29.09.2020 - 10:23 Uhr
StullnOberpfalz

Baugebiet macht Stullner "Karrenweg" überflüssig

15 Parzellen im neuen Baugebiet Stulln Ost sind an den Mann gebracht, weitere 23 stehen schon bereit. Die Erschließung hat aber auch zur Folge, dass der "Karrenweg" eingezogen wird, wie bei der Gemeinderatssitzung in Stulln bekannt wurde.

Die 15 Parzellen des rechtskräftigen Bebauungsplans „Stulln Ost. Am Brensdorfer Weg“ sind notariell verbrieft. Für die anschließende Erweiterung um 23 Plätzen ist bereits der Aufstellungsbeschluss gefasst. .
von Herbert RohrwildProfil

Die 15 Parzellen des Baugebiets „Stulln Ost. Am Brensdorfer Weg“ sind notariell verbrieft, gab Bürgermeister Hans Prechtl in der Gemeinderatssitzung bekannt. Der öffentliche Feld- und Waldweg „Karrenweg“ am Ostrand ist durch die Baugebietserschließung nicht mehr erforderlich. Gemäß dem Bestandsverzeichnis verläuft der „Karrenweg“ der Gemarkung Stulln - ab circa 135 Meter südöstlich vom Ende Herzendamm entfernt - auf einer Länge von 453 Meter in nordöstlicher Richtung zum Brensdorfer Weg, berichtete Prechtl. Eine Erschließung des erforderlichen Teilstücks vom Waldweg bis zum Brensdorfer Weg über die neue Baugebietsstraße „Wiesenweg“ sei mittlerweile gegeben. Laut bayerischem Straßen- und Wegegesetz ist eine Straße oder ein Weg einzuziehen, so Prechtl in seinen weiteren Ausführungen, wenn keine Verkehrsbedeutung mehr besteht oder überwiegende Gründe des öffentlichen Wohls vorliegen. Eine Voraussetzung genüge. In diesem Fall trafen beide Sachverhalte zu.

Aus der Öffentlichkeit kamen drei Einwände. Der Bürgermeister ging in seinem Vortrag detailliert auf die Einwände ein und das Gremium wägte ab. Einstimmig votierte der Gemeinderat für die Einziehung des Teilbereiches des „Karrenwegs“.

Desweiteren erteilte der Gemeinderat mehreren Vorhaben das gemeindliche Einvernehmen: Pharma Stulln - Errichtung eines Containers zur Drucklufterzeugung, Werksstraße 3; Errichtung einer Schleppdachgaube, Kirchgrabengasse 6 sowie isolierte Befreiungen von Festsetzungen des jeweiligen Bebauungsplanes: Überschreitung der zulässigen Wandhöhe, Wiesenweg 2 und teilweise höhere Einfriedung zu Nachbarn und zur Straßenseite, Flurstraße 13.

Das Plenum beschloss außerdem in der Juni-Sitzung, die Demontage der Gebäudesirene und die Errichtung einer elektronischen Sirene als freistehende Mastanlage in Säulnhof an die Firma Hörrmann Warnsysteme zu vergeben. Laut Mitteilung konnten wegen Lieferengpässen für Sirene und Mast die Bauarbeiten noch nicht begonnen werden. Die Anregung von Gemeinderat Simon Obermeier, die abzubauende Sirene beim TSV Stulln zur Abdeckung des Bereichs Vogelherd wieder zu verwenden, war zwischenzeitlich vom Unternehmen geprüft worden. Aus wirtschaftlicher Sicht stehe diese Lösung in keinem gesunden Verhältnis. Die Anbringung am Flutlichtmasten ist aus statischen Gründen höchst bedenklich. Eine Gebäudemontage werde empfohlen. Auf dem Gelände des Sportplatzes wären weitere Gebäude zum Anbringen vorhanden, merkte Franz Jauernig an. Der Sportverein mache sich bis zum Ortstermin dazu Gedanken.

Das Gremium erteilte dem Vorschlag von Gemeinderat Josef Nachtmann, einen Beutelspender für Hundekot in Verbindung mit einem Drahtkorb zum Reinwerfen in der Gemeinde bereitzustellen, ein klares Votum. Als Standort ist der Ortsausgang Herzendamm in Richtung Brensdorf vorgesehen. Prechtl verwies zum Schluss noch auf Wurfzettel, die in der Gemeinde kursierten: „Sammlung einer ungarischen Familie“. Diese wurde den Behörden nicht angezeigt. Die ordnungsgemäße Verwendung des Sammelgutes ist nicht nachgewiesen. Unbrauchbare Gegenstände werden später irgendwo auf Parkplätzen oder in der freien Natur entsorgt. Dahinter steckt eine im süddeutschen Raum flächendeckend agierende Organisation mit eindeutiger Gewinnerzielung im Vordergrund. Der Bürgermeister appelliert an die Bürger, sich an einer solchen Sammlung nicht zu beteiligen. „Der Flyer ist eine einzige Frechheit“, so sein abschließender Hinweis.

Mehr aus dem Gemeinderat Stulln

Stulln
Im Blickpunkt:

Die Ratsmitglieder brachten weitere Anfragen vor:

  • Überprüfung des Regenrückhaltebeckens am Ahornring auf seine Funktionalität (Jürgen Vetter)
  • Fehlen der Feinschicht beim Stromverteiler im Waldweg (Hubert Obermeier)
  • Schäden an der Asphaltdecke im Wiesenweg (Simon Obermeier)
  • Eventuelles Anbieten eines Nahwärmenetzes durch den Betrieb eines Blockheizkraftwerkes im neuen Baugebiet „Wiesenweg II“ mit 23 Parzellen (Franz Jauernig)

Bürgermeister Hans Prechtl sicherte die Thematisierung in der nächsten Sitzung zu.

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