07.04.2021 - 15:22 Uhr
StadlernOberpfalz

Zentrale Kläranlage für gesamten Gemeindebereich Stadlern

Die Kläranlage in Stadlern braucht eine "Ertüchtigung": Wenn sie wieder auf dem Stand der Technik ist, wird hier auch das Abwasser aus den Gemeindeteilen Charlottenthal, Schwarzach und Waldhäuser gereinigt.

Bürgermeister Gerald Reiter (links) überreichte Helmut Werner die kommunale Dankurkunde des Innenministers für 18 Jahre Engagement im Gemeinderat.
von Ludwig HöcherlProfil

Bevor das Thema Kläranlage auf den Tisch kam, durfte Bürgermeister Gerald Reiter in der Gemeinderatssitzung ein verdientes Mitglied ehren: 18 Jahre, vom 1. Mai 2002 bis 30. April 2020, gehörte Helmut Werner dem Gremium an. Auf eine erneute Kandidatur verzichtete der gebürtige Eslarner im vergangenen Jahr. Bürgermeister Gerald Reiter hatte Werner extra eingeladen und überreichte ihm die vom Bayerischen Innenminister verliehene kommunale Dankurkunde.

Der Bürgermeister nahm die Urkundenverleihung auch zum Anlass, Werner namens der Gemeinde den Dank für sein Engagement in diesen fast zwei Jahrzehnten auszusprechen. Mit einer Schweigeminute gedachten die Gemeinderäte des kürzlich verstorbenen Bürgermeisters Jiří Janový der tschechischen Nachbargemeinde Rybnik.

Alte Kläranlage ein Auslaufmodell

Stadlern

Zur Jahresrechnung nahm VG-Kämmerin Lisa Biegerl in Anwesenheit von Geschäftsleiter Matthias Jeitner Stellung. Die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushalts betragen jeweils 1 098 855 Euro, darin enthalten ist die Zuführung an den Vermögenshaushalt von 298 056 Euro. Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushalts betragen je 815 682,80 Euro. Der darin enthaltene Soll-Überschuss von 551 781 Euro wurde der allgemeinen Rücklage zugeführt. Der Bestand an Rücklagen der schuldenfreien Gemeinde beträgt zum Jahresende 2020 insgesamt 1 416 319 Euro. Die Genehmigung der Jahresrechnung wie auch die von Bürgermeister-Stellvertreter Tobias Eckl beantragte Entlastung von Bürgermeister Gerald Reiter erfolgte einstimmig.

Auch aus den Gemeindeteilen

Diplomingenieur Wolfgang Vetter vom Ingenieurbüro Weiß aus Neunburg vorm Wald informierte die Ratsmitglieder über das Vorhaben zur Ertüchtigung der Kläranlage. Anhand von Skizzen erläuterte der Fachmann die Technik der neuen Anlage sowie deren Funktionsweise. Die mechanische Reinigung des Abwassers von Grobstoffen durch den Rechen führt bis zu dessen biologischer Reinigung mit dem Zusatz von Chemikalien zur Phosphatentfernung. Bei der Planung der Anlage haben die Auflagen für eine wasserrechtliche Genehmigung Priorität. Nach den Umbaumaßnahmen der neuen Kläranlage am bisherigen Standort in Stadlern wird in diese auch das Abwasser aus den Gemeindeteilen Charlottenthal, Schwarzach und Waldhäuser zugeführt.

Für die Umsetzung der Baumaßnahme sieht Wolfgang Vetter auf Nachfrage aus dem Gremium einen Zeitrahmen von Herbst diesen Jahres bis Juni 2022. Zunächst ist nach Genehmigung des Gemeinderates die Zustimmung der zuständigen Behörden abzuwarten.

Sprechanlage und Licht

Der Bürgermeister gab noch bekannt, dass er nach Rücksprache mit Tobias Eckl beim “ILE Brückenland Bayern-Böhmen” für eine Investition am Böhmerwaldaussichtsturm einen Antrag auf Förderung aus dem Regionalbudget gestellt hat. Dabei geht es um die Anschaffung einer neuen Sprechanlage, von Kartenmaterial und einer Lichtquelle im Aufgang des Turms. Das Entscheidungsgremium der ILE habe nach seiner Kenntnis bereits Zustimmung signalisiert.

Zum Schluss der öffentlichen Sitzung bat Gerald Reiter Überlegungen wegen der Anschaffung einer Geschwindigkeitsmesstafel anzustellen. Diese könnte künftig variabel in den Ortsteilen eingesetzt werden.

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