Für die Sulzbach-Rosenberger Polizei trägt diese Geschichte derzeit den Titel "Verdacht auf Alkohol am Steuer": Ein Mann, den die Polizei deutlich alkoholisiert in seinem Garten angetroffen hat, bestreitet, in diesem Zustand Auto gefahren zu sein. Ein Zeuge berichtet das Gegenteil.
Der Zeuge fuhr am Freitagabend, 7. Juni, in Sulzbach-Rosenberg hinter einem anderen Autofahrer, der in Schlangenlinien unterwegs war. Der Hintermann informierte die Polizei und schilderte seinen Eindruck, dass er über mehrere Kilometer einen mutmaßlich Betrunkenen vor sich hatte: "Dieser fuhr dabei mehrmals ungewöhnlich langsam und konnte seine Spur nicht halten, wobei er einmal auch auf die Gegenfahrbahn kam", so zitiert die Sulzbach-Rosenberger Polizei die Erlebnisse des Zeugen. Immerhin habe der Schlangenlinien-Fahrer niemand anderen gefährdet.
Polizeibeamte fahndeten daraufhin nach dem Unbekannten – und fanden ihn tatsächlich etwa 30 Minuten später in seinem Garten sitzend. "Seine deutliche Alkoholisierung war ihm sofort anzusehen", heißt es im Polizeibericht. Allerdings behauptete der 65-Jährige, er habe sich seinen Rausch gerade erst angetrunken. "Einen freiwilligen Alkoholtest verweigerte er", berichtet die Polizei.
Weil die Angaben des Mannes und das, was die Beamten sahen, nicht recht zusammenpassten, hat die zuständige Staatsanwaltschaft angeordnet, dass dem Mann zeitlich versetzt zwei Blutproben entnommen werden. "Durch einen Vergleich der beiden Proben in einem Labor lässt sich zurückrechnen, ob und wie stark der 65-jährige Sulzbach-Rosenberger zum Zeitpunkt seiner Fahrt alkoholisiert war", erklärt die Polizeiinspektion dazu. Und fügt hinzu, dass dem Mann eine Geldstrafe und der Verlust seines Führerscheins drohen.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.