Steiningloh bei Hirschau
28.05.2019 - 16:04 Uhr

Größter Wunsch in Steiningloh: Bauplätze

Die Steiningloher plagen Sorgen: Bauland, Radweg, Hochwasserschutz, Kapellensanierung. Die Walperer flehten 2018 deshalb Markus Söder, heuer sogar die Gottesmutter Maria um Hilfe an. Unterstützung versprach jetzt die CSU.

Dass sie keine Wunder bewirken können, räumten Bürgermeister Hermann Falk und CSU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Schönberger beim Bürgergespräch im Gemeinschaftshaus ein. Vorsichtig optimistisch sah Falk die Ausweisung eines Baugebietes.

Eine junge Steiningloherin hatte eindringlich ihren Wunsch begründet, warum sie mit ihrer Familie in ihrem Heimatdorf bauen wolle, aber "nicht irgendwann einmal, sondern in nächster Zeit." Sie bedauerte, dass mangels Baumöglichkeiten sich einige schon anders orientiert hätten. Laut Falk liegt zwischenzeitlich eine vom Landschaftsarchitekten Siegfried Lösch erarbeitete Grundplanung für ein Baugebiet vor. Dieses hätten die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen für gut befunden. Falk berichtete von derzeit laufenden Grundstücksverhandlungen, "die hoffentlich zum Erfolg führen". Dann könne weiter geplant werden.

Ihr Unbehagen äußerten die Versammlungsteilnehmer zum Hochwasserschutz. Vor gut vier Monaten habe das Amt für ländliche Entwicklung nachvollziehbare Planungen bezüglich der notwendigen Grundstücke vorgelegt. Sie seien für die Grundstückseigentümer akzeptabel gewesen. Die jetzt wiederum vorgelegten Pläne stimmten nicht mit den ursprünglichen überein und seien so nicht annehmbar. Es müsse wieder verhandelt werden, hieß es. Die Eigentümer fühlten sich "verarscht", wollen sich nicht wieder den schwarzen Peter zuschieben lassen, zur Grundstücksabgabe nicht bereit zu sein. Fortschritte macht die Sanierung der Dorfkapelle, auch wenn beklagt wird, dass viel Zeit vergeht, bis man einzelne Gewerke angehen und Eigenleistungen einbringen könne. Werden Fördergelder in Anspruch genommen, ist es laut Falk unumgänglich, dass die Geldgeber erst die einzelnen Bauabschnitte prüfen, bevor sie die Mittel freigeben. Für das Umfeld der Kapelle liege die Planung vor, Details müssten noch geklärt werden. Unklar sei noch, ob für den Kapellen-Umbau eine finanzielle Beteiligung der Diözese zu erwarten sei.

Mit einem Wunsch wartete die Feuerwehr auf. Für das Ansaugen von Löschwasser zu Übungszwecken sollten Schachtringe in den Krumbach eingebracht werden. Dadurch werde die Ansaugpumpe in Zukunft weniger reparaturanfällig. Zum Thema Kernwegenetz hieß es, dass der Abschnitt Gebenbach - Urspring ebenso in das Programm aufgenommen sei wie Gebenbach - Burgstall. Dort erfolge innerorts nur ein Ausbau mit einer circa zehn Zentimeter starken Teerschicht.

 
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