbeiten an Stadlerns Wahrzeichen sollen bald zügig abgeschlossen werden.
von Ludwig HöcherlProfil

Eine Rücklagenentnahme von 162 500 Euro und eine Zuführung von 5 900 Euro in die Rücklagen war in der Beschlussfassung des Gemeinderats im Juni dieses Jahres zum diesjährigen Haushalt genehmigt. Aufgrund der Stellungnahme der Aufsichtsbehörde am Landratsamt zum gesamten Zahlenwerk war, wie VG-Kämmerin Lisa Biegerl vergangene Woche bei der Sitzung ausführte, eine buchungstechnische Änderung der Beträge dahingehend notwendig, dass final Einnahmen und Ausgaben jeweils um 147 200 Euro höher anzusetzen seien. Somit ändere sich die Summe des Vermögenshaushalts von 905 000 auf 1 052 200 Euro, dem das Gremium zustimmte.

In der Beurteilung seitens der Aufsichtsbehörde wird auch darauf hingewiesen, dass zweckgebundene Einnahmen konkret für entsprechende Ausgaben zu verwenden seien. In einem wesentlichen Punkt der Stellungnahme wird wieder die kostendeckende Kalkulation bei den gemeindlichen Einrichtungen aufgrund der Haushaltssituation angemahnt. Immerhin weisen zuletzt die Kosten für Abwasser- und Wasserversorgung ein voraussichtliches Defizit von ca. 75 000 Euro auf. Das Minus beim Friedhof betrage rund 7 000 Euro. Hier wiederholten Bürgermeister Gerald Reiter wie auch die Gemeinderäte, dass die Situation bekannt sei und ein neuer Gebührenkatalog für Wasser und Kanal nach Fertigstellung der Kläranlage erstellt werde. Aus den Reihen der Gemeinderäte wurde die Anmerkung zudem dahingehend kommentiert, dass laut Presseberichten immer wieder bei Gemeinden Anforderungen für eine Neuberechnung gestellt werden. Ergänzend merkte dazu VG-Geschäftsleiter Matthias Jeitner an, “dass wohl die meisten Kommunen eine Gebührenerhöhung zu Lasten der Einwohner erst dann vornehmen wenn es sein muss”.

In der weiteren Tagesordnung nahm der Bürgermeister Bezug auf einen Vorschlag aus den Reihen des Schönseer Stadtrats zur Erstellung eines Imagefilms. Eventuell könne dieser für das gesamte Schönseer Land gestaltet werden. Gerald Reiter informierte darüber, dass sich diesbezüglich Gespräche der Bürgermeister der VG-Kommunen am Anfang befänden. In einer kurzen Diskussion stellte sich für die Gemeinderäte vor allem die Frage, was und wie damit beworben werden solle oder könne. Als heikles Thema sahen sie vor allem die Gastronomie im Schönseer Land, der als Echo aus so einem Film wohl eine besondere Bedeutung zukommen werde.

Bezüglich der Fortsetzung der Arbeiten an der Burgruine Reichenstein informierte Gerald Reiter, dass vor Beginn des dritten Bauabschnitt mit einem Volumen errechneten Volumen von 130 000 Euro bei den Förderstellen wegen finanzieller Unterstützung angefragt wurde. Nach entsprechender Rückmeldung würden die Arbeiten dann ausgeschrieben. Für die Gemeinde bleibe ein Eigenanteil von 43 000 Euro, dazu seien Hand- und Spanndienste zu erbringen. Die Arbeiten sollten baldmöglichst abgeschlossen werden, denn das Holzgerüst sei inzwischen schon vier Jahre der Witterung ausgesetzt und werde nicht besser.

Dank gab es vom Bürgermeister für Tobias Eckl für die Neugestaltung des Dorfbrunnens. Weiter richtete Gerald Reiter an Grundstücksanlieger die Bitte zum Rückschneiden von Gebüsch, damit Äste nicht in die Straße ragen und die Sicht beeinträchtigen.

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Oberviechtach

 

 

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