25.01.2021 - 14:43 Uhr
StullnOberpfalz

Gemeinderat: Keine Einwände gegen Erweiterung der Pharma Stulln

Die Pharma Stulln möchte eine neue Lagerhalle samt Büroräumen bauen. Für dieses Vorhaben hat der Gemeinderat Stulln bereits vor über einem Jahr grünes Licht gegeben. Nun gibt es ein paar Änderungen.

Für die geplante Erweiterung der Pharma Stulln gab der Gemeinderat einstimmig grünes Licht.
von Herbert RohrwildProfil

Im November 2019 hat der Gemeinderat dem Bauantrag der Firma Pharma Stulln einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Das Unternehmen möchte eine neue Lagerhalle mit Büroräumen bauen. Nun lag dem Gremium zu diesem zwischenzeitlich genehmigten Vorhaben eine Tektur vor.

Insgesamt soll die Erweiterung laut Bürgermeister Hans Prechtl in drei Bauabschnitten realisiert werden. Beim nun vorliegenden Bauantrag handle es sich um den kompletten ersten Abschnitt. Zu de, ursprünglich geplanten und schon genehmigten Vorhaben gab es nun einige Änderungen. Das betrifft zum Beispiel die Installation einer weiteren Produktionslinie im Bestand. Außerdem sollen bei der Lagerhalle drei anstelle von zwei Liefertoren eingebaut werden. Im Erdgeschoss sind weiterhin Werkstatt, Empfang und Probenahmeraum vorgesehen, im ersten Stock Büroräume. Neu käme nun die Errichtung eines Mikrobiologie-Labors im zweiten Stock. Die Firsthöhe erhöht sich von 10,50 auf eine maximale Gebäudehöhe von 15,40 Meter.

Das Bauvorhaben, fuhr Prechtl fort, sei als sonstiges Vorhaben im Außenbereich zu beurteilen und entspreche den Darstellungen des Flächennutzungsplanes. Öffentliche Belange würden nicht beeinträchtigt, und die Erschließung sei gesichert. Die 20 erforderlichen Stellplätze für den Neubau seien auch nachgewiesen. Nach einer kurzen Aussprache erhielt der Änderungsantrag die einstimmige Zustimmung durch den Gemeinderat.

Erweiterung auch in Pfreimd

Pfreimd

In einem weiteren Punkt ging es um die ehemalige Grube Erna. Die "Hydro Aluminium Deutschland" ist als Rechtsnachfolger der VAW-Flußspat-Chemie für die Aufstellung und Umsetzung eines Betriebsplanes zum Abschluss des ehemaligen Flußspatbergwerks verantwortlich, teilte der Bürgermeister mit.

Nach umfassenden Vorbereitungen wurden nun die Pläne vorgelegt, um vier Schächte zu verwahren und aus der bergamtlichen Aufsicht zu entlassen. Diese Verwahrungsmaßnahme soll parallel zu weiteren Arbeiten stattfinden. Diese haben auch zum Ziel, das Einlaufen von Oberflächenwasser in die aufgefüllten Schächte zu minimieren, damit das Gelände dauerhaft stabil bleibt. Der Projektträger plant, die Sicherungsarbeiten durch das Tiefbauunternehmen MS Vertriebs GmbH Regensburg ausführen zu lassen. Diese Firma habe bereits seit Anfang 2020 zahlreiche Tagesöffnungen im Bereich des Marienschachtes in Wölsendorf erdbautechnisch und konstruktiv gesichert. Gegen die geplanten Maßnahmen bestehen von Seiten der Gemeinde Stulln keine Einwände, lautete abschließend der einstimmige Beschluss.

Die Gemeinde feiert im zweijährigen Rhythmus ihr traditionelles Bürgerfest am ersten Juli-Wochenende, erinnerte Bürgermeister Hans Prechtl unter dem Punkt „Verschiedenes“. Im Februar wird der Festausschuss darüber entscheiden, ob das Fest in diesem Jahr stattfinden kann. Auf die Anfrage von Gemeinderat Josef Nachtmann zu einem Sitzungstermin für den Zweckverband der Abwasserbeseitigung der Gemeinden Schwarzach und Stulln, merkte Prechtl an, dass der Termin nach Fertigstellung des Haushaltsplanes anberaumt werde.

Ob der Festausschuss auch heuer nach dem Bieranstich mit geladenen Gästen auf ein gutes Gelingen des Bürgerfestes anstoßen kann, ist ungewiss. Im Februar entscheiden die Mitglieder, ob das Fest stattfindet.
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