29.12.2020 - 15:42 Uhr
StadlernOberpfalz

Im Schönseer Land dem Lockdown zu Fuß entfliehen

Von den aktuell geltenden Corona-Restriktionen ist unter anderem "Sport und Bewegung an der frischen Luft unter Beachtung der Kontaktbeschränkung" ausgenommen. Auf einer Vielzahl von Wanderrouten im Schönseer Land lässt sich das nutzen.

Zu jeder Jahreszeit ist der Hochfels in Stadlern, eines der schönsten Geotope Bayerns, Ausgangspunkt für beliebte Wanderziele. Derzeit präsentiert sich die Gneis- und Heidelandschaft im weißen Winterkleid.
von Ludwig HöcherlProfil

Durch das Schönseer Land ziehen sich ausreichend Wanderwege, auf denen sich die Naturfreunde ganz einfach an die geltenden Regelungen halten können. Und aktuell sind viele Fußgänger in Wald und Flur unterwegs – um frische Luft zu tanken oder die angefutterten Festtagskilos abzutrainieren.

Ein beliebter Ausgangspunkt in der Region für einen Streifzug durch Wald und Flur ist der Wanderparkplatz nahe dem Kalvarienberg in Stadlern. Die mit Schnee überzuckerte Heidelandschaft mit dem Naturdenkmal Gneis am Hochfels, das zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns zählt, ist ein Magnet für Wanderer. Das weitläufige Areal mit seinen Blockfeldern lockt aber zu jeder Jahreszeit Erholungssuchende und Naturliebhaber an.

Bergauf geht es dann im Wald vorbei an der Burgruine Reichenstein – bis vor kurzem noch die höchste Baustelle im Landkreis Schwandorf. Der Zahn der Zeit hatte in den vergangenen Jahrzehnten am Wahrzeichen Stadlerns genagt. Die 2018 begonnenen Erhaltungsmaßnahmen am Bergfried, dem letzten Relikt der ehemaligen Festung, werden sich aber in naher Zukunft weiter fortsetzen.

Warum die Oberpfalz auch im Winter ein Wanderparadies ist

Oberpfalz

Unterwegs auf diesem Höhenzug, kommt man dem Böhmerwald-Aussichtsturm immer näher. Der im Oktober 1983 auf 898 Meter Meereshöhe erbaute Turm, bietet nach dem Aufstieg über 142 Stufen auf seiner geschlossenen Aussichtskanzel einen herrlichen Ausblick.

Ein Abstecher zur untergegangenen Siedlung Bügellohe bringt beim ehemaligen "Fleischhackerhaus", dem einzigen noch stehenden Gebäude, dem Wanderer die Vergangenheit nahe. Eine Informationsrolle in dem Anwesen veranschaulicht die Zeit vom Entstehen der Siedlung, verdeutlicht das karge Leben der Bewohner in dieser Umgebung und schildert auch deren Wegzug ins Landesinnere.

Hin und zurück lässt sich die Marschroute leicht in zwei Stunden bewältigen. Wenn aber die Licht- und Wetterverhältnissen stimmen, tut man gut daran, einige Minuten draufzupacken. Denn nur schwer kommt man von der Plattform auf dem Böhmerwaldturm los, wenn dort ein Prachtpanorama wartet: Dann reicht die Sicht bis zu den Berchtesgadener Alpen mit dem Watzmann und sogar bis zum Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs.

Die Umgebung des idyllisch gelegenen "Fleischhackerhaus" in Bügellohe zeigt sich derzeit in weißer Pracht.

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