12.06.2018 - 18:40 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Das Beste für die Gemeinde

"Ich glaub. Ich wähl." Unter diesem Motto stehen die Kirchenvorstandswahlen, die am 21. Oktober in allen evangelischen Gemeinden Bayerns stattfinden. Was macht der Kirchenvorstand? Wofür braucht die Gemeinde ihn? Wie läuft die Wahl ab?

"Ich glaub. Ich wähl." Deshalb laden Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz (rechts) und Pfarrer Uwe Markert (links) interessierte und engagierte Gemeindeglieder ein zu kandidieren.

(cog) Das erläuterten Roland Kurz, Pfarrer der Christuskirche in Sulzbach, und Uwe Markert, Pfarrer von St. Johannis in Rosenberg sowie St. Michael in Poppenricht. Der Kirchenvorstand ist das Leitungsgremium der Gemeinde. "Wir brauchen also kein Stimmvieh, keine Bierausschenker, Kuchenbäcker und Briefefalter, sondern Leute, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen." So fasste Markert die Bedeutung zusammen.

Und Kurz konkretisierte, dass der Kirchenvorstand nicht der Aufsichtsrat sei, sondern das Programm der Gemeinde verantworte und die zur Verfügung stehenden Finanzen verwalte. So müsse er in den nächsten Jahren ein Gebäudekonzept erstellen und sich über Kooperationen mit anderen Gemeinden Gedanken machen: "Es geht darum: Was ist uns wichtig, was wollen wir erreichen? Da freue ich mich auf das Engagement der neuen Kirchenvorsteher und Ideen, die sie einbringen."

Schrumpfende Gemeinden und abnehmende Mittel zwängen zu schwierigen Entscheidungen. Kurz geht davon aus, dass alle Kirchenvorsteher das Beste für die Gemeinde wollen. Dies ermögliche es, Lösungen für alle zu finden.

Derzeit suchen die beiden Geistlichen noch Kandidaten für die Wahl im Oktober. Die Christuskirche braucht 18 Bewerber, die Johanniskirche 16 und St. Michael nur 10, weil der Umfang des Kirchenvorstands von der Gemeindegröße abhängt. Noch bis Ende Juni können sich interessierte Gemeindeglieder ab dem Alter von 18 Jahren bei den jeweiligen Pfarrämtern melden. Im Oktober werden dann allen konfirmierten Gemeindegliedern Briefwahlunterlagen zugeschickt. "Sie können also zu Hause wählen und uns den Wahlbrief per Post schicken, oder Sie kommen und wählen am 21. Oktober in der Kirche", lud Pfarrer Markert ein.

In der Michaelskirche, St. Johannis, St. Barbara und dem Andreas-Raselius-Haus in Hahnbach bleibt das Wahllokal bis eine Stunde nach dem Sonntagsgottesdienst geöffnet, in der Christuskirche sogar bis 18 Uhr.

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