München
19.02.2019 - 02:29 Uhr

Streit um Tiertransporte in Länder außerhalb der EU

Ein Schwein schaut während einer Schwerpunktkontrolle Tiertransport aus einem Tiertransporter. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv Bild: Sebastian Gollnow
Ein Schwein schaut während einer Schwerpunktkontrolle Tiertransport aus einem Tiertransporter. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

Mehrere Veterinärämter haben jüngst Transporte von Tieren in Nicht-EU-Staaten verboten. Unter anderen fordert jetzt die Landestierärztekammer ein Verbot von Tier-Langzeittransporten in Nicht-EU-Länder. Ein Gespräch soll nun weiterhelfen.

Im Streit um Tiertransporte in Drittstaaten hat Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) Vertreter von Behörden, Veterinären, Tierschutz und Viehhandel heute zu einem Gespräch (15.00 Uhr) eingeladen. Mehrere Veterinärämter hatten jüngst Transporte von Tieren in Nicht-EU-Staaten verboten. Als Hauptgrund nannten sie - neben den teilweise Tausende Kilometer weiten Fahrten - tierquälerische Schlachtungsmethoden in den Zielländern. „Wir tragen gemeinsam Verantwortung gegenüber den Tieren. Alle Beteiligten müssen diese Verantwortung ernst nehmen“, sagte Glauber.

Die Landestierärztekammer, der Landesverband praktizierender Tierärzte und der Landesverband der beamteten Tierärzte hatten vergangene Woche die bayerischen Mitglieder im Europaparlament aufgefordert, ein Verbot von Tier-Langzeittransporten in Nicht-EU-Länder zu erwirken, solange in den Zielländern eklatant gegen den Tierschutz verstoßen werde. Kelheims Landrat Martin Neumeyer (CSU) hatte mitgeteilt: „Wir müssen hier Verantwortung übernehmen und dürfen nicht länger zulassen, dass Tiere in überlangen Transporten leiden und gequält werden.“ Stattdessen müsse das Bewusstsein für regionale Produkte gestärkt werden.

Nürnberg18.02.2019

Mitteilung des Staatsministeriums

 
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