Die Waldheimer Straße in Steinberg am See ist ein Teilstück der Kreisstraße SAD 9. Ihre Sanierung ist deshalb eine Gemeinschaftsproduktion der Gemeinde und des Landkreises. Die Umsetzung der 2,5 Millionen teuren Maßnahme macht eine ganzjährige Vollsperrung erforderlich.
„Nach 60 Jahren steht eine Sanierung an", stellte Landrat Thomas Ebeling beim symbolischen Spatenstich fest. Die Kreisstraße SAD 9 werde auf einer Länge von 865 Metern mit einer einheitlichen Breite von sechs Metern ausgebaut. „Ende des Jahres wollen wir fertig sein“, versichert Paul Witt. Der Leiter der Tiefbauabteilung des Landkreises ist sich bewusst, „dass wir uns hier ein sportliches Ziel gesetzt haben“.
An den Kosten beteiligt sich der Landkreis mit 772 000 Euro. Den Rest muss die Gemeinde Steinberg am See stemmen. „Wir bekommen allerdings eine großzügige Förderung“, relativiert Bürgermeister Harald Bemmerl die Belastung des Gemeindehaushaltes. 480 000 Euro stammen aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ der Bundesregierung und 460 000 Euro vom Wasserwirtschaftsamt.
Durch diese „großzügige Förderung“ sei die Gemeinde in der Lage, die Wasserver- und -entsorgung zu verbessern und das Kanalnetz zu entlasten, betonte Harald Bemmerl beim Spatenstich. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen für die Erschließung weiterer Baugebiete entlang der Waldheimer Straße“, so der Bürgermeister. Von der Straßensanierung profitieren auch die Radfahrer. Der Geh- und Radweg aus Richtung Heselbach wird nun weitergeführt und mündet in die Knappenstraße. Auch die Bushaltestelle im Ortsteil „Waldheim“ werde komplett neu gebaut, ergänzt der Bürgermeister.
„Die Maßnahme wird aus zwei unterschiedlichen Töpfen gefördert“. Auf diese Besonderheit wies die Leiterin des Sachgebiets „Straßenbau“ bei der Regierung der Oberpfalz, Kerstin Daller, hin. Steinberg gehöre zu den ersten Gemeinden, die das neue Bundesprogramm "Stadt und Land" in Anspruch nehmen und mit einer 80-prozentigen Förderung des Geh- und Radweges rechnen können.
Die Bauausführung liegt bei der Firma Strabag AG. Prokurist Thomas Nicklas kündigt die Fertigstellung für Dezember 2022 an. Die Umleitung sei ausgeschildert und führe über die SAD 9, die Staatsstraße 2145, die Industriestraße und die B 85.



















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