26.03.2021 - 11:36 Uhr
StullnOberpfalz

Auszeichnungen und Trauer im Stullner Gemeinderat

Der Gemeinderat Stulln nutzt eine Arbeitssitzung auch zu Ehrungen. Zwei Kommunale Dankurkunden werden vom Bürgermeister ausgehändigt. Aber auch zu Worten der Trauer gibt es Anlass.

Bürgermeister Hans Prechtl (rechts ) zeichnete im Auftrag von Landrat Thomas Ebeling im Beisein von Geschäftsleiterin der VG Schwarzenfeld, Kathrin Schwarz (links), die Gemeinderäte Franz Jauernig und Thomas Rohrwild (Mitte von links) für ihr 18-jäjrigess verdienstvolles Wirken für die Gemeinde Stulln mit der Kommunalen Dankurkunde aus.
von Herbert RohrwildProfil

Nach der Eröffnung der Sitzung in der Mehrzweckhalle erhob sich das Gremium zum Totengedenken von den Sitzen und gedachte zwei ehemaliger Gemeinderäte. Franz Sorgenfrei verstarb im Alter von 71 Jahren und gehörte von 2002 bis April 2020 dem Gemeinderat an, leitete Bürgermeister Hans Prechtl die Würdigung ein. In diesen drei Perioden arbeitete er engagiert, pflichtbewusst und zielstrebig an der Entwicklung der Gemeinde mit. Im August 2020 händigte Landrat Thomas Ebeling Franz Sorgenfrei für das 25-jährige verdienstvolle Wirken als Feldgeschworener eine Ehrenurkunde des Bayerischen Staatsministers der Finanzen und für Heimat aus. Die Mitbürger schätzten sein freundliches, offenes Wesen und die ausgeprägte Hilfsbereitschaft. Die Kollegen im Gemeinderat und die Feldgeschworenen achteten sein stets freundliches, offenes Wesen und das kooperative Miteinander.

Franz Neudecker verstarb am 9. März im Alter von 62 Jahren und gehörte als Nachrücker von Februar 1991 bis Ende der Wahlperiode im April 1996 dem Gemeinderat Stulln an. In diesen fünf Jahren arbeitete er verantwortungsvoll und zielstrebig an der Weiterentwicklung der Gemeinde mit. Mit seiner ausgeglichenen, freundlichen Art erwarb er sich die Wertschätzung seiner Kollegen im Gemeinderat. Das ehrenamtliche Engagement verdiene Dank und Anerkennung. Der Gemeinderat wird den Verstorbenen stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Herzliche Anteilnahme gilt den trauernden Angehörigen.

Das Plenum erteilte anschließend zwei Bauvorhaben mit den erforderlichen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes das gemeindliche Einvernehmen: Errichtung von Balkonen am bestehenden Wohnhaus und Neubau eines Carports, Brensdorfer Weg 15; Anbringen einer Terrassenüberdachung inklusiv einer Beschattung, Lindenweg 2. Die Nachbarunterschriften sind jeweils vollständig vorhanden.

Satzungen aktualisieren

"Die Satzungen für die öffentliche Entwässerungseinrichtung und die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung sind in die Jahre gekommen", konstatierte Bürgermeister Hans Prechtl. "Sie müssen auf den laufenden Stand gebracht werden." In diesem Zusammenhang galt sein Dank Geschäftsleiterin Kathrin Schwarz für die umfangreiche vergleichende Gegenüberstellung der einzelnen Paragrafen des Satzungsrecht 1997 und des Entwurfs für die Neufassung März 2021 für beide Einrichtungen auf der Basis der Mustersatzung. Die Entwürfe umfassen insgesamt 42 Seiten. Bürgermeister Prechtl erläuterte wichtige Passagen und ging auf Fragen der Ratsmitglieder ein.

Auf Fehlbetrag aufpassen

Laut Jahresrechnung 2018 weist das Abwasser ein Defizit von 73 000 Euro aus und entspricht einem Kostendeckungsgrad von 72,9 Prozent. In der Dezembersitzung 2020 fasste der Gemeinderat den Beschluss, aufgrund des wiederholten Jahresverlustes im Jahr 2921 eine Neukalkulation der Wassergebühren zu veranlassen. Die Beitrags- und Gebührensatzung ist mit den neuen Sätzen zum 1. Januar 2022 in Kraft zu setzen.

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Das Gremium fasste auch folgende Beschlüsse einstimmig: Die aktualisierte Satzung für die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung sowie für die Entwässerungseinrichtung treten eine Woche nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.. Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband (BKPV) wird mit der Nach- und Neukalkulation der Gebühren und Beiträge für beide Einrichtungen beauftragt. Der BKPV rechnet nach Zeitaufwand ab. Je Anlage können Kosten bis in Höhe von 10 000 Euro anfallen. Die neuen Gebühren- und Beitragssätze sollen nach Vorlage der endgültigen Kalkulation ab dem 1. Januar 2022 gelten.

Nach einem bestimmten Schlüssel werden die Verrechnungssätze der Arbeiter neu festgelegt. Für das Jahr 2020 ergibt sich ein durchschnittlicher Verrechnungssatz von 39,89 Euro. Seit 1. Juni 2016, so Prechtl, liegt der Satz unverändert netto bei 40 Euro je Stunde. Eine Anpassung ist nicht erforderlich.

Zwei Räte geehrt

"Ehrungen setzen heute einen erfreulichen Schlusspunkt", merkte Bürgermeister Hans Prechtl gegen Sitzungsende an. Der Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann, hat auf Vorschlag des Landratsamtes Schwandorf und der Regierung der Oberpfalz mehreren Persönlichkeiten Dank und Anerkennung für ihr verdienstvolles Wirken in der kommunalem Selbstverwaltung in Form einer Urkunde ausgesprochen. Auch Landrat Thomas Ebeling schließt sich diesem Dank an. Aufgrund der aktuellen Pandemie-bedingten Einschränkungen erfolgt die Aushändigung der Dankurkunde durch den Bürgermeister.

In diesen 18 Jahren der drei Perioden von Mai 2002 bis April 2020 haben Franz Jauernig und Thomas Rohrwild wichtige Entscheidungen mitgetragen, stellte Bürgermeister Hans Prechtl vor der Übergabe der Urkunde ohne Händedruck heraus.

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