11.10.2021 - 15:06 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Erbe von Bergbau und Montanindustrie im öffentlichen Bewusstsein verankern

An ihrer Führungsspitze setzt die Historische Gruppe Stiber-Fähnlein großteils auf bewährte Kräfte. Bei den Mitgliedsbeiträgen sieht sich dagegen zu Änderungen gezwungen.

Voller Tatendrang blickt die Führungsmannschaft der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein um die Vorsitzende Tanja Weiß (vorne, Mitte, mit Schal) in die Zukunft.
von Autor RLÖProfil

Die reiche Tradition der Bergbau- und Montangeschichte in der Stadt Sulzbach-Rosenberg für die Zukunft zu bewahren und als regionales Kulturgut noch stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, wird eine der Schwerpunktaufgaben in der künftigen Arbeit der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein sein. Das unterstrich die einstimmig wiedergewählte Vorsitzende Tanja Weiß. Sie stimmte die Mitglieder aber auch auf neue finanzielle Herausforderungen ein.

Neben allgemein steigenden Kosten bei der Ausrichtung von Veranstaltungen, historischen Lagern und Festen kämen auf den Verein künftig Mietausgaben für die Nutzung des von einer ansässigen Firma errichteten Mehrzweckgebäudes auf dem Festgelände Auf der Schanz zu. Um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Historischen Gruppe sicherzustellen, beschloss die Mitgliederversammlung eine Anhebung der Beiträge. Während es für Kinder bei einem jährlichen Obolus von 12 Euro bleibt, wird der neue Beitrag für Fördermitglieder jährlich 30 Euro, für Aktive 40 Euro im Jahr betragen.

Hausschwamm im Schaustollen

Zu den Aufgaben, die das Stiber-Fähnlein im kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Sulzbach-Rosenberg wahrnimmt, zählen die Ausrichtung der historischen Schiene des Altstadtfestes, die Organisation von Weihnachtsmärkten, die Pflege des Zollhauses und des angrenzenden Stadtgraben-Bereichs. In die Gestaltung des neuen Geschichts-Bandes, das sich von der Schanz aus durch den Stadtgraben zieht, war die Historische Gruppe federführend eingebunden. Außerdem bringt sie sich bei Aktionen im Stadtmuseum, bei Themen-Stadtführungen und als Betreuer des Bergbaupfades sowie des Schaustollens Max ein, dem aktuell der Hausschwamm den Garaus zu machen droht. An einem Sanierungskonzept, basierend auf einem entsprechenden Gutachten, werde gearbeitet. Um den Schaustollen Max auch für künftige Veranstaltungen mit größerem Besucherandrang zu ertüchtigen, sind unter anderem die Einrichtung einer Küchenzeile und eines festen Toilettengebäudes geplant.

Aus ersten Gesprächen der Stiber-Vorsitzenden mit dem neuen Leiter des Bergbau- und Industriemuseums Theuern, Dr. Martin Schreiner, ist inzwischen eine fruchtbare Zusammenarbeit bei der Pflege des regionalen Montan-Erbes geworden. Geplant sind unter anderem demnächst ein Schmiede-Workshop für die Stiber-Leute in Theuern und vielleicht die Einrichtung eines historischen Lagerlebens auf dem Museumsgelände. Anschließend sprach die Vorsitzende die Hoffnung aus, dass 2022 nicht nur wieder ein Altstadtfest im großen Stil möglich sein wird, sondern auch eine gebührende Feier des 30-jährigen Bestehens der Historischen Gruppe.

Die Ergebnisse der Neuwahlen

Vorsitzende Tanja Weiß, Stellvertreter Thomas Fenk und Wolfgang Fischer, Säckelmeisterin (Kassierin) Veronika Ostermann, Stellvertreter Peter Ostermann, Schriftführer Thomas Aichner, Stellvertreter Günther Weiß. Als Beisitzer fungieren Ursula und Helmuth Singer sowie Daniel Butz. Die Kassenrevision übernehmen Marina Zahn und Margit Babl.

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Sulzbach-Rosenberg

 

 

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