Vor dem Eingang zur Kapelle hatten die Dorfbewohner einen farbenprächtigen Blumenteppich gelegt. Das Weihejubiläum von St. Johannes wurde aus Platzgründen allerdings im Dorfstadel von Gerhard Übler gefeiert.
Pfarrer Markus Priwratzky aus Illschwang, Stadtpfarrer Josef Schierl aus Heideck und Ruhestandsgeistlicher Hans-Peter Heindl zelebrierten den Festgottesdienst, den die Blaskapelle Ammerthal um Dirigent Manuel Jung mitgestaltete. Der Vorsitzende des Kapellenbauvereins, Ludwig Hofmann, freute sich, dass trotz Altstadtfests und heißer Temperaturen Hunderte von Gläubigen den Weg nach Stifterslohe gefunden hatten.
Johannes den Täufer stellte Pfarrer Priwratzky in den Mittelpunkt seiner Predigt. Gott habe ihn gesandt, um das Volk für den Herrn bereit zu machen. Die Menschen habe er durch die Taufe zur Umkehr geführt. Er zeigte sich demütig und erkannte die Größe von Jesus. Ein starker Fürsprecher, Johannes als Patron der Kapelle zu wählen, sei der verstorbene Bischöflich-Geistliche Rat Lorenz Hägler gewesen. Priwratzky dankte allen, die sich hier in den vergangenen 30 Jahren für die Gemeinschaft der Gläubigen eingesetzt haben.
Lange Schlangen bildeten sich zu Mittag vor der Essensausgabe, an der die Besucher zwischen Spanferkel und Schnitzel wählen konnten. Bein Festakt am Nachmittag wirkten der Männergesangverein Ammerthal, der Kindergarten Haselstrolche aus Stifterslohe und ein Paar der Tanzschule Melissa Walter mit. Einige Lieder sangen die Besucher gemeinsam, natürlich auch das Stiftersloher Heimatlied. Kinder trugen Gedichte vor.
Vorsitzender Ludwig Hofmann ließ einige Stationen auf dem Weg zum Kapellenbau Revue passieren. Den 13. August 1989, als Domkapitular Alois Brandl aus Eichstätt die Kapelle weihte, nannte er einen historischen Tag für Stifterslohe. "Ich bin stolz darauf, dass es gelungen ist, das Gotteshaus in vielfältiger Weise mit Leben zu erfüllen", betonte Hofmann.
In seinem Grußwort erinnerte sich der Schirmherr, Landrat Richard Reisinger, noch an die Anfänge der Kapelle, als er - noch jung an Jahren - in der Bläsergruppe von Maria Boßle bei Festlichkeiten in Stifterslohe spielte. Er sah die Kapelle als ein lebendiges Glaubenszeugnis und als Beispiel für regionale Ökumene. Er überreichte Blumensträuße an Franziska Wiesmet, Kuni Pecak, Vroni Ertel und Waltraud Hofmann, die sich viele Jahre um den Schmuck und die Reinigung der Kapelle gekümmert haben. Mit Blumen bedachte er auch die Kassiererin Rosi Güthe.
Bürgermeister Michael Göth zog symbolisch den Hut vor allen, die sich für die Kapelle eingesetzt haben. In Stifterslohe bestehe ein enormer Zusammenhalt unter den Bewohnern. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz schätzte die Kapelle als einen Ort, wo Menschen zu Ruhe und innerer Einkehr finden. Schwartz betonte die Wichtigkeit des Ehrenamts. Das Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg, Erich Übler, betonte, die Bank unterstütze gerne regionale Bezugspunkte. Die Kapelle sei für das Dorf von großer Wichtigkeit.
Ehrungen
Pfarrer Markus Priwratzky ehrte die Gründungsmitglieder, die einen Bildband überreicht bekamen. Von der ersten Stunde an trugen den Kapellenbauverein Ludwig und Waltraud Hofmann, Kuni und Walter Pecak, Hans und Veronika Ertl, Franziska Wiesmet, Rainer Kretschmer und Arthur Wiesmet.
Auf zehnjährige Mitgliedschaft blicken Georg und Resi Geier, Hermann und Herta Fruth, Reinhold und Inge Knorr, Norbert und Maria Weis, Martina Reindl, Erika Rittner, Martin Paulus und Helga König zurück. Für sie gab es kleine Fotobücher.
















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