04.03.2020 - 13:36 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

FDP-Abgeordneter Uli Lechte besucht Ökumenische Sozialstation

Über 45 Jahre gibt es sie: die Ökumenische Sozialstation Sulzbach-Rosenberg. Bundestagsabgeordneter Uli Lechte (FDP) informierte sich über ihre Arbeit.

In vielem waren sie sich einig: Günter Koller, Leiter der Sozialstation (2. von links) und der Bundestagsabgeordnete Uli Lechte (FDP, Mitte) bei der Diskussion der Probleme in der Altenpflege.
von Autor GACProfil

Direkt von der Versammlung der Internationalen Parlamentarischen Union in New York kam Uli Lechte, Bundestagsabgeordneter der FDP, zur Ökumenischen Sozialstation nach Sulzbach-Rosenberg. Geschäftsführer Günter Koller begrüßte ihn und die Kandidaten des gemeinsamen Wahlvorschlags von FDP und Freier Wählerschaft (FWS), die das Treffen arrangiert hatten, und stellte die Leistungen seiner Einrichtung vor.

65 Mitarbeiter betreuen 650 Patienten und fahren dafür 360 000 Kilometer im Jahr. Demnächst beginnt der Bau der Tagespflegestation, die noch heuer in Betrieb gehen soll. Dort werden dann 23 Plätze für Pflegebedürftige, die nur tagsüber betreut werden müssen und nachts zu Hause schlafen können, zur Verfügung stehen.

Günter Koller (Vierter von rechts), Leiter der Ökumenischen Sozialstation, begrüßte den Bundestagsabgeordneten Uli Lechte (FDP, Dritter von rechts) und die Kandidaten des gemeinsamen Wahlvorschlags von FDP und FWS in seiner Einrichtung.

Lechte erklärte, das ökumenische Bemühen um den Nächsten sei eine großartige Sache: "Auf die Konfession kommt es nicht an, sondern auf praktische Werke der christlichen Nächstenliebe!"

Im Gespräch lobte Koller die umstrittene Einführung der einheitlichen Ausbildung zum Pflegedienst, denn die Altenpflege sei dadurch spürbar aufgewertet worden. Die Spezialisierung im dritten Lehrjahr sei überflüssig und sollte so schnell wie möglich wieder abgeschafft werden. Die Beschäftigung von Aushilfen in geringfügigen Arbeitsverhältnissen sei für die Sozialstation völlig uninteressant, führte Koller aus, da Tariflohn bezahlt werde und deshalb die Zahl der Arbeitsstunden pro Monat zu gering sei. Lechte schlug vor, die 450-Euro-Grenze für diese Arbeitsverhältnisse zu erhöhen und automatisch an die Lohnentwicklung anzupassen.

Einig waren sich beide, dass der Aufwand für die Dokumentation in der Pflege inzwischen in keinem Verhältnis zum Nutzen stehe: "40 Prozent ihrer Zeit verbringt eine Pflegekraft mit Schreibarbeit, obwohl wir durch den Einsatz von Tablets und spezieller Software vieles automatisieren", erklärte Koller. Lechte sagte weitere Initiativen der FDP zum Bürokratieabbau zu.

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