20.04.2021 - 13:38 Uhr
StullnOberpfalz

Gemeinde Stulln setzt auf Solarstrom von den Dächern

Der Gemeinderat Stulln trifft weitreichende Entscheidungen: Auf Dachflächen im Gemeindezentrum wird eine Photovoltaikanlage installiert. Und es gibt eine Prioritätenliste für den Straßenunterhalt.

Der Gemeinderat Stulln beschloss in der letzten Sitzung, auf den beiden südlich ausgerichteten Dachflächen der Lagerhalle (135 Quadratmeter) und der Maschinenhalle (56 Quadratmeter) im Bauhof eine Photovoltaikanlage zu installieren.
von Herbert RohrwildProfil

Von der Bauverwaltung war ein Vorschlag für eine PV-Anlage auf den Dachflächen im Gemeindezentrum erarbeitet worden. Die Gesamtfläche liegt bei etwa 443 Quadratmeter, der errechnete Jahresertrag bei 56 600 Kilowatt. Die Baukosten werden auf brutto 120 000 Euro beziffert. Der relativ geringe Stromverbrauch des Gemeindezentrums im Haushaltsjahr 2020 beträgt 4520 KW und entspricht im Jahr 1030 Euro. Der Großteil der erzeugten Energie, so Bürgermeister Hans Prechtl, müsste laut Angabe des Bayernwerks für zehn Cent je KW eingespeist werden. Aktuell wird der Strom für 0,23 Euro je KW bezogen. Eine Amortisation wird vermutlich kaum stattfinden, so der Bürgermeister.

Deshalb wandte sich das Gremium eine Alternative zu, wäre doch auch eine kleinere PV-Anlage auf dem südlichen Dach der Maschinenhalle mit der Fläche von 56 Quadratmetern, dem Jahresertrag von 9600 Kilowatt und Baukosten mit Zählerumbau in Höhe von 25 000 Euro möglich. Diese Variante fand ebenso Zustimmung wie der Vorschlag von Josef Nachtmann, zusätzlich die Südseite der Lagerhalle mit 135 Quadratmetern miteinzubeziehen.

Das Gremium legte auch eine Prioritätenliste zum Straßenunterhalt, die im Herbst 2021 ausgeschrieben werden soll, fest. Im Jahr 2021 ist die Gemeindeverbindungsstraße Stulln- Nabburg vorgesehen: 260 laufende Meter Bankettbefestigung (8.000 Euro) im Kurvenbereich nach der Bahnüberquerung. In diesem Zuge solle die schadhafte Fahrbahn von gleichem Ausgangspunkt vorbei am Hebel-Lagerplatz bis zum Ortseingang Stulln in der Länge von 835 Metern mit einer Oberbauverstärkung (161.000 Euro) umgesetzt werden.

Im Haushaltsjahr 2022 ist dann die Gemeindeverbindungsstraße von Säulnhof nach Grafenricht an der Reihe. Nach der Instandsetzung eines Teilstücks von 200 Metern in 2017 soll die restliche Länge von 500 Metern ebenfalls im Oberbau verstärkt werden. Auch der „Rote Weg“ soll in die Überlegungen mit den bereits vorgestellten Kosten für 540 Meter Bankettbefestigung (27.000 Euro) und 840 Meter Oberbauverstärkung (22.000 Euro) einbezogen werden.

In den Folgejahren sollen dann die öffentlichen Flurstraßen im Gemeindebereich überprüft werden. In der Diskussion bat Josef Nachtmann die Verwaltung, die Abstufung der Gemeindeverbindungsstraße Tiefenweg auf einen öffentlichen Feld- und Waldweg zu prüfen. In diesem Zusammenhang wies Simon Obermeier darauf hin, dass es in anderen Gemeinden gut funktioniere, im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion von Jagdgenossenschaft, Gemeinde und Landwirten die Wege wieder herzurichten. Der Gemeinderat bewilligte die Prioritätenliste. Die entsprechenden Mittel sind im Haushalt beziehungsweise im Finanzplan einzustellen.

Genehmigt wurde in der Sitzung auch der Antrag auf Errichtung eines Nebengebäudes im Ahornring 6 und 8.

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