17.05.2021 - 16:33 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Firmung in Herz-Jesu Rosenberg: Anstoß zur inneren Besinnung

29 Firmlinge haben in der Rosenberger Pfarrei Herz Jesu unter Corona-Bedingungen das Sakrament der Firmung empfangen. Dabei war auch der künftige Generalvikar Roland Batz – er verglich die Firmung mit Castingshows im Fernsehen.

Die zweite Gruppe der Firmlinge nach dem Gottesdienst um 11:00 Uhr mit Pfarrer Thomas Saju (links) und Domkapitular Roland Batz.
von Redaktion ONETZProfil

Gemeinsam mit ihren Paten und Angehörigen waren am Sonntag, 16. Mai, 29. Kinder der Pfarrei Herz Jesu in der Rosenberger Pfarrkirche, um ihre Firmung zu empfangen. Wegen der Pandemie aufgeteilt in zwei Gruppen mit jeweils eigenen Gottesdienst, erhielten die Fünft- und Sechstklässler das Firmsakrament durch die Hände von Pfarrer Thomas Saju und Domkapitular Monsignore Roland Batz.

Der Regensburger Gast und künftige Generalvikar hat in seiner Predigt einen Vergleich zum Fernsehen mit seinen Castingshows gezogen. Bei diesen Vorher-Nachher-Shows gehe es oft um optische Veränderung. Die Firmung verändere den Menschen zwar nicht äußerlich, aber gebe doch den Anstoß zur inneren Besinnung und Reife. Der Weg in das Erwachsenenleben könne hier noch mal eine Wendung erleben, sagte Batz.

"Ist da wer? Gott?!"

Musikalisch umrahmt wurden die beiden festlichen Gottesdienste von einem kleinen Ensemble der Pfarrei unter der Leitung von Organistin und Chorleiterin Susanna Müssig. Dabei lautete das Thema der diesjährigen Firmung "Ist da wer? Gott?!". Wie Domkapitular Batz predigte, gehöre die Suche nach dem Herrn zum Leben. Die Erkenntnis, dass der Mensch von einer höheren Kraft getragen und auch in schweren Zeiten nicht allein gelassen werde, sei das Geheimnis des Glaubens, sagte Batz.

Pfarrer Thomas Saju und sein Gemeindeassistent Johannes Tauer betonten, wie schön und wichtig es für junge Christen ist, auch in Corona-Zeiten gemeinsam Gottesdienst zu feiern, aktiv Christ zu sein und so der Kirche ein Stück weit "ein Gesicht" zu geben.

Vorbereitung mit drei Säulen

Die Firmvorbereitung hatte im Januar mit einem Vorstellungsgottesdienst zum Thema "Christ sein" begonnen. Die weitere Vorbereitung stützte sich auf drei Säulen: Einen ersten wichtigen Beitrag leisteten die Schüler- und Sonntagsgottesdienste. In der zweiten Säule brachte Gemeindeassistent Johannes Tauer den Firmbewerbern in mehreren Videokonferenzen den Ursprung und Sinn der Firmung näher. Auch wurde digital mit der Bibel gearbeitet und so die Inhalte aus dem Religionsunterricht vertieft. In einer dritten Säule gab es für die Familien der Firmlinge ein Begleitheft mit Informationen, Gebeten und Hintergründen, welches die jungen Gläubigen in den vergangenen Monaten, trotz Lockdown, auf den Empfang des Firmsakraments hinführte.

Am kommenden Donnerstag, 20. Mai, werden die Firmlinge mit einem gemeinsamen Dankgottesdienst die Feier der Firmung abschließen.

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