Störnstein
13.09.2018 - 11:46 Uhr

Freie Fahrt

Die Bocklradbrücke über die "Girnitz" ist wieder befahrbar. Das dürfte vor allem Radfahrer und Fußgänger freuen.

Die Bocklradbrücke über die "Girnitz" ist weder befahrbar. Bild: arw
Die Bocklradbrücke über die "Girnitz" ist weder befahrbar.

Die Brücke des Bocklradwegs über die Girnitz zwischen Neustadt und Störnstein ist endlich fertig. Jetzt können die Bretter besser trocknen, sagte Bürgermeister Markus Ludwig in der Gemeinderatssitzung. Der Unterbau wurde anders errichtet, das kostete zwischen 55.000 und 60.000 Euro.

Einen bitteren Beigeschmack mussten die Gemeinderäte in Sachen Kulturscheune hinnehmen. Auf der Tagesordnung stand die Vergabe der Baumeisterarbeiten für das ersehnte Projekt. Es ist zu teuer das einzige Angebot. Im öffentlichen Bereich ist es Aufgabe, dass bei Ausschreibungen ab 5000 Euro mehrere Angebote eingeholt werden müssen. Doch in diesem Fall gab nur ein Unternehmer ein Angebot ab. Dies lag über 85000 Euro über dem kalkulierten Preis. Somit ist in diesem Jahr vorerst mit einem Baubeginn nicht mehr zu rechnen. Jürgen Völkl schlug vor, doch noch heuer die Ausschreibung zu tätigen, um vielleicht im Frühjahr bessere Chancen auf einen günstigen Preis zu haben.

In der Flosserstraße 25 will Josef Korsche seinen Balkon mit Teilverglasung erweitern, Dachgauben einbauen und Erker erhöhen. Die Räte sprachen von „Schlosscharakter“. Von der Verwaltung kam der Hinweis, dass der vorhandene Bebauungsplan nicht eingehalten wird. Bereits 2005 wurde ein eingereichter Bauplan abgewiesen. Nach einigen Vorschlägen kam der Gemeinderat zum Schluss überein, dass das gemeindliche Einvernehmen erteilt wird. Der Besitzer muss sich jedoch näher an den Bebauungsplan bewegen.

In der „Gramleite II“ steht ein Reihenhaus. Hier darf der Eigentümer an beiden Seiten Carports errichten. Im Bühlweg 11 möchte Boris Mattausch, dass vor seinem Anwesen die Oberfläche beseitigt wird. In diesem Zug will er an der Scheunen-Zufahrt eine Mauer errichten. Die Räte wiesen auf die Wichtigkeit der Stabilität der Mauer hin. Begeistert waren die Räte von dem Vorgehen nicht. Hubert Meiler, Jürgen Völkl und Konrad Schell sahen Handlungsbedarf bezüglich des Oberflächenwassers. "Wir müssen das Wasser bei starkem Regen in eine andere Richtung bringen", sagte Meiler. "Es sind zwar bisher kleinere Maßnahmen geschaffen worden, aber wir reden seit Jahren darüber und wir sollten weitermachen". Völkl will mit den Landwirten reden und Schell sprach von einem Rückhaltebecken.

Die Siedlergemeinschaft bekommt für die Errichtung einer Unterstellmöglichkeit auf dem Kinderspielplatz in der Neustädter Straße einen Zuschuss von 500 Euro. Die Materialkosten betrugen 793 Euro. An der Beteiligung an einem Energie-Effizenznetzwerk hatten die Gemeinderäte keine Interesse. Außerdem müssten sich sechs Gemeinden daran beteiligen, gaben die Räte zu Bedenken. "Was haben wir eigentlich für einen Energieaufwand?", wollte Meiler wissen. Eka Reber befürwortete eine Energieeinsparung. Doch die Gemeinde habe zu wenig eigentliche Liegenschaften. Er sprach von einfachen Mitteln wie LED-Beleuchtung. Völkl stimmte Reber in seinen Ausführungen zu. Karlheinz Schreiner sagte, dass es zu wenig öffentliche Gebäude gebe. Meiler wies darauf hin, dass die Energie vor Ort gekauft werden sollte. Kein Interesse besteht an einer Breitbandberatung, die 20.000 Euro kosten würde.

Genehmigt wurde die Feststellung der Jahresrechnung 2017 und die dazu gehörige Entlastung. Prüfungsvorsitzender Johann Völkl regte an, für die Fahrzeuge des Bauhofs Buch zu führen. Es sei wichtig, herauszufinden, für was diese Fahrzeuge im Einsatz sind, um eine genauere Kostenverteilung vornehmen zu können.

Bürgermeister Markus Ludwig gab bekannt, dass die Felsenkeller gegenüber die Kirche mit Beton gefüllt wurden. "Sicherheit geht vor und die Kosten legen zwischen 15.000 und 20.000 Euro", sagte er. Jetzt müsse noch die darüber liegende Bepflanzung entfernt werden. Wegen einer Ausleuchtung an der Einmündung Steinleite in die Staatsstraße 2395 gibt es keine finanzielle Unterstützung vom Straßenbauamt.

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