Sulzbach-Rosenberg
09.06.2024 - 14:33 Uhr

Betrunkener bestreitet Autofahrt: Jetzt soll sein Blut die Sache klären

Ein Zeuge sah einen Autofahrer Schlangenlinien durch Sulzbach-Rosenberg fahren. Die Polizei suchte den Mann – und fand ihn stark alkoholisiert in seinem Garten. Er bestreitet, im Rausch gefahren zu sein. Jetzt ist ein Labor gefordert.

Ein 65-Jähriger soll im Rausch mit seinem Auto in Schlangenlinien gefahren sein. Der Mann bestreitet das. Ein Labor soll jetzt bei der Klärung dieses ungewöhnlichen Falls helfen. Symbolbild: Carsten Rehder/dpa
Ein 65-Jähriger soll im Rausch mit seinem Auto in Schlangenlinien gefahren sein. Der Mann bestreitet das. Ein Labor soll jetzt bei der Klärung dieses ungewöhnlichen Falls helfen.

Für die Sulzbach-Rosenberger Polizei trägt diese Geschichte derzeit den Titel "Verdacht auf Alkohol am Steuer": Ein Mann, den die Polizei deutlich alkoholisiert in seinem Garten angetroffen hat, bestreitet, in diesem Zustand Auto gefahren zu sein. Ein Zeuge berichtet das Gegenteil.

Der Zeuge fuhr am Freitagabend, 7. Juni, in Sulzbach-Rosenberg hinter einem anderen Autofahrer, der in Schlangenlinien unterwegs war. Der Hintermann informierte die Polizei und schilderte seinen Eindruck, dass er über mehrere Kilometer einen mutmaßlich Betrunkenen vor sich hatte: "Dieser fuhr dabei mehrmals ungewöhnlich langsam und konnte seine Spur nicht halten, wobei er einmal auch auf die Gegenfahrbahn kam", so zitiert die Sulzbach-Rosenberger Polizei die Erlebnisse des Zeugen. Immerhin habe der Schlangenlinien-Fahrer niemand anderen gefährdet.

Polizeibeamte fahndeten daraufhin nach dem Unbekannten – und fanden ihn tatsächlich etwa 30 Minuten später in seinem Garten sitzend. "Seine deutliche Alkoholisierung war ihm sofort anzusehen", heißt es im Polizeibericht. Allerdings behauptete der 65-Jährige, er habe sich seinen Rausch gerade erst angetrunken. "Einen freiwilligen Alkoholtest verweigerte er", berichtet die Polizei.

Weil die Angaben des Mannes und das, was die Beamten sahen, nicht recht zusammenpassten, hat die zuständige Staatsanwaltschaft angeordnet, dass dem Mann zeitlich versetzt zwei Blutproben entnommen werden. "Durch einen Vergleich der beiden Proben in einem Labor lässt sich zurückrechnen, ob und wie stark der 65-jährige Sulzbach-Rosenberger zum Zeitpunkt seiner Fahrt alkoholisiert war", erklärt die Polizeiinspektion dazu. Und fügt hinzu, dass dem Mann eine Geldstrafe und der Verlust seines Führerscheins drohen.

 
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