15.01.2021 - 11:07 Uhr
StullnOberpfalz

In Stulln "weit und breit das billigste Wasser"

Der Jahresabschluss 2019 der Wasserversorgung Stulln fällt im Vergleich zum Vorjahr wesentlich besser aus. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die jährlichen Einnahmen zu gering sind und eine Neukalkulation ansteht.

Seit 2005 ist die Trinkwassergebühr der Gemeinde Stulln stabil. Die Verbraucher bezahlen 60 Cent je Kubikmeter. Aufgrund des wiederholten Jahresverlustes beschloss der Gemeinderat einstimmig, eine Neukalkulation der Gebühren zu veranlassen.
von Herbert RohrwildProfil

In der Gemeinderatssitzung in der Mehrzweckhalle nannte Bürgermeister Hans Prechtl den Grund für das günstige Ergebnis 2019 in der Wasserversorgung. Im Jahr 2018 summierte sich der Verlust in der Stullner Wasserversorgung auf 53.577 Euro. Im Berichtsjahr verringerte sich das Ergebnis um 28.113 auf 25.464 Euro. Der wesentliche Grund für den drastischen Rückgang liegt darin: In diesem Zeitraum war kein Rohrbruch zu beheben.

Der Gemeinderat stellt die Weichen für eine neue Kita

Stulln

Die Kosten für den Wasserbezug gingen gegenüber dem Vorjahr um 3.400 auf 38.100 Euro zurück. Insgesamt sind die betrieblichen Aufwendungen wegen der Entwicklung beim Netzunterhalt und dem Personaleinsatz von 176.200 im Jahr 2018 auf 143.000 Euro in 2019 gesunken. Der Jahresabschluss 2019 wurde denn auch mit der Bilanzsumme von 970.747,19 Euro und dem Jahresverlust von 25.646 Euro festgestellt.

Günstige Konditionen

„Die Gemeinde Stulln hat weit und breit das billigste Wasser“, stellte Bürgermeister Hans Prechtl fest. Seit dem Jahr 2005 beträgt die Wassergebühr 60 Cent je Kubikmeter aus dem Netz entnommenen Trinkwassers. Die geringen Verluste 2019 können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass über Jahre bilanzielle Verluste entstehen.

Aufgrund der Gebührenunterdeckung im Jahr 2021 beschloss das Gremium einstimmig, eine Neukalkulation der Wassergebühren zu veranlassen. Es ist angepeilt, die Satzung mit den neuen Gebühren am 1. Januar 2022 in Kraft zu setzen.

Bauordnung und Abstandsflächen

Die geplante Novelle der Bayerischen Bauordnung zum 1. Februar 2021 tendiere unter anderem zu einer Verkürzung von Abstandsflächentiefen, gab Bürgermeister Hans Prechtl weiter bekannt. Der Gesetzgeber beabsichtige, dass die Baukörper in der zukünftigen Ortsentwicklung näher zusammenrücken. Aktuell wird von Seiten der Verwaltung für das Gemeindegebiet kein Handlungsbedarf gesehen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.