(exb) Fischotter sind nachtaktiv und bei uns längst nicht mehr gefährdet: Darüber und über weiteres Wissenwertes informierte Hans-Hermann Lier vom Amberger Fischereiverein in einem Gespräch mit Landtagsabgeordnetem Reinhold Strobl, Bezirksrat Richard Gaßner und SPD-Kreisvorsitzendem Uwe Bergmann. Längst hat der Fischotter laut Lier seinen Weg auch in die kleinsten Gewässer und entferntesten Weiher gefunden. Dabei bereite ihm der Biber den Weg mit seinen Behausungen.
Beim Kormoran habe sich die Lage inzwischen entspannt, berichtete Lier. Er schätzt die Anzahl der Fischotter im Landkreis auf inzwischen rund 100 Exemplare. Sie würden etwa zehn Jahre alt, jährlich bekämen sie zwei bis drei Junge. Lier berichtete von einem Weiher, in dem 1000 Karpfen eingesetzt worden und nur etwa 50 übrig geblieben seien. Außerdem habe der Otter natürlich auch Auswirkungen auf Amphibien. Viele Schäden habe man bisher auf den Kormoran geschoben. Das liegt laut Lier auch daran, dass der Laie selten einem Otter begegne und ihm auch der Blick für die Spuren dieses Tieres fehle. Die Frage sei, wie man dem Fischotter begegnen könne - er sei schließlich geschützt. Zäune sind nach Liers Ansicht sicher keine Lösung, nicht an einem Teich und schon gar nicht an einem Bach oder Fluss. Man könne auch nicht überall die Landschaft mit in die Erde hineinreichenden oder elektrischen Zäunen verschandeln.
Entschädigungen bekomme bisher nur die Teichwirtschaft. Das sei aber auch nur ein kleiner Baustein des Problems, betonte Lier und unterstrich: "Wir Fischer stehen zum Artenschutz." Trotzdem sei eine kontrollierte "Entnahme" dort nötig, wo sich der Fischotter zu sehr ausbreite. Bei Biber und Kormoran sei man hier schon auf einem guten Weg. Bezirksrat Richard Gaßner berichtete von der Diskussion im Bezirkstag und den Forderungen des Bayerische Bezirketag. Hier sei mit Unterstützung der Oberpfälzer Bezirksräte Franz Löffler (CSU) und Richard Gaßner (SPD) eine Resolution an den Landtag auf den Weg gebracht worden, mit der Forderung, ein Fischotter-Monitoring auf den Weg zu bringen. Es soll die aktuelle Bestandssituation dokumentieren, um dann in besonders belasteten Gebieten weitere Maßnahmen einzuleiten.














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