Fraunhofer Umsicht als neuer Innovativer Lernort der OTH Amberg-Weiden

Sulzbach-Rosenberg
24.11.2022 - 16:59 Uhr
Einblick in die klimaneutrale Rohölforschung: Fraunhofer Umsicht in Sulzbach-Rosenberg ist neuer Innovativer Lernort der OTH Amberg-Weiden.

Klimaschutz ist eine der bedeutendsten Aufgaben der Gegenwart und stellt die Gesellschaft vor vielerlei Herausforderungen. Unabdingbar ist, die Emissionen zu mindern, Energie effizienter zu nutzen und erneuerbare Energie einzusetzen. Fraunhofer Umsicht in Sulzbach-Rosenberg und die OTH Amberg-Weiden arbeiten laut einer Pressemitteilung seit vielen Jahren in den Bereichen Umwelt-, Prozess- und Energietechnik sowie Kreislaufwirtschaft und Recycling zusammen. Die Kooperation werde nun weiter ausgebaut: Fraunhofer Umsicht ist jetzt ein Innovativer Lernort (ILO) der Hochschule.

„Die Energieforschung und –technologien sind extrem vielseitig und herausfordernd. Um Spitzenforschung auf diesem Gebiet zu betreiben, sind starke Partner aus Forschung und Industrie notwendig", sagte der OTH-Präsident, Professor Clemens Bulitta, bei der Vertragsunterzeichnung. Er verwies auf zahlreiche Forschungsprojekte, bei denen die OTH und Fraunhofer in der Vergangenheit zusammengearbeitet hätten: Optimierung von Elektrofiltern für Biomassefeuerungen, Altfahrzeugrecycling, Entwicklung neuer Materialien in der additiven Fertigung und Recycling von High-Tech-Metallen sowie Konzeption und Koordination eines Forschungsverbunds zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der bayerischen Wirtschaft. Als weiteres großes Forschungsprojekt nannte Professor Mario Mocker, der seitens der Hochschule Ansprechpartner für Fraunhofer Umsicht ist, „Reststoff2Kraftstoff“: Ziel sei, 50 Tonnen Abfälle aus der Papier- und Zellstoffindustrie zu CO2-neutralem Bio-Kraftstoff zu verarbeiten.

Als ILO möchte Fraunhofer Umsicht die Zusammenarbeit intensivieren. Professor Matthias Franke, Leiter des Institutsteils Sulzbach-Rosenberg spricht laut Pressemitteilung von "einem Auftakt für eine noch engere Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden". Kooperative Vorhaben zu fortschrittlichen Biokraftstoffen, Prozesswärmeversorgung der Industrie oder im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung seien bereits geplant. Kurz vor dem Start stehe zudem die Fortsetzung des gemeinsamen Projektes zur zur Rückgewinnung von High-Tech-Metallen aus End-of-Life-Produkten. Vor allem lebe eine solche Kooperation vom persönlichen Austausch, sagte Franke und verwies auf die Möglichkeiten für Studierende der OTH: Praktikum, Abschlussarbeit oder wissenschaftlich Hilfskraft.

 
 

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