02.12.2020 - 16:27 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Flächenbedarf für Kita-Neubau verdoppelt sich

Am Katzenberg in Sulzbach-Rosenberg soll auf dem alten Hartplatz eine städtische Kindertagesstätte gebaut werden. Doch schon jetzt zeigt sich: Der Bedarf macht eine Verdoppelung des Platzbedarfs nötig. Das Grundstück wird damit ausgefüllt.

Der alte Hartplatz wird jetzt wohl vollständig überbaut. Die Planungen für das Kita-Gebäude laufen aber noch.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Der Bedarf zog Entscheidungen nach sich: Schon im September 2019 hatte der Stadtrat beschlossen, im Bereich des Allwetterplatzes des ehemaligen TV-Sportgeländes westlich der Schießstätte einen Bebauungs- und Grünordnungsplan aufzustellen und den Flächennutzungsplan zu ändern.

Für die Stadt Sulzbach-Rosenberg bestehe dringender Bedarf, zur Sicherstellung der Betreuung für Kindereinrichtungen Plätze zur Verfügung zu stellen. Deshalb soll auf dem städtischen Grundstück eine Kindertageseinrichtung mit sechs Gruppen errichtet werden. Bei der fortgeführten Planung ergab sich aber bald, dass der Flächenbedarf für den Neubau einer sechsgruppigen Kindertageseinrichtung (KiTa) weitaus größer ist als angenommen. Deshalb hob der Stadtrat schon im Oktober 2019 den Beschluss auf und fasste ihn neu. Beabsichtigt war seinerzeit die Bebauung etwa der halben Fläche des Grundstücks.

Gesamte Fläche nötig

Nachdem das beauftragte Planungsbüro Graf Architekten GmbH, Burgthann, in Abstimmung mit dem vorgesehenen Betreiber Bayerisches Rotes Kreuz nun seine Vorplanung vorlegte, ergab sich, dass für den Neubau der Kindertageseinrichtung inzwischen die gesamte Fläche des ehemaligen Allwetterplatzes auf dem städtischen Grundstück benötigt wird. Damit befasste sich der Stadtrat in seiner Sitzung.

Für die Oberflächenwasserbeseitigung sowie für die Ableitung von Oberflächenwasser aus dem Gebiet der Deponie ,,Erzhülle" soll aber im südwestlichen Bereich des Allwetterplatzes eine Fläche für die Erweiterung des dortigen Regenrückhalteteiches zurückbehalten werden. Der jetzige diagonal über den Allwetterplatz verlaufende Regenwasserkanal muss natürlich verlegt werden, da seine Lage die Planung zu sehr einschränkt, hieß es in der Sitzungsvorlage der Stadträte.

Da eine Erweiterung des Geltungsbereiches der Flächennutzungsplanänderung die Grundzüge der Bauleitplanung betreffe, sei es erforderlich, den Änderungsbeschluss neu zu fassen. Die Fläche des Geltungsbereiches beträgt etwa 9500 Quadratmeter. Statt eines Sportplatzes solle künftig ein "Sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung "Kindertageseinrichtung (Sokita) und eine Fläche für Abwasserbeseitigung dargestellt werden.

Es wird eine Umweltprüfung durchgeführt, die die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen ermittelt und in einem Umweltbericht beschreibt und bewertet.

Aufstockung möglich

Ralf Volkert (SURO2030) erinnerte an die ursprünglich angesetzte Bausumme von rund zwei Millionen Euro - wie würden sich die Kosten nach der Erweiterung der Planung darstellen? Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn erklärte: "Für eine Kostenschätzung ist es noch zu früh."

Auf Volkerts Frage nach einem flächensparenden zweiten Geschoß für das Gebäude antwortete sie, der künftige Betreiber wolle einen eingeschossigen Bau. Allerdings solle so gebaut werden, dass eine Aufstockung später problemlos möglich sei. De Stadtrat segnete die neuen Planungen einstimmig ab.

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