10.06.2020 - 14:44 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Edelweiß Rosenberg: Verein im Corona-Modus

In diesen Tagen, genau am 14. Juni, hätte es in Rosenberg ein Sommerfest gegeben: Die Tischgesellschaft Edelweiß Rosenberg wollte ihren 110. Vereinsgeburtstag feiern. Aber dann hat die Pandemie den großen Rotstift angesetzt.

Die Tischgesellschaft Edelweiß kümmert sich seit Jahren um die Stationen des Rosenpfades. Vor allem am Hammerbrückerl sind immer wieder Arbeiten nötig, um das Wasser-Schaufelrad im Rosenbach für die Wasserversorgung des Brücken-Biotops instand zu halten. Hier sind Edelweiß-Kassier Gerd Kleiner (links) und Schriftführer Jürgen Staudte im Einsatz.
von Autor RLÖProfil

Trotz erster Lockerungen liegt das öffentliche und gesellschaftliche Leben bis heute im künstlichen Koma. Der allgemeine Stand by-Modus erfasst auch das ansonsten so lebendige Vereinswesen in Sulzbach-Rosenberg. Es sind ja de facto wegen der nach wie vor geltenden Kontaktbeschränkungen selbst Vorstandssitzungen im öffentlichen Raum nicht denkbar, ganz zu schweigen von größeren Festen.

Um beim Beispiel der Tischgesellschaft Edelweiß Rosenberg zu bleiben: Der 1910 gegründete Traditionsverein mit heute fast 260 Mitgliedern ist wie alle anderen Vereine, Verbände, Sportgruppen, Stammtische usw. mehr oder weniger zur Untätigkeit verdammt. Über die Corona-Klinge springen nicht nur die 110-Jahr-Feier und das Anfang Juli geplante gemeinsame Sommerfest mit den Rosenberger Schützen, sondern vermutlich auch die im August und September avisierten Busfahrten.

Dabei hatte zunächst alles nach einem "normalen" Vereinsjahr ausgesehen. Mit der Generalversammlung Mitte März war Edelweiß gerade noch dem Lockdown zuvorgekommen. Eine deutlich verjüngte Vorstandsriege war gewählt und schickte sich an, neue Akzente zu setzen. Zusammengefasst unter dem Motto "Junges Edelweiß", sollte es verstärkt Angebote vor allem für Familien mit Kindern, geben.

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Sulzbach-Rosenberg

Die Pläne liegen vorerst auf Eis, auch wenn die nun einsetzenden Lockerungen beim Vorsitzenden Hoffnung aufkeimen lassen. Christian Weiß will den für 12. Juli auf dem Spielplatz August-Bebel-Straße geplanten Spielenachmittag für Familien (mit Selbstversorger-Picknick) und den auf 16. August angesetzten Familien-Wanderausflug noch nicht abschreiben: "Wir warten jetzt erst mal ab, wie sich im Juli und August die gesamte Lage darstellt. Wenn möglich, ziehen wir das durch." Gegebenenfalls wird das dann in der SRZ zu lesen sein.

Auch wenn das Vereinsleben bei Edelweiß momentan eingefroren ist, ermöglicht eine schon länger bestehende Chat-Gruppe den Vorstandsmitgliedern wenigstens den Informationsaustausch oder auch die Fortschreibung des Geburtstags-Kalenders, nach dem Mitglieder zum 50. bzw. 60. und dann ab dem 70. zu allen runden und halbrunden Geburtstagen vom Verein mit einem Präsent bedacht werden.

Besuch von Edelweiß-Vorstandsmitgliedern erhielt dieser Tage aber auch die Rosenpfad-Station am historischen Hammer-Brückerl. Dort war das im Rosenbach installierte Wasserschöpfrad zur Versorgung des kleinen Biotops unter der Brücke defekt. Kassenwart Gerd Kleiner und Schriftführer Jürgen Staudte brachten den Wasserkreislauf wieder in Schwung.

Am gemeinwohlorientierten Engagement wird der Verein auch auf anderer Ebene festhalten. Wenn es die Corona-Lage irgendwie erlaubt, will die TG Edelweiß gemeinsam mit den Freunden Rosenbergs im Oktober wieder eine Ramadama-Aktion starten; falls sich andere Vereine anschließen, im ganzen Stadtgebiet, ansonsten zumindest in Rosenberg.

Edelweiß-Kassier Gerd Kleiner bei der Arbeit am Wasser-Schaufelrad im Rosenbach.
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