10.03.2020 - 15:20 Uhr
StullnOberpfalz

Fokus auf dem Gemeindeleben: "Gestalten - nicht verwalten"

Die Freie Wählergruppe Stulln hat ihre Kandidaten und Ziele vorgestellte. Ihre Prioriäten liegen bei der Kinderbetreuung und neuen Baugebieten.

von Externer BeitragProfil

Die Kommunale Wählergruppe Stulln ist keine Partei sondern ein Zusammenschluss von Bewerbern ohne Parteizwang zum Wohle aller Bürger von Stulln, wie es in einer Pressemitteilung der Gruppierung heißt. Ziel sei das Gemeindeleben zu "Gestalten - nicht nur Verwalten".

Bei einer Wahlversammlung im Gasthaus Bodensteiner hießen die Verantwortlichen Franz Jauernig und Josef Nachtmann die Kandidaten für die Gemeinderatswahl und zahlreiche interessierte Mitbürger willkommen. Nach einer kurzen Einführung folgte die Vorstellung der einzelnen Anwärter. Von den 24 Bewerbern waren 20 an diesem Abend anwesend. Die Ziele der Gruppierung für Stulln sind zum Beispiel die Ausweisung von Gewerbeflächen und familienfreundlichem Bauland. Auch die Vollendung des Breitbandausbaus steht auf ihrer Agenda. Derzeit könne diese in Stulln nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung genutzt werden.

Den Natur- und Freizeitstandort Stulln erhalten und verbessern zum Beispiel durch das Aufstellen von mehr Abfallkörben zur Beseitigung der "wilden Müllentsorgung" steht auf dem Programm. Auch die Ausweitung von Blumenflächen und eine ausgeweitete Radwegbeschilderung solle es geben. Die Freie Wählergruppe will ein Bürgerbudget etablieren. Die Summe sollte jährlich von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden und die Bürger könnten Vorschläge zur Mittelverwendung einbringen. Der Gemeinderat würde über diese Vorschläge beraten und dann eine Entscheidung über die Mittelverwendung treffen.

Die Vereine sollen mehr gefördert werden. Kinderspielplätze modernisiert und auch mit Fitnessgeräten für Senioren ausgestattet werden. Ein ganz wichtiger Punkt ist die Kinderbetreuung. In Planung ist der Neubau einer Kinderkrippe gegenüber der Kirche. Die derzeitigen Krippenplätze (sechs in Schwarzenfeld in der Villa Kunterbunt und zwölf Plätze in der Notgruppe im Kindergarten) würden bei weitem nicht den Bedarf abdecken. Es werden vermutlich drei Gruppen für die Krippe und vier für den Kindergarten benötigt. Ab 2025 besteht außerdem ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einem Kinderhort für Schulkinder. Ein letzter großer Punkt ist die bedarfsgerechte und moderne Ausstattung kommunaler Einrichtungen. Es sollte ein Energieberater engagiert werden, der das Energieeinsparungspotenzial der Gemeinde analysiert und Lösungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel eine Photovoltaik-Anlage am Bauhof unterbreitet. Zur Verbesserung der Barrierefreiheit könnten Gehwege abgesenkt und teilweise saniert werden. Eine Beleuchtung am Friedhof könnte angebracht und der Mittelgang gepflastert werden.

Diese Ziele könnten selbstverständlich nicht alle gleichzeitig erreicht werden, deshalb müssen Prioritäten gesetzt werden, wie in der Mitteilung betont wird. Der Schwerpunkt liege bei der Kinderbetreuung und dem Ankauf und der späteren Ausweisung von geeigneten Baugebieten.

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